Italien wird von einem dichten Netz aus rund zwei Dutzend Verkehrsflughäfen erschlossen – von den großen internationalen Drehkreuzen in Rom und Mailand über die Ferienflughäfen Siziliens und Sardiniens bis zu den Stadtflughäfen von Venedig, Neapel und Bologna. Welcher Airport der richtige ist, hängt vom Ziel ab: Für eine Städtereise zählt die Anbindung ans Zentrum, für den Strandurlaub die Nähe zur Küste. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Flughäfen mit ihrem IATA-Code, ihrer Lage und dem schnellsten Weg in die Stadt.
Die wichtigsten Flughäfen Italiens
Die großen Drehkreuze
- Rom-Fiumicino (FCO) – „Leonardo da Vinci“, der größte Flughafen des Landes und wichtigste Langstrecken-Hub. Direkter Bahnanschluss mit dem Leonardo Express nach Roma Termini.
- Mailand-Malpensa (MXP) – Norditaliens internationales Drehkreuz für Linien- und Interkontinentalflüge, mit dem Malpensa Express ins Zentrum.
- Mailand-Bergamo (BGY) – Orio al Serio, einer der größten Low-Cost-Flughäfen Europas, Basis vieler Billigflieger Richtung Mailand.
Stadt- und Ankunfts-Flughäfen
- Mailand-Linate (LIN) – stadtnah, vor allem für Inlands- und Europaflüge, per Metro M4 direkt ans Zentrum.
- Rom-Ciampino (CIA) – der kleinere Rom-Airport, Schwerpunkt Billigflieger.
- Venedig-Marco Polo (VCE) – Tor zur Lagunenstadt, Anbindung per Bus und Wassertaxi/Vaporetto.
- Neapel-Capodichino (NAP) – sehr stadtnah, Sprungbrett für Amalfiküste, Pompeji und Capri.
- Bologna (BLQ) – „Guglielmo Marconi“, per People Mover (Marconi Express) an den Bahnhof, idealer Toskana- und Emilia-Romagna-Zubringer.
- Pisa (PSA) und Florenz-Peretola (FLR) – die beiden Toskana-Flughäfen.
- Turin (TRN), Verona (VRN), Genua (GOA) – die übrigen norditalienischen Stadtflughäfen.
Ferien- und Inselflughäfen
- Catania (CTA) und Palermo (PMO) – die beiden Hauptflughäfen Siziliens.
- Olbia (OLB) und Cagliari (CAG) – Sardinien (Costa Smeralda und Süden).
- Bari (BRI) und Brindisi (BDS) – Apulien und der Süden des Festlands.
Ankunft und Transfer in die Stadt
In den großen Städten ist die Bahn fast immer die schnellste Wahl: In Rom bringt der Leonardo Express vom Flughafen Fiumicino in gut einer halben Stunde nach Termini. In Mailand verbindet der Malpensa Express den Flughafen mit den Bahnhöfen Cadorna und Centrale, während Linate seit 2022 per Metro M4 direkt erreichbar ist. Bologna nutzt den Marconi Express, einen automatischen People Mover zum Hauptbahnhof. In Venedig geht es per Flughafenbus (ATVO/ACTV) auf den Piazzale Roma oder stilvoller per Alilaguna-Boot über die Lagune. In Neapel liegt Capodichino so nah am Zentrum, dass der Alibus-Shuttle in wenigen Minuten am Hauptbahnhof und am Hafen hält.
Details zu Terminals, Verbindungen und Fahrpreisen findest du auf den Seiten der großen Ankunfts-Hubs: Flughafen Rom, Flughafen Mailand, Flughafen Venedig und Flughafen Neapel.
Welcher Flughafen für welches Ziel?
- Rom & Latium: Fiumicino (FCO), für Billigflieger Ciampino (CIA).
- Mailand & Oberitalien: Malpensa (MXP), Linate (LIN) oder Bergamo (BGY).
- Toskana (Florenz, Siena, Pisa): Florenz (FLR), Pisa (PSA) oder ersatzweise Bologna (BLQ).
- Venetien (Venedig, Verona): Venedig-Marco Polo (VCE) oder Verona (VRN).
- Amalfiküste, Pompeji, Capri: Neapel (NAP).
- Sizilien: Catania (CTA) für den Osten (Ätna, Taormina, Syrakus), Palermo (PMO) für den Westen.
- Sardinien: Olbia (OLB) für die Costa Smeralda, Cagliari (CAG) für den Süden.
- Apulien: Bari (BRI) oder Brindisi (BDS).
Inlandsflüge und Anreise innerhalb Italiens
Zwischen den Festlandstädten ist der Frecciarossa-Highspeed-Zug oft die bessere Wahl als das Flugzeug: Rom–Mailand dauert von Zentrum zu Zentrum rund drei Stunden, Rom–Neapel gut eine Stunde – jeweils ohne Sicherheitskontrolle und Vorlaufzeit. Ein Inlandsflug lohnt sich vor allem auf die Inseln (Sizilien, Sardinien) und auf den langen Strecken in den tiefen Süden. Für die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum bündeln Rom und Mailand die meisten Direktverbindungen; Ferienziele wie Catania, Olbia oder Bari werden saisonal auch direkt angeflogen.