Florenz City Pass
Sehr umfangreicher City Pass mit den Top-Attraktionen, Stadtführung und Hop-on Hop-off Bus.
- Uffizien
- Accademia
- Leonardo Interactive Museum
- Stadtführung Florenz
- Hop-on-Hop-off Bus (optional)
Firenze Card, Brunelleschi Pass und die kommerziellen Bündel im Vergleich
Die Städtepässe für Florenz im Vergleich: Firenze Card, Brunelleschi Pass, PassePartout und die kommerziellen Bündel. Was drin ist, was fehlt und wann Einzeltickets günstiger sind.
Die beliebtesten Pässe und Tickets mit tagesaktuellen Preisen, direkt beim Anbieter buchbar.
Wer für Florenz nach „dem" Städtepass sucht, findet mehrere Produkte, die sich kaum überschneiden. Die Stadt gibt die Firenze Card heraus, die Dombauhütte verkauft mit dem Brunelleschi Pass den einzigen Zugang zu den Monumenten am Domplatz, und die Gallerie degli Uffizi bündeln ihre drei Häuser im PassePartout. Dazu kommen kommerzielle Pakete: The Florence Pass, der Uffizi & Accademia Pass und der Florenz City Pass von Turbopass. Welcher sich lohnt, entscheidet weniger der Preis als die Frage, ob du Museen sammelst oder auf die Kuppel willst.
| Pass | Dauer / Umfang | Preis ab | Eintritte | Skip-the-Line | Nahverkehr |
|---|---|---|---|---|---|
| Firenze Card | 72 Stunden ab erster Nutzung | 94 € | rund sechzig Museen, Villen und Gärten | Pflichtreservierung, im Preis enthalten | nein |
| Brunelleschi Pass (Opera del Duomo) | 3 Kalendertage ab gewähltem Datum | 58 € | Kuppel, Campanile, Baptisterium, Dommuseum, Santa Reparata | Zeitfenster für die Kuppel | nein |
| PassePartout 5 Days (Gallerie degli Uffizi) | 5 aufeinanderfolgende Tage | direkt am Museum | Uffizien, Palazzo Pitti, Boboli-Garten | reservierter Einlass | nein |
| The Florence Pass | Datum bei der Buchung gewählt | 93,50 € | Uffizien, Accademia, dazu eine Domkomplex-Option | ja | nein |
| Uffizi & Accademia Pass | Datum bei der Buchung gewählt | 69,50 € | Uffizien, Accademia | ja | nein |
| Florenz City Pass (Turbopass) | frei wählbare Tage ab Startdatum | 93,90 € | über 20 Sehenswürdigkeiten | vorreservierte Zeitfenster | nein |
Alle Angaben sind Erwachsenenpreise der jeweils kleinsten Variante beim Anbieter. Das Auffälligste steht in der letzten Spalte: Kein Florenzer Pass enthält den öffentlichen Nahverkehr. Bus- und Tramtickets kaufst du in jedem Fall separat, und die Altstadt läufst du ohnehin schneller ab, als du auf den Bus wartest.
Die Firenze Card wird von der Stadt Florenz herausgegeben und ist der breiteste Pass im Feld. Sie gilt 72 Stunden ab dem ersten Museumsbesuch, nicht ab Kauf, und umfasst rund sechzig Museen, Villen und historische Gärten in Florenz und im Umland. Dazu gehören die Uffizien, die Galleria dell'Accademia mit Michelangelos David, der Palazzo Vecchio, der Palazzo Pitti, die Medici-Kapellen, der Palazzo Strozzi, die Brancacci-Kapelle und Santa Maria Novella. Jedes Haus lässt sich einmal besuchen.
Wichtig für die Planung: Für die großen Häuser ist die Reservierung Pflicht. Sie kostet nichts extra und steckt im Kartenpreis, ist aber einmal gebucht nicht mehr änderbar. Wer spontan umplant, verliert die gebuchte Uhrzeit.
Die Stadt verkauft die Karte ausschließlich über ihre eigene offizielle Seite. Angebote Dritter mit ähnlich klingenden Namen sind nicht autorisiert, auch wenn sie in der Suche weit oben stehen.
Der Domplatz ist in Florenz ein eigenes Ticketsystem, und das übersehen die meisten Passvergleiche. Die Kathedrale Santa Maria del Fiore betrittst du kostenfrei, du stellst dich nur an. Für jedes andere Monument am Platz brauchst du einen der drei Pässe der Opera del Duomo:
Alle drei gelten innerhalb von 3 Kalendertagen ab dem gewählten Datum, jedes Monument einmal. Nur beim Kuppelaufstieg ist das gebuchte Datum samt Zeitfenster verbindlich, hier gibt es kein spontanes Nachrücken. Einschränkung derzeit: Die Gewölbemosaike des Baptisteriums werden restauriert und sind nicht zu sehen. Wer nur wegen der Mosaike den größeren Pass löst, sollte umdisponieren.
Die Gallerie degli Uffizi sind ein Verbund aus drei Häusern, und der PassePartout 5 Days bündelt genau diese: Uffizien, Palazzo Pitti mit allen Sammlungen und den Boboli-Garten, gültig an 5 aufeinanderfolgenden Tagen. Eine Variante schließt den Vasarikorridor ein, den Übergang über den Ponte Vecchio. Verkauft wird der Pass direkt vom Museum.
Gerechnet wird er über die Menge: Einzeln kosten Uffizien, Pitti und Boboli zusammen schon in der Nähe des Bündelpreises, und im Vorverkauf liegt jedes Einzelticket über dem Tageskassenpreis. Wer alle drei Häuser sehen will, nimmt den PassePartout, wer nur die Uffizien will, ein Einzelticket. Der Pass ist außerdem die einzige Möglichkeit, den Palazzo Pitti in Ruhe auf mehrere Tage zu verteilen.
Beide Produkte stammen von Tiqets und sind keine Stadtkarten, sondern gebündelte Tickets für die Häuser mit den längsten Schlangen.
Der The Florence Pass ab 93,50 € kombiniert prioritären Eintritt in die Uffizien und die Accademia mit einer Domkomplex-Option: entweder ein Ticket für Giotto-Campanile, Kathedrale und Baptisterium oder ein Upgrade auf die Brunelleschi-Kuppel. Dazu kommen eine Audioguide-App für die Stadt und 10 % Rabatt auf weitere Buchungen desselben Anbieters. Nahverkehr ist nicht enthalten, und die Museumsbreite der Firenze Card erreicht der Pass nicht annähernd.
Der Uffizi & Accademia Pass ab 69,50 € ist streng genommen ein Kombiticket für zwei Häuser. Je Haus wählst du zwischen prioritärem Eintritt, Eintritt mit Audioguide oder einer Führung. Dabei sind eine Audioguide-App mit über 70 Stationen und einen Monat lang 10 % auf weitere Buchungen. Für Reisende, die in Florenz genau diese zwei Museen sehen und ansonsten durch die Stadt laufen, ist das die sparsamste Lösung.
Der Florenz City Pass der Turbopass GmbH ab 93,90 € ist ein digitaler Pass mit über 20 Sehenswürdigkeiten, darunter vorreservierte Zeitfenster für Uffizien und Accademia und eine geführte Radtour. Startdatum und Laufzeit wählst du beim Buchen, eine feste Tagesstaffel gibt der Anbieter nicht vor.
Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Einordnung: Das 24-Stunden-Ticket für die Hop-on-Hop-off-Rundfahrt ist ein kostenpflichtiger Zusatz und nicht Bestandteil des Passes, und Nahverkehr nennt die Produktseite als Leistung nicht. Der Pass spielt seine Stärke bei Reisenden aus, die ein fertig geschnürtes Paket mit gesetzten Uhrzeiten wollen und nicht selbst reservieren möchten.
Die Logik ist in Florenz simpler als anderswo, weil der Verkehr aus der Gleichung fällt. Es zählen nur die Eintritte:
Kein Pass lohnt sich, wenn du Florenz vor allem zu Fuß erkundest, in Kirchen und über Märkte gehst und nur ein bis zwei kostenpflichtige Ziele planst. Dann kaufst du diese Tickets einzeln und vorab. Ebenso wenig lohnt eine Stadtkarte, wenn dein Besuch auf den ersten Sonntag des Monats fällt: Dann ist der Eintritt in die staatlichen Museen frei, dafür sind sie voll.
Plane vor dem Kauf grob, welches Haus an welchem Tag ansteht, und trenne dabei Domplatz und Museen. Danach zeigt die Rechnung von selbst, ob es eine Karte, zwei Pässe oder gar keinen braucht. Welche Ziele in Frage kommen, zeigt unsere Übersicht der Sehenswürdigkeiten in Florenz.