Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt

Inhalt

Sieben Filmmuseen existieren in ganz Deutschland. Eines davon befindet sich in Frankfurt am Main und dort direkt am Ufer des Mains. Seit 1984 residiert das Deutsche Filmmuseum in einer historischen Villa, in der es Ästhetik, Geschichte und Wirkung des Mediums Film darstellt und beleuchtet. Hier wird die komplette Historie des Films von noch vor der Erfindung des Kinos aufgegriffen, sodass man bei einem Besuch im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt eine Zeitreise in diesem Bereich menschlicher Kultur unternehmen kann, die in der Gegenwart des Films endet.

Geschichte des Deutschen Filmmuseums

Frankfurt besitzt eine lange Tradition im Bereich Kino und Film. Und so entstand aus dieser Tradition des „Kommunalen Kinos“ heraus in Frankfurt in den 1980er Jahren dieses Museum mit dem Fokus auf Film und dessen Geschichte. Dafür musste die historische Villa am Mainufer, die als Heimat des Deutschen Filmmuseum in Frankfurt ausgewählt wurde, aufwendig umgebaut werden. Das Innere des Gebäudes wurde dabei sogar nicht durch einen Architekten, sondern durch den Bühnenbildner Jan Schlubach gestaltet. 1984 fand schließlich die Eröffnung des Museums statt, das der Stadt Frankfurt ein weiteres Highlight an Sehenswürdigkeiten hinzufügt.

Inhalte und Programmatik

Thema der Dauerausstellung ist die Geschichte und Entwicklung des Films, sodass Besucher hier komplett in die Evolution der Filmkunst eintauchen und viele Einsichten erhalten kann. Zudem wird auch für den Laien verständlich dargelegt, wie das filmische Erzählen funktioniert, wie man welche Wirkung in Filmen erzielt und vieles mehr zur Gestaltung von Szenen und Handlungen im Film.

Dazu kommen weitere Ausstellungen mit wechselnden Schwerpunkten, natürlich ebenso zu allen denkbaren Facetten des Films. Hier werden einzelne Regisseure und ihr Wirken ins Zentrum gerückt oder auch bestimmte Genres des Films. Ebenso ist ein Teil der Aufgabe des Museums die Archivierung und Dokumentation aktuellen Filmgeschehens. Über 80.000 Dokumente wie Filmkopien, Fotografien, Skizzen und Ähnliches sind im Deutschen Filmmuseum archiviert. Finanzier des Deutschen Filmmuseums sind sowohl die öffentliche Hand als auch private Förderer.

Kommunales Kino im Deutschen Filmmuseum

Teil des Museums ist zudem ein kleines Kino, das während der Öffnungszeiten ständig kürzere Dokumentationen zeigt. Außerdem beherbergt es das schon seit 1971 existierende Kommunale Kino, das historische und experimentelle Filme im Rahmen seines Programms aufführt. Bei der Aufführung von Stummfilmen stand sogar lange Zeit eine hauseigene Orgel zur Verfügung, um die Filme musikalisch zu begleiten. Diese wurde aber 2013 eingelagert und ist nicht mehr ad hoc nutzbar.

Natürlich ist das Deutsche Filmmuseum aber auch genauso ein Ort für Vorträge und Diskussionsrunden rund um sein zentrales Thema.

2006 fusionierte das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt mit dem Deutschen Filminstitut. Seitdem hatte es eine gemeinsame Direktorin für diese beiden Zweige der Auseinandersetzung mit dem Film.

Veranstaltungen im Deutschen Filmmuseum

Regelmäßig finden zusätzliche Veranstaltungen in diesem Museum statt, dazu auch komplette Festivals. Da ist „goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films“ zu nennen sowie das „LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans“. Außerdem ist das Deutsche Filmmuseum auch jedes Jahr Heimat der SchulKinoWochen Hessen

Innerhalb des Museums befindet sich zudem ein Café, in das man während oder nach seinem Besuch im Deutschen Filmmuseum einkehren kann, ehe man das historische Gebäude verlässt und seinen Besuch in Frankfurt vom Mainufer aus fortsetzt.