Der Palmengarten

Botanischer Garten im Herzen Frankfurts

Inhalt

Der Palmengarten in Frankfurt ist einer von drei botanischen Gärten der Stadt. Er wurde 1871 eröffnet und erfreut sich seitdem bei Einheimischen und Touristen großer Beliebtheit.

Pflanzen aus aller Welt

Der Palmengarten erstreckt sich über eine Fläche von etwa 22 Hektar und ist damit einer der größten seiner Art in Deutschland. Sowohl in Gewächshäusern als auch auf den großzügig angelegten Freiflächen können Besucher Pflanzen aus aller Welt bestaunen. Der Garten ist dabei in thematische Abschnitte eingeteilt. Diese haben entweder eine bestimmte Pflanzenart zum Thema wie der Kakteen- oder der Rhododendrongarten oder sie beherbergen Pflanzen bestimmter Klimazonen wie die Steppenwiese. Die tropischen Pflanzen des Palmengartens sind im sogenannten Tropicarium untergebracht. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von miteinander verbundenen Schauhäusern, die sich jeweils durch ein eigenes Mikroklima auszeichnen. Im nördlichen Teil sind Pflanzen aus Regenwäldern und Monsungebieten beheimatet . Im südlichen Abschnitt des Gebäudes fühlen sich dagegen tropische Pflanzen, die ein heißes, trockenes Klima bevorzugen, wohl.

Die Anfänge des Palmengartens

Eine zentrale Figur in der Historie des Palmengartens ist der Gartenfachmann Heinrich Siesmayer. Das nach ihm benannte Café im Garten sowie die gleichnamige angrenzende Straße zeigen dies noch heute. Siesmayer war dafür verantwortlich, dass ein Frankfurter Verein im Jahr 1868 den ersten Pflanzenbestand für den neuen botanischen Garten kaufte. Siesmayer wurde außerdem mit der Gestaltung des Parks nach französischem und englischen Vorbild betraut und übernahm die Leitung des Gartens bis zum Jahr 1886. Seine Nachfolger bauten den Palmengarten kontinuierlich zum Naherholungsgebiet aus. In den 1890er Jahren wurde hier beispielsweise eine permanente Eisbahn gebaut, die im Sommer als Tennisplatz genutzt wurde.

Von der Weltwirtschaftskrise bis heute

Anfang des 20. Jahrhunderts verschlechterte sich die finanzielle Situation des Parks deutlich, weshalb er 1931 von der Stadt Frankfurt übernommen wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Park zum Sperrgebiet erklärt und erst 1954 wieder in Stand gesetzt. Dank umfangreicher Sanierungen der Gewächshäuser und dem Neubau des Gesellschaftshauses erlangte der Garten in den folgenden Jahrzehnten seine alte Größe zurück. Neben heimischen und tropischen Pflanzen beherbergt er heute außerdem ein Sterne-Restaurant und zieht mit abwechslungsreichen Veranstaltungen und der gepflegten Anlage jährlich 600.000 Besucher an.

Familienfreundliches Naherholungsgebiet

Der Palmengarten ist nicht nur bei Botanikern beliebt: Workshops für Kinder aller Altersgruppen, Führungen durch den Park und Vorträge bieten für jeden spannende Einblicke in die Welt der Pflanzen. Daneben ist der Garten auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Familien mit Kindern wissen vor allem die zwei Spielplätze und den Bootsverleih auf dem großen Weiher zu schätzen. Ein besonderer Anziehungspunkt für die kleinen Gäste ist im Sommer außerdem der Palmenexpress — eine kleine Eisenbahn, die regelmäßig durch den Park fährt. Ältere Besucher wiederum genießen gerne die Natur auf der Liegewiese.

Feste und Veranstaltungen im Palmengarten

Passend zum Motto des Parks „Pflanzen. Leben. Kultur“ finden im Palmengarten regelmäßig Kulturveranstaltungen und Feste statt. Zu den bekanntesten gehört das im Sommer stattfindende Rosen- und Lichterfest, das 1931 zum ersten Mal gefeiert wurde. In den Wintermonaten zieht dagegen die Ausstellung „Winterlichter“ die Besucher an. Dabei können sie Licht- und Klanginstallationen, die über den Park verteilt sind, bestaunen.