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Äthiopien

In diesem Land werden Reisen stets zu Expeditionen. Äthiopien ist das Dach Afrikas und wer sich dort zum Trekking einfindet, der sollte vorher wissen, was ihn dort erwartet. Der größte Teil des Hochlandes, wo der wild zerklüftete Ras Daschan 4.600 Meter in den Himmel ragt, gehört zur Zone „Woina Dega“, dem „Weinland“. Dort findet die Vegetation die besten Bedingungen, und die Menschen, die hier vom Anbau und von der Viehzucht leben, haben sich den Bedingungen längst angepasst. Es regnet in dieser Region sehr oft und lässt auch den Kaffee, Äthiopiens wichtigstes Export-Produkt, prächtig gedeihen. Das Land ist etwa dreimal so groß wie Deutschland und ein beträchtlicher Teil der Einwohner lebt an der Grenze zur Armut.

Die 10 größten Städte des Landes sind die Hauptstadt Addis Abeba, Gonder, Mek’ele, Awassa, Dire Dawa, Bahir Dar, Dese, Jimma, Jijiga und Harar.

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Ratgeber Äthiopien

Äthiopien ist ein leidgeprüftes und durch diverse Bürgerkriege zerrüttetes Land. Der Sturz Haile Selassies, des selbst ernannten „Kaisers“, beendete eine Ära. Der greise Mann, der sich „Löwe von Juda“ nannte, sich in seinem Palast mit zahmen Löwen umgab und sich im Glanz eines unendlichen Reichtums sonnte, wurde schließlich ermordet. Damit starb eine Dynastie, die sich als Erbe von König Salomon und der sagenumwobenen Königin von Saba verstand.

Zurück blieb ein Land am Abgrund – ein schönes und sehr armes Land auf biblischem Boden. Es ist einsam und doch nicht verlassen von der Welt, denn hier blüht noch immer die zarte Pflanze eines in den Kinderschuhen steckenden Tourismus. Wer dort als Gast aus einer anderen Welt das Glück hat, an einer Kaffee-Zeremonie teilnehmen zu dürfen, der versteht, warum die schwarzen Bohnen in diesem Teil Afrikas eine besondere Verehrung erfahren. Die Äthiopier glauben, dass Kaffee die Menschen mit den vier Elementen der Natur verbindet. Als Frucht der Erde, geröstet durch Feuer, mit dem Duft in der Luft und dem Wasser als Geschenk Gottes.

Im Bergland von Kaffa, im Südwesten Äthiopiens, werden die Bohnen geerntet. Das Land nimmt bei der Produktion hochwertigen Kaffees inzwischen einen Spitzenplatz im internationalen Ranking ein. Durch die Verfassung von 1995 ist Äthiopien eine parlamentarische Republik, doch auf dem Weg zu einem modernen Staat wurde die Entwicklung immer wieder durch äußere Einflüsse bedroht. Bereits im 16. Jahrhundert gab es muslimische Überfälle, und die Vielvölkerstruktur brachte zusätzliche Probleme mit sich. Doch wer als Reisender mit offenen Augen diesen Teil des Kontinents bereist, der wird viele Besonderheiten entdecken. In der bergigen Region des Nationalparks Simien Mountains, wo beim Camp Chenek in nahezu 3.600 Metern Höhe Palmen und Riesenlobelien wachsen. Oder im berühmten „Tal der hundert Stimmen“, wo das Flüstern eines Menschen noch kilometerweit zu vernehmen ist. Oder am Berg mit dem ungewöhnlichen Namen „Mamma“, wo man die Bekanntschaft mit Pavianen machen kann.

Wasser ist überall eine Rarität, und wer das romantische Hochtal Dihwara erreichen möchte, der muss sich auf dem Weg dorthin mit schmalen Pfaden begnügen. Höhepunkte einer Tour durch Ägypten sind die Felsenkirchen von Lalibela, die alte Festungsstadt Fasil Ghebbi in Gondar, die Ruinen von Aksum und ein Tal am Unterlauf des Flusses Awash, wo die Überreste von vier Millionen Jahre alten „Vormenschen“ gefunden wurden.