Frankreich wird von einem dichten Netz aus rund einem Dutzend größeren Verkehrsflughäfen erschlossen – von den beiden großen Pariser Drehkreuzen über die Mittelmeerflughäfen an der Côte d’Azur und in der Provence bis zu den Stadtflughäfen im Westen und Süden des Landes. Welcher Airport der richtige ist, hängt vom Ziel ab: Für eine Städtereise zählt die Anbindung ans Zentrum, für den Urlaub an der Küste die Nähe zum Meer. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Flughäfen mit ihrem IATA-Code, ihrer Lage und dem schnellsten Weg in die Stadt.
Die wichtigsten Flughäfen Frankreichs
Die großen Drehkreuze in Paris
- Paris-Charles-de-Gaulle (CDG) – „Roissy“, der größte Flughafen des Landes und das internationale Langstrecken-Drehkreuz, nordöstlich von Paris. Direkter Bahnanschluss mit der RER B ins Zentrum.
- Paris-Orly (ORY) – der zweite Pariser Großflughafen im Süden der Stadt, vor allem für Inlands-, Europa- und Mittelmeerflüge, per Orlyval und Métrolinie 14 ans Zentrum.
- Paris-Beauvais (BVA) – rund 85 Kilometer nördlich, ein großer Low-Cost-Standort und Basis vieler Billigflieger Richtung Paris (Shuttlebus zur Porte Maillot).
Stadt- und Regionalflughäfen
- Nizza-Côte d’Azur (NCE) – drittgrößter Flughafen Frankreichs und Tor zur Côte d’Azur, mit der Straßenbahn (Tram T2) direkt ins Zentrum.
- Lyon-Saint-Exupéry (LYS) – der wichtigste Airport im Südosten, mit dem Rhônexpress-Tram-Train zum Hauptbahnhof Part-Dieu.
- Marseille-Provence (MRS) – das Drehkreuz der Provence, per Pendelbus zum Bahnhof Marseille-Saint-Charles.
- Toulouse-Blagnac (TLS) – stadtnah im Südwesten, mit der Straßenbahn (Tram T2) ins Zentrum.
- Bordeaux-Mérignac (BOD) – der Flughafen des Südwestens, per Tram A ins Zentrum von Bordeaux.
- Nantes-Atlantique (NTE), Lille-Lesquin (LIL), Montpellier-Méditerranée (MPL) und Straßburg-Entzheim (SXB) – die übrigen großen Stadtflughäfen.
Ankunft und Transfer in die Stadt
In Paris ist die Bahn fast immer die schnellste Wahl: Vom Flughafen Charles-de-Gaulle bringt die RER B in gut einer halben Stunde zur Gare du Nord und nach Châtelet, ergänzt durch den Roissybus zur Opéra. Von Orly geht es per automatischer Orlyval-Bahn nach Antony und weiter mit der RER B oder seit Kurzem direkt mit der Métrolinie 14 ins Zentrum. In Nizza rollt die Straßenbahn T2 vom Terminal an die Promenade des Anglais und zum Hauptbahnhof, in Lyon verbindet der Rhônexpress den Airport mit dem Bahnhof Part-Dieu, in Bordeaux und Toulouse übernehmen moderne Tramlinien den Weg ins Zentrum.
Details zu Terminals, Verbindungen und Fahrpreisen findest du auf der Seite des großen Ankunfts-Hubs: Flughafen Paris.
Welcher Flughafen für welches Ziel?
- Paris & Île-de-France: Charles-de-Gaulle (CDG) für Langstrecke, Orly (ORY) stadtnah, Beauvais (BVA) für Billigflieger.
- Côte d’Azur (Nizza, Cannes, Monaco): Nizza-Côte d’Azur (NCE).
- Provence (Marseille, Aix-en-Provence, Avignon): Marseille-Provence (MRS).
- Lyon & Rhône-Alpes: Lyon-Saint-Exupéry (LYS).
- Südwesten (Bordeaux, Atlantikküste): Bordeaux-Mérignac (BOD).
- Toulouse & Okzitanien: Toulouse-Blagnac (TLS) oder Montpellier (MPL).
- Westen (Nantes, Bretagne, Loire): Nantes-Atlantique (NTE).
- Norden & Elsass: Lille (LIL) oder Straßburg (SXB).
Inlandsflüge und Anreise innerhalb Frankreichs
Zwischen vielen französischen Städten ist der TGV-Hochgeschwindigkeitszug oft die bessere Wahl als das Flugzeug: Paris–Lyon dauert von Zentrum zu Zentrum rund zwei Stunden, Paris–Bordeaux gut zwei Stunden, Paris–Marseille gut drei Stunden – jeweils ohne Sicherheitskontrolle und mit Ankunft mitten in der Stadt. Auf einigen kurzen Inlandsstrecken mit schneller Bahnverbindung sind Flüge inzwischen sogar verboten. Ein Inlandsflug lohnt sich vor allem auf den langen Strecken in den tiefen Süden und Südosten. Für die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum bündeln die Pariser Flughäfen die meisten Direktverbindungen; Ferienziele wie Nizza, Marseille oder Bordeaux werden ebenfalls direkt angeflogen.