Das Edinburgh Castle thront auf einem erloschenen Vulkanfelsen hoch über der schottischen Hauptstadt und ist ihr unbestrittenes Wahrzeichen. Die Festung blickt auf eine über tausendjährige Geschichte als Königssitz, Garnison und Schatzkammer zurück. Von den Wällen aus reicht der Blick über die Altstadt bis zum Firth of Forth – kein Wunder, dass die Burg zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Schottlands zählt.
Geschichte und Bedeutung
Schon in der Eisenzeit war der Castle Rock besiedelt; als Königsburg ist Edinburgh Castle seit dem Mittelalter belegt. Über die Jahrhunderte war die Festung Schauplatz zahlreicher Belagerungen und wechselte mehrfach den Besitzer in den Kriegen zwischen Schottland und England. Hier werden die Kronjuwelen Schottlands und der Stone of Destiny aufbewahrt, auf dem einst die Könige gekrönt wurden. Bis heute ist die Burg auch eine aktive Militäreinrichtung und Bühne des berühmten Military Tattoo.
Tickets und Besuch
Der Eintritt erfolgt mit Zeitfenster-Ticket, das du am besten vorab online buchst – das spart die Warteschlange und ist meist günstiger. Auf dem weitläufigen Gelände kannst du die Honours of Scotland, die St Margaret’s Chapel, das National War Museum und die Gefängniszellen erkunden. Ein Audioguide ist gegen Aufpreis erhältlich. Pünktlich um 13 Uhr (außer sonntags) wird die One O’Clock Gun abgefeuert – ein beliebtes Spektakel.
Tipps für den Besuch
Komm möglichst gleich zur Öffnung, bevor die Tagesgruppen eintreffen. Plane für die Aussichtspunkte etwas Zeit ein und nimm wetterfeste Kleidung mit – auf dem Felsen ist es oft windig und kühl. Das Kopfsteinpflaster verlangt bequeme Schuhe. Wer um kurz vor 13 Uhr in der Nähe des Geschützes steht, erlebt den Kanonenschuss aus nächster Nähe.