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Reisen mit Anhänger: So wird die Fahrt sicher

Reisen mit dem Wohnwagen gehört für viele Menschen zum festen Ritual. Sie lieben die Flexibilität der Reise und wissen ihren persönlichen Rückzugsort zu schätzen. Was bei Fahrten mit Anhänger zu beachten ist.

Ob Wohnwagen, Pferde- oder Motorradanhänger: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Bevor es losgeht, gibt es einiges zu beachten.

Kurze Checkliste für den Anhänger

  • Ist der Anhänger TÜV geprüft?
  • Reifen kontrollieren / Luftdruck prüfen
  • Reifen, die älter als 6 Jahre alt sind, dürfen mit Anhänger nur noch maximal 100 km/h fahren

Führen Sie ein Reserverad mit sich – nicht nur für das Auto, sondern speziell für den Anhänger. Das Radlager sollte vor der Fahrt ebenfalls kontrolliert werden. Hier gibt es einen einfachen Tipp: Ist beim Drehen der Räder kein mahlendes Geräusche zu vernehmen, haben die Radlager ausreichend Platz.

Lichter des Anhängers prüfen

Zum Sicherheitscheck gehören auch die Lichter des Anhängers. Funktionieren diese einwandfrei? Eine funktionsfähige Bremsbeleuchtung ist auf der Autobahn das A und O. Sind all diese Punkte gecheckt, geht es an die Beladung des Anhängers. Hier ist es wichtig, sich an die definierte Stützlast zu halten. Berechnet wird die Anhängelast inklusive des Fahrzeuggewichts. Die Stützlast darf auf keinen Fall den zulässigen Wert überschreiten. Dazu werfen Fahrende einen Blick in den Führerschein. Mit Fahrerlaubnis der Klasse BE können Anhängerbetriebe bis 3,5 Tonnen gefahren werden. Sie wollen nur einen Anhänger mit einem Maximalgewicht von 750 Kilogramm fahren? Dann reicht ein regulärer Pkw-Führerschein der Klasse B aus.

Mit der passenden Anhängerkupplung fahren

Wer zum ersten Mal mit dem Wohnwagen unterwegs ist und eine neue Anhängerkupplung braucht, kann diese online kaufen. Viele Fahrzeuge sind serienmäßig mit einer Anhängerkupplung ausgestattet – das ist aber nicht bei allen Pkw der Fall. Ein abnehmbares Modell hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Kupplung nur angebracht wird, wenn es in den Camping-Urlaub geht. Wir haben Anregungen für das Camping in Nizza.
Ansonsten lässt sich die Anhängerkupplung im Kofferraum oder in der Garage verstauen. So wird das Erscheinungsbild des Autos nicht gestört. Im Alltag müssen Fahrende ansonsten auf die Überlänge achten, denn die Anhängerkupplung ragt über die hintere Stoßstange hinaus.

Wer oft mit Anhänger fährt, sollte auf eine starre Anhängerkupplung setzen. Diese ist sehr stabil. Ebenfalls passend ist eine schwenkbare Anhängerkupplung, die am Auto unsichtbar versenkt werden kann. Um online die richtige Anhängerkupplung auszuwählen, bedarf es dieser Fahrzeugdaten: Automodell, Hersteller und Motor.

Fahren mit Anhänger: So ändert sich der Stil

Wer zum ersten Mal mit einem Anhänger fährt, wird merken, dass sich die Fahrdynamik ändert. Der Wagen ist natürlich insgesamt länger, sodass auch anders eingeparkt werden muss. Beim Abbiegen schert das Auto weiter aus. Auf engen Straßen ist Vorsicht geboten. Ansonsten schwenkt der Anhänger schnell in den Gegenverkehr aus. Bei Wind können hohe Wohnwagen leichter ins Schleudern geraten, da sie mehr Angriffsfläche für den Wind bieten. Vorsichtig und langsamer Fahren lautet in solchen Momenten das Motto. Weitere Tipps für das Fahren bei Wind und Sturm bietet der ADAC.

Am besten verteilen Fahrende die Beladung des Anhängers gleichmäßig. Spanngurte und Netze sichern Ladungen. Gepäckstücke werden ungesichert schnell zu Geschossen bei einer Vollbremsung.

Wer diese Tipps beherzigt, wird gut und sicher mit einem Anhänger fahren. Werkstätten sind ebenfalls für den Ausbau ausgerüstet.