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Chora-Kirche

Die Chora-Kirche in Istanbul stammt aus dem 14. Jahrhundert und gehört zu den schönsten Zeugnissen der byzantinischen Kunst. Nicht nur in der ungleich berühmteren Hagia Sophia, sondern auch hier haben sich herrliche Mosaike erhalten, die überirdisch golden schimmern.

Ursprung und Geschichte der Kirche „des Umlands“

Der Name Chora lässt sich mit „Umland“ oder „Land“ übersetzen. Denn im 5. Jahrhundert waren ein Vorgängerbau dieser Kirche und das dazu gehörige Kloster außerhalb der Stadtmauern Konstantinopels erbaut worden. Als in den Jahrzehnten danach die Theodosianische Landmauer errichtet wurde, standen die Bauten innerhalb der Stadt. Im 11. Jahrhundert wurde von der Schwiegermutter eines byzantinischen Kaisers die Chora-Kirche gestiftet.

Im 14. Jahrhundert zerfiel das Bauwerk weitgehend. Theodoros Metochites hat das Gotteshaus großartig restaurieren lassen und fügte den prachtvollen Bilderschmuck in seinem Inneren hinzu. Das Grab dieses Diplomaten, Kanzlers und Philosophen befindet sich bis heute in der Kirche. Unter Kaiser Andronikos II. Palaiologos fand damals eine „Renaissance“ statt, also eine Wedergeburt der klassischen Oströmischen Mosaikkunst und Malerei.

Die Mosaike und Fresken der Kirche

Die Chora-Kirche besitzt eine äußere und innere Vorhalle, außerdem gibt es eine Seitenkapelle und eine Galerie. Die große Kuppel in der Mitte sowie mehrere kleinere Kuppeln lassen Tageslicht herein, das die einzigartigen Mosaike und Fresken wahrhaft überirdisch glänzen lässt. Die Bilder überwinden jede Starrheit und sind so lebendig gegeben, dass sie schon auf die spätere Renaissance weiter westlich in Europa vorauszuweisen scheinen. Ein monumentaler Christus als Weltenherrscher thront beim Eingang in die innere Vorhalle.

Zu entdecken sind außerdem Maria die Muttergottes sowie ein Stiftermosaik. Dort begegnen wir Theodoros Metochites mit großem Turban, der Christus seine Kirche darbringt. Ein umfangreicher Zyklus mit dem Marienleben sowie ein ergreifendes Bild von der sterbenden Jungfrau Maria sind außerdem zu sehen. Das Leben und Wirken Jesu wird Dir in himmlischem Gold präsentiert. Die heilsgeschichtlich aufgeladene Darstellung von „Christus als Land der Lebenden“ fungiert als Erlösungshoffnung für alle Sterblichen. Das Jüngste Gericht, Himmel und Hölle, die Apostel Petrus und Paulus sowie verschiedene Heilige sind auf den Wandmalereien zu bestaunen.

Die Chora-Kirche heute

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurden die Bilder übertüncht, aber größtenteils nicht zerstört. Jahrhunderte lang diente der Bau als Moschee, bis eine Restaurierung die Meisterwerke wieder ans Licht brachte. Seit 1948 war er Museum, bis er im Jahre 2020 wieder zur Kariye Moschee umgewidmet wurde. Das wunderschöne Gotteshaus kann aber weiterhin besichtigt werden. Es befindet sich im Stadtteil Fatih in der Nähe der Stadtmauer Edirnekapi.

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–17:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–17:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–17:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–17:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–17:00 Uhr
  • Samstag: 09:00–17:00 Uhr
  • Sonntag: 09:00–17:00 Uhr

Weitere Infos

AdresseDervişali, Kariye Cami Sk. No:18, 34087 Fatih/İstanbul, Türkei
Telefon+90 212 631 92 41
Webseitemuze.gov.tr
GPS-Koordinaten41.0312, 28.9392