Der Blumenmarkt von Amsterdam

Tulpen aus Amsterdam sind weltbekannt und legendär. In der Innenstadt der gemütlichen Metropole zwischen Muntplein und Koningsplein findet jeden Tag der Blumenmarkt statt. Pflanzen, Schnittblumen und Blumenzwiebeln jeder Couleur werden hier seit 1883 feilgeboten.

Davor befand sich der Markt am Sint Lucionwal. Nach der Trockenlegung des Kanals zog er an den Singel.

Einst wurden Tulpenzwiebeln wie Gold gehandelt. Die Türken hatten sie von den Persern übernommen und kultivierten sie in ihren Gärten. Ab 1550 avancierten sie in den Niederlanden zum hochgehandelten Kultobjekt. Der kommerzielle Handel mit Tulpen prägte die Niederlande bis 1637, wo es zu einem abrupten Zusammenbruch der Spekulationsgeschäfte kam.

Neben den Händlern hat es jedoch immer Liebhaber der Tulpe gegeben, die an einer Verbreitung und Züchtung jenseits von Kommerz interessiert waren. Die Gartenliebe fand ihren Ausdruck auch in der Stadtgestaltung. Das wachsende Amsterdam legte um 1600 Häuser mit rückwärtigen Gärten an. Bis heute hat die Blumenliebe der Niederländer Bestand.

Die touristische Attraktion des „Drijvende bloemenmarkt“ erfährt regen Zulauf, so dass sich auch das ein oder andere Souvenir erstehen lässt.

Das Besondere sind die Marktstände auf den Booten. Diese liegen in der Gracht vertäut und erinnern an die Zeit, als der Handel und die Versorgung der Stadt noch über die Wasserwege verliefen.