Die italienische Hafenstadt Genua hält viele Attraktionen und Sehenswürdigkeiten für ihre Besucherinnen und Besucher bereit. Nicht nur antike Kirchen und Palazzi, sondern auch moderne Einrichtungen machen einen Besuch in Genua einzigartig. Nicht verpassen sollte man das Aquarium Genua.

Acquario di Genova – eine Reise wert

Das bei der Errichtung zweitgrößte Aquarium in Europa befindet sich inmitten der berühmten Hafenstadt an der ligurischen Küste Italiens. Hinter dem L’Oceanografic im spanischen Valencia war das Aquarium in Genua das nächstgrößte in der gesamten EU – heute bezeichnet es sich selbst als das größte in Europa. Eröffnet wurde es im Jahr 1992 im RAhmen des Jubiläums und der Feierlichkeiten der 500-jährigen Entdeckung Amerikas, die ja in Genua begann – Kolumbus stammte bekanntlich aus der italienischen Hafenstadt. Gelegen ist das Gebäude auf dem Gelände des Porto Antico, umweit des Bahnhofs Piazza Principe sowie der U-Bahn-Haltestelle San Giorgio. So ist es öffentlich sehr gut erreichbar. Auch eine Autobahnabfahrt führt direkt zum Gelände, jene von Genova Ovest der A7.

Beeindruckende Zahlen

Das Aquarium wurde in den Jahren nach der Eröffnung immer wieder erweitert. Ursprünglich geplant wurde es von den berühmten Architekten Renzo Piano und Peter Chermayeff. Der Bau ist 430 Meter lang, beherbergt 63 Becken, von denen fünf über zwei Stockwerke reichen. Die gesamte Wassermenge in allen Aquarien umfasst sechs Millionen Liter. 25 Zentimeter dick ist die dickste Scheibe aus Acrylglas eines Beckens, die Wassertemperatur im kältesten Becken beträgt minus ein Grad Celsius, das Wasser im wärmsten Becken hat plus 30 Grad Celsius. Ungefähr 12.000 Tiere leben in den unterschiedlichen Becken, das kleinste ist nur fünf Milimeter groß (ein Goldfröschchen), das größte ist ein zweieinhalb Meter langer Delfin. Circa 60 Tonnen Futter werden pro Jahr benötigt, 250 Menschen arbeiten im Aquarium. Eine ganz spezielle Attraktion ist das taktile Becken, wo Besucher die hier schwimmenden Fische – Brassen, Barben und sogar Rochen – auch anfassen und streicheln können.

Viele verschiedene Arten

Der Rundgang durch das Aquarium dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Gäste kommen an unzähligen Bassins vorbei, wo die Meeresbewohner in naturgetreuen Nachbildungen ihrer natürlichen Lebensräume gezeigt werden. Große Meerwasserbecken mit Delfinen, Robben, Meeresschildkröten und sogar Haien sind die besondere Attraktion des Acquario di Genova. Es gibt ein Robbenbecken mit Hundsrobben, die verschiedenen Haifischarten (Sandtigerhai, Grauer Riffhai) teilen sich ein großes Haifischbecken mit Sägerochen. Humboldt-Pinguine können ebenso bewundert werden wie die großen Tümmler im Delfinbecken oder Korallenbecken oder ein Kolibriwald. Im Mangrovenbecken leben Schlammspringer, Schützenfische und Vieraugen, im Korallenriff Madagaskars können Besucher typische Tiere der afrikanischen Insel bewundern: Imperator-Kaiserfisch, den Rundkopf-Fledermausfisch, den Gemeinen Wimpelfisch oder den Schwarzspitzen-Riffhai. Außerdem gibt es ein Becken mit Fauna und Flora des Roten Meeres, ein Quallenbecken und eines mit den Riesenkrabben Japans. Im Urwald von Madagaskar wiederum leben Chamäleons, Taggeckos oder Nilkrokodile sowie Pelomedusenschildkröten.

Galata Museu del Mare

Neben den vielen verschiedenen Becken gibt es im Aquarium von Genua weitere sehenswerte Einrichtungen. Genannt sei hier nur das Galata Museu del Mare, das der Geschichte der Seeschifffahrt gewidmet ist. Hier kann man eine Galeere mit 33 Meter Länge besichtigen, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Weitere 6.000 Originalobjekte erzählen von der Seefahrt.

Wer dann noch nicht genug hat, kann im Bigo Panorama Aufzug hoch in die Lüfte fahren und sich Genua von oben anschauen.