Kirchen in Stockholm

In  der Stadt Stockholm gibt es mehr als 100 Kirchen. Viele davon stammen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert und geben einen tiefen Einblick in die schwedische Geschichte, Architektur und Politik vergangener Jahrhunderte. Bischofssitz wurde Stockholm erst 1942.  Zuvor gehörten die Stadtteile nördlich des Mälaren zum Erzbistum Uppsala, die südlichen zum Bistum Strangnäs. Das heutige Bistum Stockholm (schwedisch: Stockholms stift) besteht aus 61 Kirchengemeinden, zu denen mehr als 200 Kirchen gehören. Die ältesten und bekanntesten Kirchen findet man in Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm. Neben der ältesten Kirche, der Storkyrkan, finden sich hier auch die Kirchen der deutschen und finnischen Gemeinde.

Deutsche Kirche St. Gertrud

Die Kirche St. Gertrud  ist mit ihrem 96 m hohem Turm das höchste Gebäude der Stockholmer Altstadt Gamla Stan. Sie wird meist als Deutsche Kirche bezeichnet (Tyska kyrkan), da sie seit 1571 die Kirche der deutschen Gemeinde in Stockholm ist, der ältesten deutschen Auslandsgemeinde.

Storkyrkan

Die Sankt-Nikolai-Kirche in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan wird meist nur Storkyrkan (die große Kirche) genannt. Sie ist die älteste Kirche der Stadt und liegt direkt neben dem Stockholmer Schloss.  Seit 1942 ist sie auch Bischofssitz und damit Domkirche der Diözese Stockholm.

Riddarholmskirche

Die Riddarholmskyrka ist die königliche Begräbniskirche auf der kleinen Insel Riddarholmen im Zentrum Stockholms. Ihr markanter Backsteinturm mit seinem gusseisernen Turmhelm ist eines der Wahrzeichen der Stadt und prägt die Silhouette der Stockholmer Altstadt wie kaum ein zweites Gebäude.

Stockholm - Die Finnische Kirche in Stockholm

Die finnische Kirche

Von den Kirchen in der Stockholmer Innenstadt ist die finnische Kirche vermutlich die unbekannteste. Wer in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan unterwegs ist sollte sich aber vom unscheinbaren Äußeren nicht täuschen lassen und zumindest einen kurzen Abstecher in die kleine Kirche direkt gegenüber dem Stockholmer Schloss wagen. Bei Touristen besonders beliebt ist der nur 14 cam große Järnpoijke im Hinterhof der Kirche – die kleinste Statue Schwedens.

Katharinenkirche

Eine der schönsten Kirchen Stockholms ist die weithin sichtbare Katharinenkirche (katarina kyrka) im Stadtteil Södermalm. Erbaut wurde sie im 17. Jahrhundert, als sich die schwedische Hauptstadt auszudehnen begann und die Bewohner der neuen Stadtviertel neue Gemeinden bildeten. Der prächtige Barockbau mit einem Grundriss in der Form eines griechischen Kreuzes ist die erste Zentralkirche auf schwedischem Boden. Die Kirche wurde zweimal von Bränden fast völlig zerstört; nach dem ersten Feuer erhielt sie den heutigen achtseitigen Glockenturm.

Adolf Friedrich Kirche

Die 1774 eingeweihte Adolf Friedrich Kirche (Adolf Fredriks kyrka) im Stadtteil Norrmalm gehört zu den bekanntesten Kirchen Stockholms. Ihren Namen verdankt sie dem aus Schleswig stammenden schwedischen König Adolf Friedrich, der 1768 hier persönlich den Grundstein  legte. Berühmt ist die Kirche nicht nur wegen ihrer Architektur und Inneneinrichtung, sondern vor allem auch wegen ihres Friedhofes, auf dem viele berühmte Personen begraben sind.

Oscarskirche

Die neogotische Oscarskirche liegt im Stadteil Östermalm in der Nähe des Historischen Museums, gut sichtbar an der Kreuzung von Narvavägen und Storgatan. Sie ist nach dem schwedischen König Oscar II (1829 – 1907) benannt, der die Kirche im Jahre 1903 selbst einweihte. Die von Gustaf Hermansson entworfene dreischiffige Hallenkirche bietet Platz für 1200 Besucher und ist damit eine der größten und wichtigsten Kirchen Stockholms.

Stockholm - Klara Kyrka

Die Klarakirche

Die Klarakirche (schwedisch: Klara kyrka oder Sankta Klara kyrka) befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofs im Stadtteil Norrmalm. Die im 16. Jahrhundert aus roten Ziegeln erbaute Kirche ist mit ihrem 116 m hohen Kirchturm die zweithöchste Kirche Skandinaviens (nach dem Dom in Uppsala) und das fünfthöchste Gebäude Schwedens.

Hedvig Eleonora Kirche

Die Hedvig Eleonora Kirche im Stadtteil Östermalm ist nach der Gattin des schwedischen Königs Karl X. Gustav (1622–1660), Königin Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf benannt. Nach Grundsteinlegung im Jahr 1969 wurde die Kirche 1737 eingeweiht, die markante Kuppel wurde in den Jahren 1866-1868 hinzugebaut.

Maria Magdalena Kirche

Die St. Maria Magdalena Kirche befindet sich im im Norden des Stadtteils Södermalm, zwischen Slussen und dem Mariatorget. Die 1634 eingeweihte Kirche wurde im 17. Jahrhundert mehrfach umgebaut und 1759 durch einen Brand schwer beschädigt. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie durch den Wiederaufbau in den Jahren 1760-1763 nach Plänen des Stockholmer Architekten Carl Johan Cronstedt. Der heutige Kirchturm im neoklassizistischen Stil wurde 1825 fertiggestellt.

Engelbrektskirche

Die im nationalromantischen Stil erbaute Engelbrektskirche gehört zu den eindrucksvollsten Bauten des Stadtteils Östermalm. Sie wurde nach Plänen des Architekten  Lars Israel Wahlman 1914 fertiggestellt und ist mit 1400 Plätzen eine der größten Kirchen Stockholms.