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Granada Card

Granada Card, City Pass und Alhambra-Ticket: die Pässe für Granada im Vergleich

Die städtische Granada Card gibt es in vier Typen, dazu kommen zwei kommerzielle Bündel. Der Vergleich zeigt, welcher Pass welchen Alhambra-Eintritt enthält und wann sich keiner lohnt.

Blick über das Albaicín-Viertel von Granada mit weißen Häusern, Zypressen und Kirchtürmen am Hang.

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Granada Card

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Granada City Pass

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Granada Card mit Führung Alhambra

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Alhambra Skip-the-Line Tickets

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Ihr Erlebnis Mit der Granada Card können Sie die wichtigsten Wahrzeichen Granadas besichtigen, einschließlich des Schnelleinlasses zur Alhambra, zu den Nasridenpalästen und zu den Sehenswürdigkeiten d...
Inhaltsverzeichnis

In Granada entscheidet sich die Passfrage an einem einzigen Bauwerk: der Alhambra. Ihre Tickets sind kontingentiert, an feste Zeitfenster gebunden und in der Hauptsaison früh vergriffen, und genau darum kreisen alle Angebote. Zur Wahl stehen die städtische Granada Card (Bono Turístico) in vier frei käuflichen Typen, der Granada City Pass und die Kombination Granada Card mit geführter Alhambra-Tour, beide vom Ticketvertrieb Tiqets, sowie das schlichte Alhambra-Einzelticket. Die großen Pass-Marken Go City und Turbopass führen Granada nicht im Programm, ein Andalusien-Sammelpass existiert ebenfalls nicht.

Die Granada-Pässe im Vergleich

Pass Dauer / Umfang Preis ab Alhambra-Eintritt Weitere Eintritte Nahverkehr
Granada Card 72h 4 aufeinanderfolgende Tage nur beim Anbieter Tagesbesuch mit Alcazaba, Nasridenpalästen und Generalife Stadtmonumente plus fünf andalusische Monumente 9 Busfahrten, 1 Fahrt Touristenzug
Granada Card 48h 3 aufeinanderfolgende Tage nur beim Anbieter Tagesbesuch mit Alcazaba, Nasridenpalästen und Generalife Stadtmonumente 9 Busfahrten, 1 Fahrt Touristenzug
Granada Card 24h 2 aufeinanderfolgende Tage nur beim Anbieter nur Nachtbesuch der Nasridenpaläste Stadtmonumente 9 Busfahrten, 1 Fahrt Touristenzug
Granada Card Jardines 2 aufeinanderfolgende Tage nur beim Anbieter Tagesbesuch von Alcazaba und Generalife, ohne Nasridenpaläste Stadtmonumente 9 Busfahrten, 1 Fahrt Touristenzug
Granada City Pass (Tiqets) Alhambra-Ticket plus ein Zusatzbaustein nur beim Anbieter wahlweise mit oder ohne Nasridenpaläste, als Skip-the-Line-Ticket keine Museen und Klöster nein, stattdessen Hop-on-Hop-off-Zug
Granada Card mit geführter Alhambra-Tour (Tiqets) Führung von 3 bis 4 Stunden plus Pass für 2 Tage nur beim Anbieter geführt mit Fast-Track-Zugang, inklusive Nasridenpaläste wie Granada Card 48h 9 Busfahrten, 1 Fahrt Touristenzug
Alhambra-Ticket einzeln ein Besuch nur beim Anbieter je nach Tarif Gesamtanlage, Gärten mit Generalife oder Nachtbesuch keine nein

Zwei Punkte aus der Tabelle wiegen schwerer als alles andere. Die Stundenangabe im Namen der Granada Card stimmt nicht mit der Gültigkeit überein, und die Typen unterscheiden sich vor allem darin, welchen Teil der Alhambra du zu sehen bekommst. Wer hier danebengreift, steht mit einem Nachtticket vor der Alcazaba.

Granada Card: der Pass der Stadt

Herausgeber ist das städtische Tourismusamt (Ayuntamiento de Granada), verkauft wird über den offiziellen Ticketshop der Stadt. Alle vier frei käuflichen Typen enthalten dasselbe Grundpaket:

  • Ein Alhambra-Eintritt, dessen Art vom Typ abhängt, siehe Tabelle oben.
  • Die Hauptmonumente der Stadt: Kathedrale, Königskapelle, Kartause, Kloster San Jerónimo, Abtei Sacromonte, Parque de las Ciencias, Casa de Zafra, Cuarto Real de Santo Domingo, Museum der Schönen Künste, Casa de los Tiros und das Archäologische Museum.
  • Neun Fahrten im Stadtbus und eine Fahrt mit dem Touristenzug, für die Kopfhörer wird vor Ort ein kleiner Aufpreis fällig. Bei den steilen Wegen zur Alhambra und ins Albaicín ist das kein Nebenposten.
  • Nur in der 72h-Karte: zusätzlich die andalusischen Monumente Corral del Carbón, Bañuelo, Casa del Horno del Oro, Maristán und Palacio de Dar al-Horra.

Zwei Eigenheiten solltest du vor dem Kauf kennen. Erstens die Gültigkeit: Die 72h-Karte läuft über vier aufeinanderfolgende Tage, die 48h-Karte über drei, die 24h-Karte und die Karte Jardines über je zwei. Zweitens die Festlegung: Startdatum und Alhambra-Termin bestimmst du beim Kauf, ändern lassen sie sich danach nicht mehr. Für eine Reise, deren Tagesplan noch wackelt, ist die Karte die falsche Wahl.

Zur oft gelesenen Behauptung, über die Karte gebe es noch Alhambra-Plätze, wenn der reguläre Verkauf ausverkauft ist: Für die Karte ist ein eigenes Kontingent hinterlegt, eine Verfügbarkeitsgarantie folgt daraus nicht. Umgekehrt ist die Karte im Weiterverkauf zeitweise gar nicht zu bekommen. Knapp ist bei diesem Pass nicht der Preis, sondern das Angebot, kaufe also früh.

Neben den vier Typen gibt es die Granada Card Pernocta, die nur teilnehmende Hotels der Stadt ausgeben und die mindestens zwei aufeinanderfolgende Übernachtungen voraussetzt. Dafür ist ein eigenes jährliches Alhambra-Kontingent reserviert; Verkauf und Namenszuweisung laufen über die Handelskammer Granada. Frag bei deiner Unterkunft nach, ob sie teilnimmt, im freien Verkauf gibt es diese Variante nicht.

Für wen: Reisende mit zwei bis vier Tagen in Granada, die neben der Alhambra mehrere Kirchen, Klöster und Museen ansteuern und den Bus regelmäßig nutzen. Und alle, die ihr Alhambra-Datum ohnehin früh festlegen.

Granada City Pass: das Bündel von Tiqets

Der Granada City Pass stammt nicht von der Stadt, sondern vom Ticketvertrieb Tiqets, und er ist ein zusammenstellbares Paket statt eines klassischen Passes. Du wählst ein Alhambra-Ticket mit oder ohne Nasridenpaläste, dazu einen Zusatzbaustein: den Hop-on-Hop-off-Zug für einen oder zwei Tage oder eine Flamenco-Show in den Jardines de Zoraya. Die Granada-Audioguide-App mit über 20 Stationen gehört dazu. Das Alhambra-Ticket ist als Skip-the-Line-Ticket ausgewiesen und umfasst in der Vollvariante Alcazaba, Generalife, Palast Karls V., Partal, Alhambra-Museum und die Nasridenpaläste.

Was fehlt, ist erheblich: kein städtischer Nahverkehr und keine Museen und Klöster. Der Pass deckt im Kern die Alhambra plus einen Erlebnisbaustein ab, der Rest der Stadt bleibt außen vor. Der Einstiegspreis liegt deutlich unter dem der Granada Card, was aber vor allem am kleineren Leistungsumfang liegt; der Endpreis hängt stark von den gewählten Bausteinen ab.

Für wen: Kurzbesucher mit ein bis zwei Tagen, denen die Alhambra und ein Abend Flamenco genügen und die keine Museumsrunde planen.

Granada Card mit geführter Alhambra-Tour

Dieses Produkt, ebenfalls über Tiqets vertrieben, verbindet eine drei- bis vierstündige geführte Alhambra-Tour mit Fast-Track-Zugang zu Nasridenpalästen, Alcazaba, Generalife und Palast Karls V. mit einem Pass-Teil für zwei Tage, der Kathedrale, Königskapelle, San Jerónimo, Parque de las Ciencias und die Museen umfasst, dazu die neun Busfahrten und die Fahrt mit dem Touristenzug. Inhaltlich entspricht dieser Pass-Teil der städtischen Granada Card 48h, der Aufpreis gegenüber der reinen Karte ist der Preis für die Führung.

Ein Punkt ist für deutschsprachige Reisende wichtig: Geführt wird auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch, eine deutschsprachige Führung ist nicht ausgewiesen. Prüfe das vor der Buchung, sonst zahlst du für eine Erklärung, der du nur zur Hälfte folgst.

Für wen: alle, die die Alhambra erklärt bekommen wollen und mit einer der angebotenen Sprachen zurechtkommen. Wer ohne Führung auskommt, kauft die städtische Karte und spart den Aufpreis.

Wenn das Alhambra-Ticket allein reicht

Das Patronato de la Alhambra y Generalife verkauft drei Tarife: die Gesamtanlage am Tag, Gärten mit Generalife am Tag und den Nachtbesuch der Nasridenpaläste. Der Tarif für die Gesamtanlage liegt unter jedem Passpreis, enthält aber eben auch nichts außer der Alhambra. Nahverkehr und Stadtmuseen zahlst du separat.

Für wen: Reisende mit einem einzigen vollen Tag in Granada, die die Alhambra sehen und den Rest der Zeit im Albaicín, im Sacromonte und in den Tapas-Bars verbringen.

Lohnt sich ein Granada-Pass? Die Rechnung

Die Prüfung ist schnell gemacht. Schreib die Ziele auf, die du wirklich ansteuerst, hol dir die aktuellen Einzelpreise und stell die Summe dem Passpreis gegenüber. Drei Regeln helfen dabei:

  • Der Alhambra-Tarif ist der Sockel, nicht die Rechnung. Jeder Pass enthält ihn, die Granada Card kostet aber ein Mehrfaches davon. Dieses Aufgeld holst du erst über die weiteren Eintritte wieder herein, und dafür brauchst du mehrere zusätzliche Ziele aus der Liste der enthaltenen Monumente, nicht eines oder zwei.
  • Die Busfahrten zählen mit. Neun Fahrten sind kein Zierat, wenn deine Unterkunft unten in der Stadt liegt und die Alhambra oben. Wer ohnehin täglich mehrfach fährt, verschiebt die Rechnung spürbar zugunsten der Karte.
  • Planungssicherheit ist ein eigener Wert. Der Pass nimmt dir die separate Ticketsuche für die Alhambra ab. Was dir das wert ist, entscheidest du, es steht in keiner Preistabelle.

Kein Pass lohnt sich, wenn du nur einen Tag bleibst und außer der Alhambra nichts Kostenpflichtiges vorhast, wenn du dein Alhambra-Datum noch nicht festlegen willst oder wenn dein Granada vor allem aus Gassen, Aussichtspunkten und Tapas besteht. Kirchgänge, der Blick vom Mirador San Nicolás und der Bummel durch das Albaicín kosten nichts, und für zwei, drei Eintritte kaufst du besser Einzeltickets.

Welcher Pass für wen?

  • Drei bis vier Tage mit dichtem Kulturprogramm: Granada Card 72h. Der einzige Typ, der neben den Stadtmonumenten auch die andalusischen Monumente enthält.
  • Zwei bis drei Tage, Alhambra am Tag plus Kathedrale und Museen: Granada Card 48h. Der Standardfall für eine klassische Städtereise.
  • Kurzer Aufenthalt, Alhambra am Abend: Granada Card 24h, aber nur, wenn dir der Nachtbesuch der Nasridenpaläste genügt. Alcazaba und Generalife sind darin nicht enthalten.
  • Gärten statt Paläste: Granada Card Jardines. Sinnvoll, wenn die Nasridenpaläste ausgebucht sind oder dich vor allem der Generalife interessiert.
  • Alhambra plus Flamenco oder Sightseeing-Zug, ohne Museumsrunde: Granada City Pass.
  • Alhambra mit Führung: Granada Card mit geführter Alhambra-Tour, sofern eine der angebotenen Sprachen für dich passt.
  • Nur die Alhambra: Einzelticket beim Patronato. Alles andere zahlst du dann ohnehin einzeln.

Was für die Alhambra unabhängig vom Pass gilt

Diese Regeln macht das Patronato, nicht der Passanbieter. Sie gelten für Pass-Inhaber genauso wie für Einzelbesucher:

  • Feste Uhrzeit für die Nasridenpaläste. Der Zutritt ist auf die aufgedruckte Zeit terminiert, die Kapazität liegt bei 300 Personen je halbe Stunde. Wer sein Fenster verpasst, verliert den Anspruch auf diesen Teil des Besuchs, der Rest der Anlage bleibt zugänglich.
  • Tickets sind personengebunden. Sie sind nicht übertragbar, am Eingang wird die Identität kontrolliert, Ausweis oder Reisepass im Original gehören in die Tasche. Die Namen müssen deshalb schon beim Kauf korrekt eingetragen sein.
  • Öffnungszeiten. Vom 15.10. bis 31.03. täglich 8:30 bis 18:00 Uhr, vom 01.04. bis 14.10. täglich 8:30 bis 20:00 Uhr. Nachtbesuche der Nasridenpaläste im Winter freitags und samstags 20:00 bis 21:30 Uhr, im Sommer dienstags bis samstags 22:00 bis 23:30 Uhr. Geschlossen ist am 25.12. und am 01.01.
  • Die Stadtmonumente haben eigene Zeiten. Kathedrale, Königskapelle und Klöster schließen mittags oder sonntags teilweise. Bei einer Karte mit nur zwei Gültigkeitstagen entscheidet das darüber, wie viele Ziele du tatsächlich schaffst.

Leg deinen Tagesplan grob fest, bevor du kaufst, dann beantwortet sich die Passfrage fast von selbst. Welche Ziele in Granada sich lohnen, findest du in unserer Übersicht zu Granada.

Häufige Fragen

Granada Card 24h, 48h oder 72h, welche Variante ist die richtige? +
Entscheidend ist nicht die Stundenzahl, sondern die Art des Alhambra-Eintritts. Die 72h- und die 48h-Karte enthalten den Tagesbesuch mit Alcazaba, Nasridenpalästen und Generalife. Die 24h-Karte enthält nur den Nachtbesuch der Nasridenpaläste, ohne Alcazaba und Generalife. Die Karte Jardines enthält Alcazaba und Generalife am Tag, aber keine Nasridenpaläste. Die 72h-Karte umfasst als einzige zusätzlich die andalusischen Monumente Corral del Carbón, Bañuelo, Casa del Horno del Oro, Maristán und Palacio de Dar al-Horra.
Wie lange gilt die Granada Card wirklich? +
Länger, als der Name sagt. Die 72h-Karte gilt vier aufeinanderfolgende Tage, die 48h-Karte drei, die 24h-Karte und die Karte Jardines je zwei aufeinanderfolgende Tage. Die Stundenangabe im Produktnamen ist irreführend, plane mit den Tagen.
Ist der Nahverkehr in den Granada-Pässen enthalten? +
In der städtischen Granada Card ja: Sie enthält neun Fahrten mit dem Stadtbus und eine Fahrt mit dem Touristenzug, für Kopfhörer wird vor Ort ein kleiner Aufpreis fällig. Der Granada City Pass enthält keinen städtischen Nahverkehr, sondern wahlweise den touristischen Hop-on-Hop-off-Zug. Beim Alhambra-Einzelticket kaufst du Busfahrscheine ohnehin separat.
Kann ich den Alhambra-Termin der Granada Card nachträglich ändern? +
Nein. Startdatum und Alhambra-Besuchstermin legst du beim Kauf fest, danach sind sie nicht mehr änderbar. Wer sein Reiseprogramm noch offen halten will, ist mit der Karte schlecht bedient. Auch mit Pass gilt für die Nasridenpaläste das gebuchte Zeitfenster, versäumst du es, verfällt dieser Teil des Besuchs.
Lohnt sich ein Granada-Pass? +
Rechne nach: Stelle dem Passpreis die Summe aus dem Alhambra-Tarif, den Eintritten deiner weiteren Wunschziele und den Busfahrten gegenüber. Die Karte kostet deutlich mehr als der reine Alhambra-Tarif, dieses Aufgeld musst du über zusätzliche Besuche wieder einholen. Wer nur die Alhambra sehen und ansonsten durch Albaicín und Altstadt bummeln will, fährt mit dem Einzelticket besser.