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Freiheitsdenkmal

Lettland blickt auf eine lange und vor allem bewegte Geschichte zurück. Das Freiheitsdenkmal im Stadtzentrum Rigas steht für eine wichtige und aufregende Zeit in der Geschichte Rigas. Bis heute ist das Freiheitsdenkmal für die Letten ein Symbol für ihre Unabhängigkeit und zugleich ein beliebter Treffpunkt.

Freiheitsstatue der besonderen Art

Mit insgesamt 42 Metern Höhe beeindruckt das Denkmal bereits von Weitem die Besucher Rigas. Dank ihrer Höhe eignet sie sich auch als Orientierungspunkt. Insgesamt besteht die Freiheitsstatue aus 56 Einzelskulpturen. Das Postament in Form eines 19 Meter hohen Obelisken wird durch die große Statue Allegorie der Freiheit gekrönt, die drei Sterne in ihren Händen hält. Jeder Stern steht für eine der drei historischen Regionen Lettlands. Liebevoll wird die Freiheitsstatue von den Letten Milda genannt. Den Blick nach Westen gerichtet ist die Allegorie eine von zahlreichen Figuren des Denkmals, die sich dem Osten abwendet, nur eine Figur des Sockels blickt gen Osten und diese hält ihr Haupt gesenkt und ist in Ketten gelegt.

Während Riga Hauptstadt der Lettischen SSR war und unter der Herrschaft der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken stand, wurde das Denkmal durch die Machthaber allerdings anders interpretiert. Für die Letten war die Freiheitsstatue seit jeher ein Symbol für die Unabhängigkeit Lettlands, die kurz währte, um dann viele Jahre auf sich warten zu lassen, bevor Lettland erneut die Unabhängigkeit erlangen konnte.

Die Geschichte des Freiheitsdenkmals

Errichtet wurde das Freiheitsdenkmal während der ersten lettischen Unabhägnigkeit, die leider nur kurz Bestand hatte. In den Jahren 1910 bis 1915 zierte den Platz ein beeindruckendes Reiterstandbild Peter des Großen. Im Jahr 1918 wurde die Republik Lettland gegründet, was aus einem wachsenden Nationalgefühl der Letten hervorging. Gerade in den 1920er Jahren erreichte Lettland auch eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, die vorher nicht zu erahnen war. In den Jahren zwischen 1931 bis 1935 entstand entsprechend auch das Freiheitsdenkmal, welches sich am heutigen Freiheitsboulevard befindet. Finanziert durch Spenden aus der Bevölkerung und entworfen durch Ernests Štālbergs und durch den Bildhauer Kārlis Zāle realisiert, hat das Denkmal mit viel Glück auch die Zeiten der erneuten Besatzung durch Deutschland und der Sowjetunion überstanden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es Pläne das Denkmal zu spregen, doch die Künstlerin und Schülerin von Kārlis Zāle, Vera Muchina hat sich für den Erhalt eingesetzt. Während der russischen Herrschaft wurde das Werk zwar aufgrund seines künstlerischen Werts nicht abgetragen, doch ihm gegenüber wurde ein Lenindenkmal errichtet, welches im Gegensatz zur lettischen Freiheitsstatue den Blick gen Osten richtet.

Das Freiheitsdenkmal heute

Seit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands im Jahre 1990 ist das Freiheitsdenkmal für die Letten nicht nur ein Denkmal, sondern ein Ort, der die Geschichte lebendig hält. Lettische Hochzeitspaare legen hier Blumen nieder. Am Fuße der Freiheitsstatue findet das jährliche Liederfest statt, es werden Versammlungen abgehalten und Schüler und Studenten feiern hier ihren Abschluss. Doch auch Politiker aus aller Welt halten hier Ihre Ansprachen. Die Bedeutung des Denkmals wird auch deutlich, da eine Ehrengarde täglich zwischen 9 und 18 Uhr vor dem Denkmal abgestellt ist und dieses „bewacht“.

Weitere Infos

AdresseZentralbezirk, Riga, LV-1050, Lettland
Webseitewww.latvia.travel
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten56.9515, 24.1133