Kyoto ist die Stadt der Tempel, Schreine und Gärten – nirgendwo sonst ist das traditionelle Japan so greifbar. Diese Highlights solltest du bei einem ersten Besuch gesehen haben, von den roten Toren des Fushimi Inari bis zum Bambuswald von Arashiyama. Da die Ziele über die Stadt verteilt liegen, lohnt es sich, sie nach Stadtteilen zu planen und früh am Morgen zu starten.
1. Fushimi Inari-Taisha
Der Schrein Fushimi Inari-Taisha ist berühmt für seine tausenden leuchtend roten Torii-Tore, die sich in langen Tunneln den Berg hinaufziehen. Der Besuch ist kostenlos und rund um die Uhr möglich – am frühen Morgen oder spät am Abend ist es am ruhigsten. Der komplette Aufstieg dauert gut zwei Stunden.
2. Kinkaku-ji (Goldener Pavillon)
Der Kinkaku-ji ist ein vergoldeter Tempelpavillon, der sich malerisch in einem Teich spiegelt – eines der meistfotografierten Motive Japans. Das Gelände ist kompakt und in etwa einer Stunde zu sehen; bei Sonnenschein leuchtet das Gold besonders eindrucksvoll.
3. Kiyomizu-dera
Der Kiyomizu-dera thront an einem Berghang im Osten der Stadt auf einer mächtigen Holzterrasse mit weitem Blick über Kyoto. Über die historischen Gassen Sannenzaka und Ninenzaka gelangst du hinauf, vorbei an Teehäusern und Souvenirläden. Eintritt erforderlich.
4. Arashiyama-Bambuswald
Der Bambuswald von Arashiyama im Westen der Stadt ist ein dichtes, grünes Wegenetz aus meterhohen Bambushalmen. Der Pfad selbst ist frei zugänglich; in der Nähe lohnen sich der Tempel Tenryu-ji und die Togetsukyo-Brücke. Früh kommen, denn der Andrang ist groß.
5. Gion
Das historische Viertel Gion ist Kyotos berühmtestes Geisha-Viertel mit traditionellen Holzhäusern und Teehäusern. Am frühen Abend kannst du mit etwas Glück Maiko und Geiko auf dem Weg zur Arbeit sehen – bitte respektvoll und auf Distanz, das Fotografieren ist in den Gassen teils untersagt.
6. Ryoan-ji
Der Zen-Tempel Ryoan-ji beherbergt den berühmtesten Steingarten Japans: fünfzehn Steine auf gerechtem Kies, von denen man nie alle gleichzeitig sieht. Ein Ort der Stille, ideal für eine ruhige Pause vom Trubel der großen Sehenswürdigkeiten.
7. Kaiserpalast Kyoto
Der Kaiserpalast im Zentrum war einst Wohnsitz der japanischen Kaiser. Der Eintritt in den weitläufigen Park und zum Palast ist kostenlos; rund um den Palast lässt sich entspannt spazieren gehen.
8. Nijo-Burg
Die Nijo-Burg war die Residenz des Shoguns in Kyoto und beeindruckt mit prunkvollen Innenräumen und den berühmten „Nachtigallenböden“, die bei jedem Schritt singen. Die Gartenanlage und die Wehrmauern machen den Besuch zu einem Ausflug in die Samurai-Zeit.
9. Ginkaku-ji (Silberner Pavillon)
Der Ginkaku-ji im Osten der Stadt ist trotz seines Namens nicht versilbert, besticht aber durch seinen kunstvollen Sandgarten und Moosgarten. Von hier startet der Philosophenweg, ein schöner Spazierweg entlang eines Kanals, besonders zur Kirschblüte.
10. Sanjusangen-do
Die Tempelhalle Sanjusangen-do beherbergt 1.001 vergoldete Statuen der Göttin Kannon in einer der längsten Holzhallen Japans – ein eindrucksvoller Anblick. Ein eher ruhiges, weniger überlaufenes Ziel mit Eintritt.
Praktische Tipps
Gruppiere die Tempel nach Stadtteilen, um Wege zu sparen, und starte früh am Morgen, bevor sich Fushimi Inari und Arashiyama füllen. Halte etwas Bargeld für die Eintritte bereit und beachte, dass viele Tempel am frühen Abend schließen. Für die Fortbewegung sind Bus und Bahn ideal; ein Tagesticket lohnt sich an Tempel-intensiven Tagen.