Gent war im Mittelalter dank seiner Tuchindustrie eine der reichsten Städte Belgiens und Europas. Noch heute erinnert der geschichtsträchtige Stadtkern mit seinen prachtvoll verzierten Bauten an diese Blütezeit als wirtschaftliches Zentrum Flanderns. Türme, Zunfthäuser und mittelalterliche Lagerhäuser säumen die Kanäle und prägen eine der eindrucksvollsten Altstädte Belgiens.
Anders als das oft überlaufene Brügge ist Gent zugleich eine lebendige Universitätsstadt mit junger Szene, Cafés und Festivals. So treffen historische Kulisse und studentisches Leben hier auf engem Raum aufeinander.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Gent
- Sankt-Bavo-Kathedrale – Heimat des Genter Altars „Die Anbetung des Lammes Gottes“ der Brüder van Eyck, eines der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte.
- Gravensteen – die gut erhaltene mittelalterliche Grafenburg mitten in der Stadt, mit Rundgang und Aussicht.
- Graslei und Korenlei – die malerischen Uferzeilen am alten Hafen mit Giebelhäusern aus mehreren Jahrhunderten.
- Belfried von Gent – der UNESCO-gelistete Glockenturm mit Aussichtsplattform über die Altstadt.
- Sankt-Nikolaus-Kirche – die markante gotische Kirche, die zusammen mit Belfried und Kathedrale die berühmte Türmereihe bildet.
- Vrijdagmarkt – der historische Marktplatz, traditionelles Zentrum des Genter Bürgerlebens.
- Patershol – das verwinkelte mittelalterliche Gassenviertel, heute beliebt für Restaurants und Bistros.
- STAM Stadtmuseum – das Museum zur Geschichte und Entwicklung der Stadt in einer ehemaligen Abtei.
Praktische Tipps
Die kompakte Altstadt von Gent erkundest du am besten zu Fuß; ein Großteil ist verkehrsberuhigt. Für längere Wege gibt es ein gutes Netz aus Straßenbahnen und Bussen. Vom Hauptbahnhof Gent-Sint-Pieters bestehen schnelle Zugverbindungen nach Brüssel, Brügge und Antwerpen, was Gent auch als Tagesausflug attraktiv macht. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September mit mildem Wetter; im Juli lohnen sich die Gentse Feesten. Für die Highlights solltest du ein bis zwei Tage einplanen.