Delhi
Indiens Hauptstadt - Mogulbauten, Basare und das Tor zum Taj Mahal
Delhi für deine Reise: Rotes Fort, Jama Masjid, Qutb Minar und Humayun-Mausoleum, dazu die Basare von Alt-Delhi und der Ausflug zum Taj Mahal, mit Tipps zu Anreise und der besten Reisezeit.
Inhaltsverzeichnis
Delhi ist Indiens pulsierende Hauptstadt und ein Kontrastprogramm aus tausend Jahren Geschichte: Im engen, lauten Alt-Delhi drängen sich Mogulbauten wie das Rote Fort und die mächtige Freitagsmoschee Jama Masjid zwischen den Basaren der Chandni Chowk. Wenige Kilometer entfernt liegt mit Neu-Delhi das großzügig angelegte Regierungsviertel der britischen Kolonialzeit, mit dem India Gate und den breiten Prachtstraßen.
Über die ganze Stadt verteilt erinnern UNESCO-Welterbestätten an die wechselnden Herrscher: der 73 Meter hohe Qutb Minar und das Humayun-Mausoleum, ein Vorläufer des Taj Mahal. Und Delhi ist das klassische Tor zum Goldenen Dreieck, von hier aus erreichst du in einem Tagesausflug das berühmte Taj Mahal in Agra. Die Metro macht die Riesenstadt überraschend gut beherrschbar.
Das Wichtigste für deine Delhi-Reise
- Die Top-Sehenswürdigkeiten - Rotes Fort, Qutb Minar, Humayun-Mausoleum und die Basare im Überblick, mit Tipps zu Tickets und Reihenfolge.
- Taj Mahal, das weltberühmte Marmormausoleum in Agra, als Tagesausflug von Delhi.
- Anreise & Flughafen, der Flughafen Indira Gandhi und der schnellste Weg ins Zentrum.
Beste Reisezeit
Am angenehmsten ist Delhi im Winter (Oktober bis März): trockenes, mildes Wetter, ideal zum Sightseeing, die Nächte können im Dezember und Januar allerdings kühl und neblig werden. Der Frühsommer (April bis Juni) wird extrem heiß, gefolgt vom feuchten Monsun im Juli und August. Plane die wichtigsten Außenstätten am frühen Morgen, bevor Hitze und Trubel zunehmen.
Sehenswürdigkeiten
Delhi vereint tausend Jahre indischer Geschichte, von den Mogulkaisern über die britische Kolonialzeit bis zur modernen Hauptstadt. Diese Top 10 bündeln die Highlights, die du bei einem ersten Besuch gesehen haben solltest, aufgeteilt zwischen dem dichten, lebhaften Alt-Delhi und dem weiträumigen Neu-Delhi. Plane die großen Stätten am frühen Morgen, bevor Hitze und Trubel zunehmen.
1. Rotes Fort (Lal Qila)
Das Rote Fort aus rotem Sandstein war die Residenz der Mogulkaiser und ist heute UNESCO-Welterbe. Hinter den mächtigen Mauern liegen Audienzhallen, Marmorpavillons und Gärten. Von hier hält der indische Premierminister jedes Jahr am Unabhängigkeitstag seine Rede. Eintritt erforderlich, montags geschlossen.
2. Jama Masjid
Die Jama Masjid ist eine der größten Moscheen Indiens, ebenfalls von Mogulkaiser Shah Jahan erbaut. Der weite Innenhof fasst Tausende Gläubige, und vom südlichen Minarett hast du einen weiten Blick über die Dächer von Alt-Delhi. Schultern und Knie bedecken; außerhalb der Gebetszeiten besuchen.
3. Chandni Chowk
Chandni Chowk ist der historische Hauptbasar Alt-Delhis, ein lautes, dichtes Gewirr aus Gassen mit Gewürz-, Stoff- und Schmuckhändlern, Streetfood und Rikschas. Eine Fahrt im Fahrrad-Rikscha durch das Gedränge gehört zu den intensivsten Erlebnissen der Stadt.
4. Qutb Minar
Der Qutb Minar ist mit 73 Metern eines der höchsten Backstein-Minarette der Welt und UNESCO-Welterbe. Der Turm und die umliegenden Ruinen stammen aus dem späten 12. Jahrhundert und markieren die Anfänge muslimischer Herrschaft in Delhi. Im Komplex steht auch die rätselhafte rostfreie Eiserne Säule.
5. Humayun-Mausoleum
Das Humayun-Mausoleum ist das erste große Gartengrab der Moguln und gilt als Vorläufer des Taj Mahal. Der symmetrische Bau aus rotem Sandstein und weißem Marmor steht in einem weiten, von Wasserkanälen durchzogenen Garten, einer der schönsten und ruhigsten Orte der Stadt.
6. India Gate
Das India Gate ist ein 42 Meter hoher Triumphbogen im Herzen Neu-Delhis, errichtet zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen indischen Soldaten. Am Abend ist es beleuchtet, und die umliegenden Rasenflächen füllen sich mit Familien und Picknicks.
7. Lotustempel
Der Lotustempel ist ein Bahai-Haus der Andacht in Form einer halb geöffneten Lotusblüte aus weißem Marmor, ein moderner architektonischer Höhepunkt. Das Gebäude steht allen Religionen offen; im Inneren herrscht Stille. Der Eintritt ist frei.
8. Gurudwara Bangla Sahib
Das Gurudwara Bangla Sahib ist der bedeutendste Sikh-Tempel Delhis, leicht erkennbar an der goldenen Kuppel und dem großen Wasserbecken. Besucher sind willkommen; die Gemeinschaftsküche speist täglich Tausende Menschen kostenlos. Kopf bedecken und Schuhe ausziehen.
9. Akshardham-Tempel
Der Akshardham-Tempel ist eine riesige, kunstvoll aus Sandstein und Marmor gehauene Hindu-Tempelanlage aus dem Jahr 2005. Geschnitzte Elefanten, Gottheiten und Pavillons machen ihn zu einem der aufwendigsten Bauwerke des modernen Indien. Strenge Sicherheitskontrollen; Taschen und Elektronik sind nicht erlaubt.
10. Raj Ghat
Raj Ghat ist die schlichte Gedenkstätte für Mahatma Gandhi am Ufer des Yamuna, eine schwarze Marmorplattform mit ewiger Flamme, umgeben von einem ruhigen Park. Ein Ort der Besinnung inmitten der lauten Stadt.
Praktische Tipps
Plane die großen Außenstätten (Rotes Fort, Qutb Minar, Humayun-Mausoleum) am frühen Morgen, bevor es heiß und voll wird, und trinke ausreichend. Die moderne, klimatisierte Metro ist das schnellste und entspannteste Verkehrsmittel durch die Riesenstadt. Wer das Taj Mahal sehen möchte, nimmt am besten einen frühen Schnellzug nach Agra und kehrt am Abend zurück. An religiösen Stätten Schultern und Knie bedecken und die Schuhe ausziehen.