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Miami Citypass

All-Inclusive, Explorer oder Essentials: die Attraktionspässe für Miami im Vergleich

Miami hat keinen offiziellen Städtepass. Die kommerziellen Pässe im Vergleich, mit Leistungen, Gültigkeit und der Frage, für wen sich welcher rechnet.

Der Ocean Drive in Miami Beach mit pastellfarbenen Art-déco-Fassaden, Palmen und grün markiertem Radweg.

Städtepässe & Tickets für Miami

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All-Inclusive Pass

All-Inclusive Pass

Besuchen Sie 35 Attraktionen in 1 bis 5 Tagen, einschließlich Hop-on/Hop-off-Bus

  • Art Déco Rundgang
  • ARTECHOUSE Miami
  • Duck Tours South Beach
  • Speedboat-Fahrt
  • Miami Beach Fahrradverleih
  • Kennedy Space Center

Essentials Pass

Essentials Pass

  • Pick one of the following: Big Bus Night Tour, Everglades Alligator Farm or Duck Tours South Beach + 2 extra attractions from our top 7.
  • You'll have 30 days from activation to use your pass.
Explorer Pass

Explorer Pass

Besuchen Sie 2-5 von 30 verfügbaren Attraktionen innerhalb von 60 Tagen inklusive Hop-on/Hop-off-Bus

  • Art Déco Rundgang
  • ARTECHOUSE Miami
  • Duck Tours South Beach
  • Speedboat-Fahrt
  • Miami Beach Fahrradverleih
  • Kennedy Space Center

Inhaltsverzeichnis

Wer für Miami nach dem „CityPass" sucht, sucht nach einem Produkt, das es nicht gibt. Die Stadt hat keinen offiziellen Städtepass: Das Greater Miami Convention & Visitors Bureau gibt keine eigene Karte heraus, sondern bewirbt das Angebot eines Drittanbieters, und die amerikanische Marke CityPASS führt Miami nicht unter ihren 17 Zielen. Real konkurrieren daher nur kommerzielle Bündel, nämlich die drei Pässe All-Inclusive, Explorer und Essentials des Anbieters Go City sowie der kleinere Passin Miami. Der frühere Wettbewerber The Sightseeing Pass verkauft für Miami nichts mehr. Was die Pässe umfassen, wie lange sie gelten und ab wann sie sich rechnen, klärt dieser Vergleich.

Die Miami-Pässe im Vergleich

Pass Umfang / Dauer Preis ab Auswahl Einlösefenster Nahverkehr
Miami Essentials Pass 3 Attraktionen $ 89 kuratierte Auswahl 30 Tage ab der ersten Attraktion nein
Miami Explorer Pass 3 bis 5 Attraktionen $ 99 rund 38 Ziele 30 Tage ab der ersten Attraktion nein
Miami All-Inclusive Pass 1, 2, 3 oder 5 Tage $ 119 rund 40 Ziele, beliebig viele pro Tag gebuchte Tageszahl ab der ersten Attraktion nein
Passin Miami Bayside-Paket oder 1 bis 5 Tage beim Anbieter 25 und mehr Ziele ein Jahr ab Kauf nein

Angegeben ist jeweils der Erwachsenenpreis der kleinsten Variante beim Anbieter. Für Passin Miami weist der Anbieter Beträge nur nach Abzug eines Rabattcodes aus, ein belastbarer Normalpreis lässt sich daraus nicht ableiten.

Zwei Dinge gelten für alle Pässe. Erstens enthält keiner den öffentlichen Nahverkehr. Zweitens wird für Miami nirgends ein garantierter Vorrangeinlass zugesagt: Der Einlass läuft per QR-Code in der App des Anbieters, bei einzelnen Attraktionen ist zusätzlich eine Reservierung nötig. Wer einen Pass vor allem gegen Warteschlangen kauft, kauft ihn aus dem falschen Grund.

Warum es keinen offiziellen Miami-Pass gibt

Anders als Lissabon, Salzburg oder Kopenhagen hat Miami keine städtische Karte, hinter der eine Tourismusorganisation steht. Das passt zum Zuschnitt der Stadt: Ihre größten Anziehungspunkte, also South Beach, das Art-déco-Viertel, Little Havana, Wynwood und der Ocean Drive, kosten keinen Eintritt. Bezahlt wird für Zoo, Museen, Bootsfahrten und Airboat-Touren, und die gehören lauter verschiedenen Betreibern.

Deshalb gilt: Wenn dir eine Seite einen „Miami CityPASS" verkaufen will, meint sie einen der Go-City-Pässe oder ein Wiederverkäufer-Paket. Passin Miami wiederum ist ein realer Pass, das Besucherbüro führt den Anbieter in seinem Verzeichnis, aber auch er ist ein rein kommerzielles Produkt ohne städtische Trägerschaft.

Miami Essentials Pass: der günstige Einstieg

Der Essentials Pass ab $ 89 ist die kleinste Variante. Du wählst drei Attraktionen aus einer kuratierten Liste. Zur Wahl stehen unter anderem Zoo Miami, Superblue Miami, das Paradox Museum Miami, die Duck Tours South Beach, die Island Queen Millionaire's Row Cruise, die Everglades Alligator Farm mit Airboat, der Sawgrass Recreation Park, die Key Largo Princess Glass Bottom Boat Cruise, die Big Bus Miami Night Tour und eine Radtour durch Miami Beach.

Wichtig ist die Abgrenzung innerhalb der Go-City-Familie: Die Big Bus Hop-on-Hop-off Discover Tour, das Pérez Art Museum Miami, WonderWorks sowie die Airboat-Touren bei Boggy Creek und Wild Florida stehen im Essentials-Angebot nicht zur Wahl, sondern nur beim Explorer und beim All-Inclusive Pass. Zoo Miami, Island Queen, Everglades Alligator Farm und Sawgrass Recreation Park sind dagegen in allen drei Pässen enthalten.

Die Gültigkeit entspricht dem Explorer Pass: ein Jahr ab Kauf bis zur ersten Nutzung, danach 30 Tage für die restlichen Ziele, volle Erstattung nicht aktivierter Pässe innerhalb von 90 Tagen.

Für wen: für kurze Aufenthalte mit klarem Programm, bei denen ohnehin nur zwei oder drei der bekannten Ziele anstehen. Wer eine der ausgenommenen Attraktionen einplant, greift eine Stufe höher.

Miami Explorer Pass: Auswahl ohne Zeitdruck

Beim Explorer Pass ab $ 99 legst du beim Kauf nur die Anzahl fest, nämlich drei bis fünf Attraktionen, und entscheidest erst vor Ort, welche. Gewählt wird aus dem Gesamtangebot von rund 38 Attraktionen, Touren und Aktivitäten, also inklusive der Ziele, die dem Essentials Pass fehlen.

Das Einlösefenster beträgt 30 Tage ab dem ersten besuchten Ziel; davor bleibt der Pass ein Jahr ab Kauf gültig. Nicht aktivierte Pässe werden innerhalb von 90 Tagen voll erstattet, zusätzlich wirbt der Anbieter mit einer Ersparnisgarantie. Die 30 Tage passen gut zu Miami, weil viele Reisende die Stadt mit den Keys oder einer Florida-Rundreise verbinden und nicht an jedem Tag etwas besichtigen.

Für wen: für alle, die drei bis fünf größere Ziele ansteuern, sich aber nicht auf einen Tagesplan festlegen wollen. Auch die richtige Wahl, wenn zwischen zwei Attraktionen ein Strandtag oder ein Ausflug liegt.

Miami All-Inclusive Pass: viel an wenigen Tagen

Der All-Inclusive Pass ab $ 119 kehrt die Logik um: Statt einer Attraktionszahl buchst du eine Tageszahl, verkauft wird er für einen, zwei, drei oder fünf Tage. An jedem Gültigkeitstag besuchst du beliebig viele der rund 40 enthaltenen Ziele.

Im Angebot stehen unter anderem Zoo Miami, Superblue Miami, das Paradox Museum Miami, die Duck Tours South Beach, die Island Queen Millionaire's Row Cruise, Big Bus Miami mit Night Tour und Hop-on-Hop-off Discover Tour, die Everglades Alligator Farm mit Airboat, der Sawgrass Recreation Park sowie das Gray Line Everglades Airboat Adventure.

Aktiviert wird der Pass automatisch mit der ersten eingelösten Attraktion, davor bleibt er ein Jahr ab Kaufdatum gültig; nicht aktivierte Pässe werden innerhalb von 90 Tagen voll erstattet.

Das Modell belohnt Tempo. Wer vormittags den Zoo, nachmittags ein Museum und abends eine Bootsfahrt schafft, holt aus einem Tag mehr heraus als aus drei Einzeltickets. Wer gern lange an einem Ort bleibt, ausschläft oder einen Strandtag einlegt, zahlt für Kapazität, die er nicht nutzt. In Miami passiert genau das häufiger als anderswo, weil Strand und Viertel zwischendurch mehr Zeit kosten als geplant.

Passin Miami: der kleine Wettbewerber

Passin Miami ist ein digitaler Pass eines lokalen Anbieters, eingelöst wird per QR-Code in der App. Angeboten werden ein festes Bayside-Paket aus 24-Stunden-Big-Bus-Tour, Skyviews Miami Observation Wheel und Thriller-Speedboot sowie Pässe über einen, zwei, drei und fünf Tage mit Zugang zu 25 und mehr Attraktionen. Der Pass gilt ein Jahr ab Kauf, storniert werden kann kostenfrei.

Der Anbieter weist auf seiner Preisübersicht ausdrücklich Beträge nach Abzug eines Rabattcodes aus. Ein Vergleich der reinen Preise ist damit unzuverlässig; sinnvoll vergleichbar ist nur der Inhalt. Das feste Bayside-Paket ist die einfachste Variante für ein Downtown-Programm mit Aussichtsrad und Bootsfahrt, deckt aber weder Zoo noch Everglades ab.

Lohnt sich ein Miami-Pass?

Die Rechnung ist bei allen Pässen dieselbe: Schreibe die Ziele auf, die du auch ohne Pass besuchen würdest, prüfe, ob sie im jeweiligen Angebot stehen, sieh ihre regulären Eintrittspreise beim Betreiber nach und stelle die Summe dem Passpreis gegenüber. Beworbene Ersparnisprozente helfen dabei nicht, sie beruhen auf einem fremden Programm.

  • Essentials Pass: Teile den Passpreis gedanklich durch drei und vergleiche das Ergebnis mit den Einzelpreisen deiner drei Wunschziele. Airboat-Touren und Bootsfahrten liegen einzeln im oberen Bereich, kleinere Museen deutlich darunter. Drei teure Ziele sparen spürbar, ein teures und zwei Verlegenheitsbesuche kaum noch.
  • Explorer Pass: die einfachste Rechnung, weil du die gewählte Anzahl direkt gegen dieselbe Anzahl Einzeltickets stellst. Je teurer die gewählten Ziele, desto klarer der Vorteil. Wähle die Anzahl nach dem, was wirklich auf dem Plan steht, nicht nach dem größten Paket.
  • All-Inclusive Pass: Hier zählt die Dichte pro Tag. Zwei Attraktionen täglich sind meist der Punkt, ab dem sich der Tagespreis trägt, drei machen ihn deutlich günstig. Bei einem Ziel pro Tag ist der Einzelkauf besser. Mehr gebuchte Tage senken den Tagespreis, aber nur, wenn an jedem dieser Tage auch etwas ansteht.
  • Fahrtzeiten mitrechnen. Everglades, Fort Lauderdale und Key Largo liegen nicht um die Ecke. Ein Airboat-Ausflug füllt einen halben bis ganzen Tag, Key Largo eher einen ganzen. Wer drei dichte Passtage plant und zwei davon auf der Straße verbringt, kommt auf weniger Attraktionen, als die Liste suggeriert.

Kein Pass lohnt sich, wenn dein Miami vor allem aus Strand, Ocean Drive, Little Havana, Wynwood und Essen besteht. Für diese Stadt gilt das stärker als für die meisten: Ein großer Teil des Programms kostet ohnehin nichts. Wer daneben nur ein oder zwei kostenpflichtige Ziele plant, kauft besser Einzeltickets. Dasselbe gilt für Reisende, die Miami nur als Auftakt einer Rundreise nutzen und in der Stadt selbst kaum etwas besichtigen.

Welcher Pass für wen?

  • Kurztrip mit zwei bis drei Klassikern: Essentials Pass. Kleinster Einstiegspreis, Zoo, Bootsfahrt und Airboat sind abgedeckt.
  • Drei bis fünf Ziele, flexibler Plan: Explorer Pass. Du entscheidest unterwegs und hast nach der ersten Einlösung 30 Tage Zeit.
  • Volle Sightseeing-Tage in der Stadt: All-Inclusive Pass, aber nur mit drei Zielen pro Tag und einem realistischen Blick auf die Fahrzeiten.
  • Museum, PAMM oder die Hop-on-Hop-off-Tagesrunde im Plan: Explorer oder All-Inclusive Pass, denn diese Ziele fehlen dem Essentials-Angebot.
  • Downtown-Programm mit Aussichtsrad und Speedboot: Passin Miami mit dem festen Bayside-Paket, wenn genau diese drei Leistungen der ganze Plan sind.
  • Familie mit Kindern: Zoo Miami, Paradox Museum und eine Airboat-Fahrt tragen den Tag und stehen in allen drei Go-City-Pässen. Ob und ab welchem Alter Kinderpreise gelten, weist der Anbieter beim Buchen aus.
  • Strand, Viertel, Restaurants: gar kein Pass, sondern Einzeltickets für die wenigen kostenpflichtigen Ziele.

Was kein Pass abdeckt

  • Nahverkehr. Metrorail, Metrobus und der Miami Beach Trolley sind in keinem Pass enthalten und werden separat bezahlt. Die Big-Bus-Touren im Passangebot sind Sightseeing auf fester Rundstrecke, kein Ersatz für ein Nahverkehrsticket. Der Metromover in Downtown und Brickell ist für alle kostenlos, dafür brauchst du weder Pass noch Fahrschein.
  • Vorzugseinlass. Für Miami gibt es keine allgemeine Zusage, Warteschlangen zu überspringen. Rechne den Pass als Preisvorteil, nicht als Zeitvorteil, und prüfe bei deinen Wunschzielen, ob vorab ein Zeitfenster reserviert werden muss.
  • Ziele außerhalb der Liste. Attraktionen, die du an anderer Stelle als enthalten genannt siehst, stehen nicht automatisch im aktuellen Angebot. Der Katalog wechselt; maßgeblich ist die Leistungsliste beim Kauf, nicht ein älterer Ratgeber.
  • Kostenlose Attraktionen. South Beach, Ocean Drive, die Art-déco-Fassaden, Wynwoods Straßenkunst und Little Havana kosten nichts und verbessern die Passrechnung nicht.
  • Ausflüge auf eigene Faust. Der Pass ersetzt kein Mietauto und keine Anfahrt. Everglades, Fort Lauderdale und Key Largo erreichst du auf eigene Kosten, sofern die gewählte Leistung nicht ausdrücklich die Abholung enthält.

Welche Ziele in der Stadt überhaupt auf deine Liste gehören, steht im Reiseführer Miami. Wie andere Städte ihre Pässe zuschneiden, zeigt die Übersicht der Städtepässe, und den größeren Reisezusammenhang liefert der Reiseführer USA.

Häufige Fragen

Gibt es einen offiziellen Miami CityPASS? +
Nein. Weder die Stadt noch das Greater Miami Convention & Visitors Bureau geben einen eigenen Attraktionspass heraus, das Besucherbüro bewirbt lediglich das Produkt eines Drittanbieters. Auch die amerikanische Marke CityPASS führt Miami nicht unter ihren 17 Zielen. Ein Miami CityPASS existiert also nicht. Verkauft werden kommerzielle Pässe von Go City sowie der kleinere Passin Miami.
Ist der Nahverkehr in einem Miami-Pass enthalten? +
Nein, in keinem. Metrorail, Metrobus und der Miami Beach Trolley werden separat bezahlt. Beförderung steckt in den Pässen nur als Sightseeing-Leistung, etwa als Big-Bus-Tour, Bootsfahrt oder Airboat. Der Metromover in Downtown und Brickell ist ohnehin für alle kostenlos, dafür brauchst du gar kein Ticket.
Was kostet ein Miami-Pass? +
Der Essentials Pass mit drei Attraktionen ist der günstigste Einstieg und beginnt bei $ 89. Der Explorer Pass mit 3 bis 5 frei gewählten Attraktionen startet bei $ 99, der All-Inclusive Pass mit gebuchter Tageszahl bei $ 119. Angegeben ist jeweils der Erwachsenenpreis der kleinsten Variante beim Anbieter.
Wie lange gilt ein Miami-Pass? +
Alle drei Go-City-Pässe bleiben bis zur ersten Nutzung ein Jahr ab Kaufdatum gültig. Danach läuft beim Explorer und beim Essentials Pass ein Fenster von 30 Tagen ab der ersten besuchten Attraktion, beim All-Inclusive Pass die gebuchte Tageszahl ab dem ersten Besuch. Nicht aktivierte Pässe lassen sich innerhalb von 90 Tagen ab Kauf voll erstatten.
Lohnt sich ein Miami Citypass? +
Das hängt an deiner Liste, nicht am Pass. Schreibe die Ziele auf, die du auch ohne Pass ansteuern würdest, prüfe, ob sie im jeweiligen Angebot stehen, und stelle ihre Einzelpreise dem Passpreis gegenüber. Liegen deine Wunschziele einzeln im Schnitt darüber, sparst du. Wer vor allem an den Stränden liegt, durch Wynwood und Little Havana läuft und höchstens ein kostenpflichtiges Ziel plant, fährt mit Einzeltickets günstiger.