Marrakesch bündelt auf engem Raum lebhafte Souks, prachtvolle Paläste und stille Gärten – eine Stadt, die zwischen Trubel und Ruhe ständig den Ton wechselt. Diese Top 10 versammeln die Highlights, die du bei einem ersten Besuch gesehen haben solltest. Plane die Medina zu Fuß, gönn dir in der Mittagshitze eine Pause im Riad und erlebe den großen Platz am besten am Abend.
1. Djemaa el-Fna
Der Djemaa el-Fna ist das pulsierende Herz von Marrakesch und UNESCO-Weltkulturerbe. Tagsüber locken Saftstände und Schlangenbeschwörer, am Abend verwandelt sich der Platz in einen riesigen Freiluftmarkt mit Garküchen, Geschichtenerzählern und Musikern. Von den Dachterrassen ringsum hast du den besten Blick auf das Treiben.
2. Souks der Medina
Die Souks nördlich des Djemaa el-Fna bilden ein Labyrinth aus überdachten Gassen, in dem nach Waren sortiert gehandelt wird: Gewürze, Lederwaren, Teppiche, Lampen und Kunsthandwerk. Hier gehört das Feilschen dazu – verlauf dich ruhig, das ist Teil des Erlebnisses.
3. Koutoubia-Moschee
Die Koutoubia-Moschee ist mit ihrem 77 Meter hohen Minarett das Wahrzeichen von Marrakesch und schon von Weitem sichtbar. Das Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert gilt als Vorbild der Giralda in Sevilla. Das Innere bleibt Muslimen vorbehalten, doch die umliegenden Gärten laden zum Verweilen ein.
4. Bahia-Palast
Der Bahia-Palast aus dem 19. Jahrhundert ist ein Meisterwerk marokkanischer Handwerkskunst – mit reich verzierten Stuckdecken, bemalten Zedernholztüren und einem prächtigen Innenhof mit Zellij-Mosaiken. Ein Spaziergang durch die Säle und Gärten zeigt den Luxus der einstigen Wesire.
5. Saadier-Gräber
Die Saadier-Gräber aus dem 16. Jahrhundert wurden erst 1917 wiederentdeckt und gehören zu den schönsten Bauten der Stadt. Im prunkvollen Mausoleum ruhen die Herrscher der Saadier-Dynastie unter kunstvoll verzierten Kuppeln und Marmorsäulen.
6. Ben-Youssef-Medersa
Die Ben-Youssef-Medersa war einst die größte Koranschule Nordafrikas. Nach umfassender Restaurierung beeindruckt sie heute mit ihrem stillen Innenhof, filigranen Stuckarbeiten, Zellij-Fliesen und dem geschnitzten Zedernholz – einer der ruhigsten und schönsten Orte der Medina.
7. Majorelle-Garten
Der Majorelle-Garten ist eine botanische Oase in leuchtendem Kobaltblau, angelegt vom Maler Jacques Majorelle und später von Yves Saint Laurent gerettet. Zwischen Bambus, Kakteen und Lotosteichen findest du das Berbermuseum; nebenan liegt das Museum Yves Saint Laurent. Tickets vorab buchen, der Andrang ist groß.
8. El-Badi-Palast
Der El-Badi-Palast war einst einer der prächtigsten Paläste der islamischen Welt, heute beeindruckt vor allem seine monumentale Ruine. Über die alten Mauern und Storchennester hinweg hast du einen weiten Blick über die Medina; im Untergrund liegen geheimnisvolle Gänge.
9. Medersa und Viertel Gueliz
Das moderne Viertel Gueliz westlich der Medina zeigt das andere Marrakesch: breite Boulevards, Cafés, Galerien und Boutiquen. Hier entspannst du dich vom Trubel der Altstadt und erlebst, wie sich Tradition und Gegenwart in der Stadt mischen.
10. Menara-Gärten
Die Menara-Gärten mit ihrem großen Wasserbecken und dem Olivenhain liegen am Stadtrand und sind ein beliebter Rückzugsort der Einheimischen. Der Pavillon spiegelt sich im Becken, dahinter die schneebedeckten Gipfel des Hohen Atlas – ein klassisches Postkartenmotiv.
Praktische Tipps
Plane die Medina zu Fuß und gönn dir in der größten Hitze eine Pause auf einer Dachterrasse oder im Riad. Für Paläste, Gräber und Gärten lohnt sich ein früher Besuch, bevor die Gruppen kommen; den Djemaa el-Fna erlebst du am intensivsten am Abend. Mit dem Hop-on-Hop-off-Bus verbindest du Medina und Neustadt bequem. Trink viel, kleide dich respektvoll und halte für die Souks Bargeld in kleinen Scheinen bereit.