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Finlandia Halle

Die Finlandia-Halle ist ein Konzert- und Kongresshalle mitten in Helsinki. Sie wurde von Alvar Aalto in dem modernen, typisch finnischen Funktionalismus erbaut.

Das Gebäude, das von 1967 bis 1971 gebaut wurde, ist sowohl von außen als auch von innen sehr funktionalistisch gestaltet. 1975 wurde außerdem ein zusätzlicher Konferenztrakt angebaut. Das Außenbild ist geprägt vom italienischen Carrararmamor, mit dem beinahe die komplette Außenfassade verkleidet ist. Auffällig sind die kovexen und konkaven Formen, die die Nordfassade zieren. Auf den ersten Blick sieht es zudem aus, als würden sich die Halle und der Turm des Nationalmuseums, das sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite befindet, berühren. Da auch Teile der Innenräume von Alvar Aalto eingerichtet wurden und dieser einige Möbelstücke designet hat, findet sich auch hier der Stil des Funktionalismus wieder.

Konzert- und Kongresshalle zugleich

Aufgrund der ungewöhnlichen Architektur herrscht im Inneren der Finlandia-Halle eine einzigartige Akustik. So gibt zum Beispiel das Philharmonieorchester Helsinkis oft dort Konzerte, aber auch Ballettaufführungen finden statt und andere klassische Vorführungen. Neben weiteren kulturellen Ausstellungen, Veranstaltungen und Informationsvorträgen wird die Halle aber für nationale und internationale Kongresse genutzt. Die Bedeutendsten fanden einerseits 1975 statt, als dort die erste europäische Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit abgehalten wurde und die KSZE-Schlussakte unterzeichnet wurde, die unter anderem die Vereinbarung der Menschenrechte enthält, und im Jahre 2006, als sich dort die Regierungschefs der Europäischen Union versammelten. Jährlich werden 200 Konzerte und sogar 300 Kongresse verzeichnet.

Die Umgebung

Die Finlania-Halle wurde in das wunderschöne Gebiet der Töölönlahti-Bucht gebaut. Diese liegt direkt am Meer und so kommt man von dem Gebäude über einen Park direkt an das Südufer der Bucht mit kleinen Häuschen, die an die Villa der Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf erinnern. Das Nationalmuseum liegt gegenüber und auch das Kiasma Museum, das ebenfalls in modernem Stil gehalten ist und zeitgenössische Kunst präsentiert, befindet sich in direkter Umgebung.

Der Architekt Alvar Aalto

Alvar Aalto wurde in Finnland geboren und studierte Architektur in Helsinki. Nachdem er in Helsinki zunächst aber keinen Erfolg hatte, eröffnete er 1923 ein Architekturbüro in seiner Heimatstadt. Mit seiner ersten Ehefrau und Assistentin Aino reiste er zwischen 1926 und 1928 unter anderem nach Dänemark, Schweden oder Frankreich, fand dort viel Inspiration und es entstanden lebenslange Freundschaften mit anderen berühmten Architekten wie zum Beispiel dem Schweden Gunnar Asplund.

Diese Jahre waren richtungsweisend für seine Karriere, denn er erhielt in dieser Zeit viele bedeutende Aufträge, unter anderem für den Bau der Stadtbibliothek in Viipuri, für die er weltweit Anerkennung bekam. 1933 zog das Büro schließlich nach Helsinki um. In Deutschland wurde später beispielsweise die Stephanuskirche in Wolfsburg nach seinen Plänen erbaut. Aalto gründet zudem eine Möbelfirma und lehrte an der Universität in Cambridge. Mit Aino bekam der Architekt früh zwei Kinder, Tochter Hanni und Sohn Hamilkar. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratet er Elissa Mäkiniemi, die ebenfalls bei seinen Entwürfen mitwirkte.

Alvar Aalto starb nur wenige Monate nach der endgültigen Fertigstellung der Finlandia Halla am 11. Mai 1976. Er war Vorreiter für modernen Baustil und gilt als ein Entwickler des Funktionalismus.

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–19:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–19:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–19:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–19:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–19:00 Uhr
  • Samstag: Geschlossen
  • Sonntag: Geschlossen

Weitere Infos

AdresseMannerheimintie 13e, 00100 Helsinki, Finnland
Telefon+358 9 40241
Webseitewww.finlandiatalo.fi
GPS-Koordinaten60.1757, 24.9336