Die Kanarischen Inseln

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Die Kanarischen Inseln

Die Kanarischen Inseln

An Lobgesängen und Superlativen mangelt es den Kanarischen Inseln nicht. Dies ist das Archipel unter der Sonne, ein Schatz der Natur jenseits von Afrika. Gestaden zum Träumen. Die sieben Inseln sind Perlen im Meer – und jede von ihnen präsentiert ihr ganz typisches und persönliches Gesicht.

Nicht zuletzt deshalb schwärmen viele Urlauber von der Vielfalt der Kanaren und damit von einem Kontinent im Taschenformat. Wer nach einem knapp fünfstündigen Stunden Flug seinen Fuß auf Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera oder El Hierro setzt, der hat sich für ein zukunftsträchtiges Urlaubsmodell entschieden, denn er kann dort wählen zwischen Massentourismus und individuellem Flair.

Schönes Wetter das ganze Jahr

Die Sonne ist auf den Kanarischen Inseln zweifellos kein Produkt einer Hexerei. Sie ist allgegenwärtig. Auch deshalb, weil die Unendlichkeit der Sahara nicht fern ist. Und doch schickt die afrikanische Wüste nur an Ausnahmetagen ein Hitzeschild hinüber zu den Inseln im Atlantik, denn der Ozean dient mit seinen erfrischenden Brisen fast immer als eine Barriere.

Wenn in Mitteleuropa Väterchen Frost regiert, meldet Las Palmas auf Gran Canaria fast immer „23 Grad und Sonnenschein“, und die Wassertemperaturen sind selbst im Winter stets ein paar Grad höher als die Nordsee an einem heißen Tag im August.

 

Liebenswerte Gastgeber auf sieben Inseln

Das Archipel vor der kontinentalen Haustür lässt sich gern als „Badewanne Europas“ bezeichnen. Die Menschen auf den Inseln verstehen diese Auszeichnung als Lob und deren liebenswerten Bewohner begrüßen die Gäste aus einer anderen Welt mit offenen Armen. Auch wenn diese Punkte im Meer sehr unterschiedlich sind, so vereint sie doch die Herzlichkeit der Gastgeber.

Und dabei ist es ziemlich egal, ob man als erwartungsfroher Urlauber ein Hotel mit All-Inclusive-Angebot bezieht oder ein Resort in Strandnähe oder ob man sich für ein Ferienhaus im Grünen entscheidet. Gastfreundschaft ist überall garantiert.

 

Alexander von Humboldt und die „grünen Gärten“

Der weitgereiste Naturforscher Alexander von Humboldt schwärmte einst von den Kanarischen Inseln als den „Grünen Gärten im Atlantik.“ Ihn verblüffte bei seinen Aufenthalten vor allem die Vielfältigkeit der Landschaftsformen. Es sind Inseln, aus Feuer geboren und ihre zumeist schwarzen Stränden sind vulkanischen Ursprungs. Sie müssen an einem ganz besonderen Tag der Schöpfungsgeschichte entstanden sein, denn auf engstem Raum zeigt sich dort eine einzigartige Vegetation. Wo der „Ewige Frühling“ zu Hause ist, hat die Blütezeit eine immer währende Saison.

 

Sanftmütig und aufgeschlossen – feurig und kühl

Schwimmen, Wandern – Sonnenbaden! Auf den Kanarischen Inseln nehmen die Hochgenüsse für Urlauber kein Ende. Für manche von ihnen haben Bettenburgen einen ganz besonderen Charme, andere bevorzugen die Natur als menschenleeres Phänomen. Keine Frage: Diese Inseln im Atlantik bieten allen Zielgruppen etwas ganz Spezielles, und die sieben ungleichen Geschwister sind von einem höchst unterschiedlichen Charakter. Die einen geben sich sanftmütig und aufgeschlossen, andere präsentieren sich feurig und schroff oder üppig und verschwiegen. Die Kanaren sind eine Inselwelt voller angenehmer Kontraste und es fällt schwer, sie in eine qualitative Rangordnung zu pressen.

 

Die Insulaner bleiben lieber zu Hause

Wenn man die Insulaner fragt, wo sie auf den Kanaren am liebsten Urlaub machen, dann erntet man oft ein stilles Lächeln. Die wenigsten verlassen ihre Gestade, um sich auf einer der Nachbarinseln zu erholen. Getreu dem Motto „My home is my castle“ bleiben sie in ihrer gewohnten Umgebung und genießen dort alles, was ihre Traumwelt ihnen zu bieten hat.

Und das ist nicht gerade wenig. Etliche Einwohner genießen die sogenannte „Blaue Stunde“ am Strand oder auch nach einer Wanderung in luftiger Höhe. Dort erfreuen sie sich dann an ihrem Logenplatz über den Wolken und blicken hinüber zu den nachbarlichen Schwestern. Wer einen Rastplatz in den Gefilden der Götter gefunden hat, der spürt, wie eng diese Inselwelt zusammen gehört und wie unterschiedlich sie doch ist.

 

Die köstliche Tunke aus dem Koriander-Kraut

Und da der Weg zur Liebe bekanntlich durch den Magen geht, kennt fast jeder Einwohner der Kanarischen Inseln einen Lieblings-Gastronomen. Meist steht der am Herd in seiner Küche und serviert die rustikalen Kreationen dieser Region. Sie werden sehr selten mit gastronomischen Sternen dekoriert, doch das ist für die Menschen auf den Kanaren eher nebensächlich. Im Restaurant oder Bar ihrer Wahl genießen sie dann ihre „papas arrugas“ – schrumpelige Kartoffeln, auf denen die Salzkristalle funkeln. Denn kein Canario käme auf die Idee, die Erdäpfel zu pellen. Sie verzehren sie mit ihrer salzigen Schale und garnieren diese mit einem Löffel Mojo. Man sollte diese Garnitur probieren, denn Mojo ist eine köstliche Tunke aus dem Kraut von Koriander.

 

Kleinkind-Kost und der Ritt auf einem Dromedar

Die Kanarischen Inseln bieten Urlaubserlebnisse für alle Altersgruppen. Selbst für Babys ist gesorgt, denn dank einer exzellenten Infrastruktur gibt es in jedem der zahlreichen Supermärkte Kleinkind-Kost und Windeln. Und bei den Mietwagen-Unternehmen ist es selbstverständlich, dass – bei Bedarf – Kindersitze mitgeliefert werden. Und wenn sich die Familien nicht gerade auf so bergigen Inseln wie La Palma, El Hierro oder La Gomera einnisten, werden die jüngsten Mitglieder auch Spaß daran haben, mit ihren Eltern mit dem Kinderrad die Umgebung zu erkunden. Auf Lanzarote winkt dann für alle ein ganz besonderes Vergnügen: Ein Ritt im Sattel eines Dromedars durch durch eine eindrucksvolle Lava-Landschaft.

 

Der Atlantische Ozean ist kein Planschbecken

Allerdings sollten die Urlauber auf den Kanarischen Inseln eines beherzigen: Der Atlantik ist unberechenbar und alles andere als ein Planschbecken. Insbesondere an den Nord- und Westküsten der Inseln ist Vorsicht geboten, denn es können sich binnen kürzester Zeit enorme Wellen aufbauen. Ansonsten sind die sieben Inseln unter der Sonne ein sicheres Urlaubsdomizil. Wer die normalen Regel beherzigt und beim Parken des Mietwagens keine wertvollen Gegenstände im Inneren belässt, der kann unbesorgt auf Schusters Rappen durch die Schluchten wandern. Taschendiebe haben in den Touristen-Hochburgen allerdings zu Zeiten des bunten Karnevalstreibens und auf Wochenmärkten Konjunktur.

 

An vielen Stränden weht die Blaue Flagge

Auch die Strände sind weitgehend sicher. An vielen Gestaden weht die Blaue Flagge für sauberes Wasser und akzeptable hygienische Bedingungen und an den Hotspots des Wassersports wachen geschulte Helfer darüber, dass sich niemand zu weit aufs Meer wagt. Einige Buchten, zum Beispiel auf Gran Canaria und Teneriffa, sind zwar stärker frequentiert, doch dafür gibt es hier auch ein größeres Angebot an Surfbrettern und Tretboten. Für die jüngeren Badegäste ist der Ritt auf einer großen Banane ein Gaudi, und bei der Fahrt mit dem Wasserbob finden auch die Eltern ihre Vergnügen. In der Regel ist der Sand an den Stränden schwarz und die Erinnerung an vulkanische Tätigkeiten auf allen Inseln.