Alcatraz ist die wohl berühmteste Gefängnisinsel der Welt – ein Felsen in der Bucht von San Francisco, der einst als ausbruchsicheres Hochsicherheitsgefängnis galt. Von 1934 bis 1963 saßen hier einige der gefürchtetsten Häftlinge der USA ein, darunter Al Capone. Heute gehört „The Rock” zum National Park Service und zieht jährlich Millionen Besucher an, die durch den verlassenen Zellenblock wandern und auf das Panorama der Skyline blicken.
Geschichte und Bedeutung
Schon vor dem Bundesgefängnis diente die Insel als Militärfestung und Militärgefängnis. Ihre Lage in der kalten, strömungsreichen Bucht machte eine Flucht nahezu unmöglich – kein Ausbruch gilt offiziell als geglückt, auch wenn der spektakuläre Versuch von 1962 bis heute Rätsel aufgibt. Von 1969 bis 1971 besetzten Aktivisten indigener Völker die Insel, ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Seit 1972 ist Alcatraz Teil der Golden Gate National Recreation Area.
Tickets und Besuch
Der Besuch ist nur mit Fährticket und festem Zeitfenster möglich, das ausschließlich über den offiziellen Anbieter buchbar ist – oft schon Wochen im Voraus. Die Fähre legt an Pier 33 ab; im Preis enthalten sind Überfahrt und der vielfach ausgezeichnete Audioguide, in dem ehemalige Häftlinge und Wärter zu Wort kommen. Wer mehr Ruhe und Atmosphäre sucht, wählt die etwas teurere Nachttour. Andere Boote dürfen nicht anlegen.
Tipps für den Besuch
Buche früh – die beliebten Slots sind schnell weg. Nimm eine Jacke mit, denn auf der Insel ist es oft windig und kühler als in der Stadt. Der Weg vom Anleger zum Zellenblock führt steil bergauf; festes Schuhwerk hilft. Plane genug Zeit am Pier ein und sei pünktlich, da verpasste Fähren in der Regel nicht erstattet werden.