x

Abenteuer Patagonien

Spektakuläre Fotos in Argentinien schießen

In Patagonien, im Süden von Argentinien, jagen Orcas direkt am Strand. Auf der Peninsula Valdes lassen sich nicht nur die Orcas wunderbar beobachten, sondern auch Südkaper (südliche Glattwale). Überhaupt zählt die Halbinsel zu den tierreichsten Gegenden der Welt und gehört zum Weltkulturerbe. Dort gibt es Pinguine, Seebären und Seeelefanten, Nandos, Albatrosse und Guanokos. Um die Insel führt ein Rundweg von etwa 300 km Länge. Im Inneren der Insel gibt es schlechte Schotterstraßen und Landschaften, die sehr an Wüsten erinnern.

Auf der Halbinsel Valdes haben sich die Orcas eine ganz spezielle Jagdtechnik angeeignet, um Jungrobben zu jagen. Nirgends sonst auf der Welt ist dieses Jagdverhalten zu beobachten. Sie lassen sich absichtlich an den Strand spülen. Dort überraschen sie die Jungrobben, die am Strand liegen und eigentlich von der Brandung getarnt sind. Oft jagen die Orcas sogar in Gruppen und koordinieren die Jagd. Einigen attackieren die Robben, während andere dafür sorgen, dass der Weg zurück ins Meer unmöglich ist. Nach getaner Arbeit zieht die Brandung die Orcas mitsamt ihrer Beute wieder zurück ins Meer.

Eine Gruppe Orcas vor der Küste Patagoniens.

Die ideale Zeit von Februar bis Mitte Mai

Orcas sind ganzjährig rund um die Halbinsel Valdes anzutreffen. Doch so nah am Strand sind sie nur von Februar bis Mitte Mai, wenn ihre Beutetiere überwiegend am Strand sind. An der Punta Norte, der nördlichen Spitze der Halbinsel, auf einem etwas höher gelegeneren Weg ist der beste Platz, um diese spektakulären Szenen zu beobachten und tolle Fotos davon zu machen. Die lassen sich dann in einem schönen Urlaubsfoto-Buch verewigen.

Gelegentlich ist es sogar möglich, ganze Orca-Gruppen dabei zu beobachten, wie sie ganz offensichtlich die besondere Jagdtechnik trainieren oder ihren Jungen beibringen.

Südliche Glattwale vom Land aus beobachten

Südkaper oder auch südliche Glattwale können Reisende auf der Halbinsel Valdes gut vom Land aus beobachten. Sie sind von Juli bis September sehr nah am Ufer. Wer möchte, kann auch einen mehrstündige Bootstour machen, um die verspielten Riesen im Wasser zu beobachten. Sie sind in dieser Zeit eine echte Attraktion. Im September findet in Punto Piramides eine Feier zu ihren Ehren statt, der „National Right Whale Day“.

Reisende, die von der argentinischen Atlantikküste zur chilenischen Pazifikküste fahren, haben gute Chancen, zwischen Dezember und April Blauwale zu sehen. Sie bringen im Golf von Corcovado ihre Jungen zur Welt. Die ganze Gegend dort ist ein verlässlicher Ort, um Blauwale vor die Kamera zu bekommen. Sie sind nirgends sonst auf der Welt so zahlreich anzutreffen, wie in dieser Zeit im Golf von Corcovado. Fotos zu machen ist hier einfach Pflicht. Da gibt es so viele Motive, die füllen noch ein weiteres Fotobuch.

Wer spektakuläre Fotos von Walen machen möchte, muss nach Patagonien reisen.

Must-visit in Patagonien

Die Landschaften um Cerro Torre und Cerro Fitz Roy sind surreal und unbedingt sehenswert. Zudem gehört auch der weltberühmte Gletscher Perito Moreno zu den Orten, die auf der Reiseliste stehen sollten. Der Gletscher ist gigantisch und eine weitere Hauptattraktion in Patagonien. Er misst 30 km in der Länge, 5 km in der Breite und ist 60 m hoch. Weltweit ist der Perito Moreno der einzige Gletscher, der noch wächst und nicht wegschmilzt. Der beste Ausgangspunkt, um am Gletscher entlangzuwandern ist El Calafata, das 80 km entfernt liegt. Auf dem Eis gibt es geführte Wanderungen. Wer will, kann auf Stegen entlanggehen und auch Bootsfahrten sind möglich. Zudem befindet sich der schönste Nationalpark von ganz Südamerika, der Torres del Paine, auf der chilenischen Seite Patagoniens.

Los Glaciares, die Gletscher in Patagonien sind beeindruckend. Die Geräusche, wenn sich ein Stück Eis löst, vergisst niemand so schnell.

Wer Pinguine sehen möchte, muss 200 km weiter südlich die Magellan-Pinguin-Kolonie in Punta Tombo besuchen. Dort leben mehr als eine halbe Million Pinguine. Auch vom Festland, von Puerto Madryn aus, ist die Kolonie gut zu erreichen. Um Pinguine gut zu beobachten ist die beste Zeit von Oktober bis März. Zwischen Juli und März sind auch Seelöwen und Seeelefanten zu sehen.

In Punta Tombo befindet sich die weltweit größte Magellan-Pinguin-Kolonie.

Damit ist die Reise durch Patagonien allerdings längst nicht beendet

In der patagonischen Steppe befindet sich ein Wald, dessen Bäume 75 Millionen Jahre alt sind. Der Bosque Petrificado oder versteinerte Wald sieht auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär aus. Doch die Bäume sind bei Vulkanausbrücken unter der Lava erstickt und dann versteinert. Ihre Zellstruktur hat sich bis heute nicht verändert. Ein kleiner Rundweg führt durch den Wald, wo es einen Steilhang aus Tuff gibt mit stehen gebliebenen Türmen und Erosionsrinnen.

Die südlichste Stadt in Argentinien ist Ushuaia, das bedeutet so viel wie „Bucht, die nach Osten blickt“. Ushuaia ist die Hauptstadt der Provinz Tierra del Fuego, Feuerland. Mit dem Flugzeug dauert es vier Stunden von Buenos Aires aus, diese Stadt zu erreichen. Hier sind verschiedene Antarktis-Expeditionen und -Kreuzfahrten möglich. Es gibt eine Menge beeindruckender Sehenswürdigkeiten, wie die Isla Martillo mit Pinguinen, Hundeschlittentouren oder Schneeschuhwanderungen.

El Chaltén ist ein kleiner Ort in Südargentinien, der erst knapp 40 Jahre als ist. Dort gibt es weitere tolle Motive für spektakuläre Urlaubsfotos: feuerrote Sonnenaufgänge, glasklare Lagunen und schroffe Gipfel. Vom Aussichtspunkt Mirador Torre ist der Ausblick auf den Gipfel des Cerro Torre möglich. Das gehört eigentlich zu jeder Patagonienreise dazu. Das Wasser der Laguna Torre ist eisblau und glasklar. Darauf schwimmen bizarre Eisblöcke, die vom Gletscher abbrechen. Die Wanderung ist etwa 24 km lang und führt auch am Monte Fitz Roy vorbei. Ein Abstecher zur Laguna Capri ist fast Pflicht.

Die Laguna Torre ist ein See im Nationalpark Los Glaciares, der aus Gletscher-Schmelzwasser entstanden ist.