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10 Sehenswürdigkeiten in El Salvador

El Salvador ist größentechnisch der Zwerg von Mittelamerika. Auf einer Landfläche, die gerade einmal der Größe von Hessen entspricht, tummeln sich aber immer noch über 6,5 Millionen Menschen. Geprägt ist El Salvador vor allem von den vielen Vulkanen, den teilweise wilden Landschaften und einer vielfältigen Kultur und Historie. Wer den Weg in das kleine Land findet, wird mit einer Vielzahl an beeindruckenden und atemberaubenden Sehenswürdigkeiten belohnt - besonders, wenn es um die Natur geht.

Bekannt wurde El Salvador zuletzt aber nicht nur wegen seiner wunderschönen Landschaften aus Vulkanen und Pazifikstränden. El Salvador ist auch das erste und einzige Land, das die Kryptowährung Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hat. Diese Entscheidung wird zwar mehr als nur kontrovers diskutiert, prinzipiell könnt ihr in El Salvador vom Hotel bis zum Cappuccino aber alles mit Bitcoin bezahlen. Für alle, die sich informieren wollen: eine Anleitung zum sicheren Kauf von Bitcoins findet ihr hier.

San Salvador

Die Hauptstadt von El Salvador ist auf die verschiedensten Weisen einen Besuch wert. Zum einen ist es natürlich das Zentrum des Landes und beherbergt 1,5 Millionen Einwohner. Sie liegt auch im Schatten gleich mehrere aktiver Vulkane und wird daher von Fremden gerne einmal mit etwas skeptischen Augen betrachtet. Vor allem sind hier aber noch viele Spuren aus der Anfangszeit des Landes zu finden, die Restaurants bieten einheimische Küche und auf den Spuren der Märkte findet man viel von dem, wofür El Salvador steht. Ein Besuch in der Basilica Sagrado Corazon de Jesus zeugt von den Schönheiten der Architektur in dem Land.

Nationalpark El Boquerón

Ein absoluter Pflichtbesuch ist der wohl schönste Nationalpark des Landes, der sich rund um den Vulkan mit den gleichen Namen gebildet hat. Der Aufstieg ist sowohl auf eigene Faust möglich aber auch mit begleiteten Touren und Touristen sollten in El Salvador ganz generell zu den Angeboten der Hotels greifen. Entlang an steilen Hängen geht es den Krater nach oben und überall am Wegesrand blühen die schönsten Pflanzen des tropischen Klimas. Hier erhält man einen echten Blick auf die Natur von El Salvador und oben am Krater angekommen sieht man nicht nur ein atemberaubendes Naturschauspiel im Krater selbst, sondern hat einen faszinierenden Ausblick auf die Hauptstadt San Salvador. Das geht einher mit dem Wissen, was wohl passieren würde, wenn der Vulkan noch einmal ausbricht.

Suchitlán-See

Als Kontrast sollte man sich einen Besuch am Suchitlán-See gönnen. Entstanden ist er durch den Bau eines Wasserkraftwerks und hier an diesem malerischen See wird ein großer Teil der gesamten Energie produziert, die für die Versorgung von El Salvador benötigt wird. Ausufernde Wanderwege und wunderschöne kleine Wiesen mit natürlichen Blumen ebenso wie viele Vögel haben sich im Laufe der Jahre an den Ufern niedergelassen und bieten heute einen angenehmen Rückzugsort neben der Metropole des Landes.

Tazumal-Ruinen

Die Ruinen mit dem Namen Tazumal sind eine von vielen Ruinen, die die Mayas auf dem Gebiet des heutigen El Salvadors hinterlassen haben. Sie waren nicht nur eine Kultstätte, sondern hier sollen auch tatsächliche Mayas gelebt haben. Noch heute sind zwei Pyramiden erhalten, die einen guten Eindruck darüber geben, wie die Mayas einst ihre Tempel errichtet haben und wie eigen die Architektur zu dieser Zeit war. Auch hier kann man sich für eine begleitete Tour entscheiden oder entspannt mit dem Mietwagen anreisen. Es ist übrigens die am weiten im Westen liegende Maya-Stätte und somit möglicherweise ein Teil der größten Ausdehnung des einstigen Reiches der Maya.

Puerta del Diablo

Die Tür des Teufels gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von El Salvador und ist auch eines der Ziele, zu denen man die meisten Touren in den Städten findet. Es ist Teil eines Bergmassivs, das einst auch für Rituale der Mayas genutzt wurde. Vor allem die merkwürdigen Formationen der Felsen und der ebenso vorhandene Vulkan sind die Namensgeber. Auch hier wird der Aufstieg vor allem durch einen tollen Ausblick belohnt, der weit in die Ferne reicht und auch einige der anderen genannten Sehenswürdigkeiten umfasst. Besonders zum Sonnenuntergang wird man hier einen beeindruckenden Moment erleben, an den man mit Sicherheit noch einige Zeit denken wird.

Joya de Cerén

Die Joya de Cerén ist eine weitere Ruine der Mayas auf dem Gebiet von El Salvador und gehört zu den bedeutendsten Funden in ganz Mittelamerika. Daher ist es auch mehr als einfach nur eine Ansammlung von Ruinen, sondern ein ganzes Museum, das teilweise an der frischen Luft liegt und teilweise mit Führungen und überdachten Museen begleitet wird – es gibt sogar noch einen aktiven Teil, bei dem Archäologen weiterhin auf der Suche nach der Lösung von Rätseln über die Mayas sind. Die Einwohner sollen die Stadt rund um das Jahr 835 nach einem Ausbruch der vielen Vulkane in der Region verlassen haben und heute ist das UNESCO-Weltkulturerbe eine der wichtigsten Ausgrabungen über das einfache Leben der Mayas.

Lago de Coatepeque

Entstanden im Krater eines Vulkans – natürlich – ist der Lago de Coatepeque einer der wohl schönsten natürlichen Seen in der gesamten Region und bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten für Badeausflüge und Touren mit kleinen Booten. Ein Vorteil ist auch hier, wie bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten, dass El Salvador bisher nur wenige Touristen anzieht. Man hat also ausreichend Möglichkeiten auch abseits von Touristenmassen eine der Touren in Anspruch zu nehmen oder einfach einen entspannten Tag an diesem malerischen See zu verbringen. Besonders ein Ausflug auf die kleine Insel in der Mitte sollte auf jeden Fall genutzt werden, um ein wenig mehr über die Geschichte des Sees zu erfahren.

Suchitoto

San Salvador mag die Hauptstadt des Landes sein, aber Suchitoto ist das Herz. So sagen es jedenfalls die Einwohner des kleinen Städtchens, das rund 50 Kilometer entfernt von der Hauptstadt liegt und besonders von Künstlern bevölkert wird. Hier lassen sich noch immer viele Spuren aus der Kolonialzeit sehen und darüber hinaus gibt es eine breite Auswahl an Parks, Restaurants und Cafes. Ebenso sind die Märkte und die Läden mit dem Kunsthandwerk ein echter Geheimtipp, wenn man noch auf der Suche nach einem Souvenir aus dem eigenen Urlaub ist.

Los Tercios

Eine Abwechslung zu Seen und Vulkanen bieten die Wasserfälle von Los Tercios. Sie befinden sich im Chorros de la Calera, einem angeblich verwunschenen Tropenwald, in dem man tatsächlich die Natur des Landes auf eine beinahe unberührte Weise erleben kann. Es ist dringend zu empfehlen, dass man sich einen ortskundigen Führer mitnimmt, da die Wanderwege zwar gut ausgebaut sind, sich tatsächlich aber nur sehr wenige Menschen hier her verirren, die nicht ohnehin in der Region leben.

Ruta de las Flores

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten und besonders für einen längeren Ausflug durch das Land geeignet ist die Ruta de las Flores. Die Straße der Blumen führt durch eine Vielzahl von kleinen und großen Dörfern, durch Berge und Vulkane und verbindet die Reise mit einigen der ältesten Traditionen des Landes. Hier wird man das echte El Salvador entdecken und hat viele Möglichkeiten, von den bekannten Straßen abzuweichen und ein Abenteuer zu erleben.