München City Pass
Sehr guter München Pass mit freiem Eintritt zu 40+ Attraktionen, Hop-on Hop-off Bus und öffentlichen Verkehrsmitteln.
- Deutsches Museum
- Schloss Neuschwanstein (optional)
- Schloss Nymphenburg
- Pinakotheken
- Sea Life München
City Pass, München Card, CityTourCard und Schlösser-Ticket im Vergleich
In München trennen sich Eintrittspass und Rabattkarte sauber, und der Nahverkehr ist bei keinem der beiden automatisch dabei. Was die vier Karten leisten und für welches Programm sich welche rechnet.
Die beliebtesten Pässe und Tickets mit tagesaktuellen Preisen, direkt beim Anbieter buchbar.
In München konkurrieren vier sehr unterschiedliche Karten, und drei davon heißen so ähnlich, dass sie regelmäßig verwechselt werden. Der München City Pass und die München Card stammen beide von der Turbopass GmbH aus Bielefeld und werden zugleich als offizielle Gästekarte über München Tourismus vermarktet. Die CityTourCard München ist ein Tarifprodukt des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds mit angehängtem Rabattprogramm. Und das Mehrtagesticket der Bayerischen Schlösserverwaltung ist gar keine Stadtkarte, sondern die staatliche Schlösserkarte für ganz Bayern. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, welche Marke die richtige ist, sondern: Willst du freie Eintritte, Rabatte oder Schlösser?
| Pass | Dauer | Preis ab | Eintritte | Fast Lane | Nahverkehr |
|---|---|---|---|---|---|
| München City Pass | 1 bis 5 Tage | 55,90 € | über 40 Attraktionen frei | nur einzelne Häuser | zubuchbar, Zone M oder M-6 |
| München Card | 1 bis 5 Tage, einzeln oder Gruppe bis 5 Personen | 16,90 € | keine, nur Ermäßigungen | nein | zubuchbar, Zone M oder M-6 |
| CityTourCard München | 24 oder 48 Std., 3 bis 6 Tage | beim Anbieter | keine, nur Ermäßigungen | nein | ja, Zone M, M-6 oder M-12 |
| Schlösser-Mehrtagesticket | 14 Tage | beim Anbieter | über 40 staatliche Sehenswürdigkeiten in ganz Bayern | nein | nein |
| Hop-on-Hop-off-Bus einzeln | Express Circle Tour, 24 Std. | beim Anbieter | nein | nein | nein |
Die Beträge sind Einstiegspreise für Erwachsene und hängen von Laufzeit und Variante ab. Für CityTourCard, Schlösser-Ticket und das einzelne Busticket nennen wir bewusst keine Zahl: Sie laufen nicht über unsere Partner, ihre aktuellen Beträge stehen beim jeweiligen Herausgeber.
Zwei Zeilen entscheiden fast immer über den Kauf. Nur eine der vier Karten enthält den Eintritt selbst, alle anderen senken ihn bestenfalls. Und der Nahverkehr ist beim City Pass und bei der München Card kein Bestandteil, sondern ein Zusatz, den du beim Kauf aktiv wählst. Wer das übersieht, steht mit der falschen Karte an der Kasse oder ohne Fahrschein in der U-Bahn.
Der City Pass ist die Karte für alle, die in wenigen Tagen viele kostenpflichtige Ziele abarbeiten wollen. Enthalten ist der freie Eintritt bei über 40 Attraktionen. Der Herausgeber nennt an einer Stelle seiner Seite über 40, in der eigenen FAQ 45 Häuser, die Größenordnung liegt also bei rund 40 bis 45. Dazu gehören Schloss Nymphenburg, die Residenz München, die Pinakotheken, das Deutsche Museum, SEA LIFE München und das FC Bayern Museum in der Allianz Arena.
Für die Planung sind vier Details wichtig:
Der Pass ist vollständig digital. Er kommt per E-Mail, der Einlass läuft über einen QR-Code auf dem Smartphone, es gibt nichts abzuholen.
Für wen: zwei bis vier volle Tage mit dichtem Museumsprogramm, mehreren teuren Zielen pro Tag und Lust auf den Sightseeing-Bus als Verbindung dazwischen.
Die München Card sieht aus wie die kleine Schwester des City Pass, funktioniert aber grundsätzlich anders. Sie ist eine Rabattkarte: Du bekommst Ermäßigungen auf Eintrittskarten, kaufen musst du die Tickets weiterhin selbst. Das erklärt auch den deutlich niedrigeren Einstiegspreis.
Wie groß das Partnernetz ist, gibt der Herausgeber uneinheitlich an. Eine Stelle nennt über 60 Museen, Attraktionen und Erlebnisse in München und Umgebung, eine andere über 100 Attraktionen mit bis zu 70 Prozent Ermäßigung. Belastbar ist die vorsichtigere Zahl, und wie bei jeder Rabattkarte gilt: Der Spitzensatz ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Ihr eigentliches Argument ist das Gruppenticket. Es gilt für bis zu fünf Personen, wobei zwei Kinder von 6 bis 14 Jahren als eine Person zählen. Beim Nahverkehrsteil gibt es dabei eine Einschränkung, die man kennen muss: Das Fahrticket läuft auf ein Hauptmitglied, das bei jeder Fahrt dabei sein muss. Die Ermäßigungen darf jedes Gruppenmitglied dagegen einzeln nutzen. Für getrennte Wege am Nachmittag heißt das, dass nur eine Teilgruppe fahren kann.
Für wen: Familien und kleine Gruppen, die München überwiegend zu Fuß erkunden, wenige, dafür gezielte Eintritte zahlen und beim Nahverkehr zusammenbleiben.
Die CityTourCard kommt aus einer anderen Ecke des Marktes. Sie ist im Kern eine MVV-Tageskarte im gewählten Geltungsbereich, ergänzt um Ermäßigungen bei über 100 touristischen Partnern, darunter die Bavaria Filmstadt, der Botanische Garten Nymphenburg, das FC Bayern Museum, das Lenbachhaus, Schloss Nymphenburg und SEA LIFE. Eintritte sind nicht enthalten, die Nachlässe liegen meist im Bereich von 10 bis 30 Prozent, vereinzelt darüber.
Für Reisende mit Deutschlandticket gibt es die Variante CityTourCard München Light ohne Nahverkehrsteil, also nur das Rabattprogramm. Wer ohnehin ein bundesweites Abo hat, zahlt den Fahrschein sonst zweimal.
Für wen: Reisende, die vor allem viel unterwegs sind, die Rabatte als Zugabe betrachten und ihre wenigen Eintritte einzeln zahlen.
Das Mehrtagesticket der Bayerischen Schlösserverwaltung ist die staatliche Karte für die Königsschlösser und gilt 14 Tage. Enthalten ist der Eintritt in über vierzig staatliche Sehenswürdigkeiten in ganz Bayern, in München die Residenz mit Schatzkammer und Cuvilliés-Theater sowie Schloss Nymphenburg mit den Parkburgen und dem Marstallmuseum. Außerhalb der Stadt zählen Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee dazu. Sonderausstellungen und Sonderveranstaltungen sind ausgenommen. Es gibt die Karte für Einzelpersonen und als Familien- beziehungsweise Partnerkarte, dazu eine Jahreskarte.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren brauchen keine eigene Karte, sie bekommen an der Kasse ein kostenfreies Einlassticket. Genau dort liegt aber auch die Schwäche: Ein Skip-the-Line-Produkt ist die Karte nicht. In den meisten Häusern lässt du dir an der Kasse eine Freikarte ausstellen, Wartezeiten bleiben möglich, gesonderte Kontingente für Karteninhaber gibt es nicht. Online bestellte Karten kommen zudem per Post, ein Ausdruck zu Hause ist nicht vorgesehen. Wer kurzfristig bucht, muss das einplanen.
Für wen: alle, die München mit einer Schlösserrunde durch Bayern verbinden, also Residenz und Nymphenburg in der Stadt und dazu Schloss Neuschwanstein, Linderhof oder Herrenchiemsee. Für ein reines Stadtwochenende ohne Ausflug trägt sich die Karte selten.
Beim City Pass und bei der München Card ist der Nahverkehr kein fester Bestandteil, sondern ein Zusatz, den du beim Kauf wählst. Die Werbezeile des Anbieters spricht zwar von enthaltenem Nahverkehr, die FAQ derselben Seite weist das MVV-Ticket aber ausdrücklich als optional aus. Rechne deshalb mit der Zusatzbuchung.
Die Wahl selbst ist einfach und teuer, wenn sie schiefgeht:
Mehrtägige MVV-Tickets gelten wie der Pass selbst bis 6 Uhr des Folgetags. Wie sich das Netz aus U-Bahn, S-Bahn, Tram und Bus sortiert, steht in unserem Überblick zum Nahverkehr in München.
Die Prüfung dauert zehn Minuten und läuft bei jeder der vier Karten anders.
Zwei Fallen verzerren die Rechnung regelmäßig. Der Sightseeing-Bus im City Pass gilt nur 24 Stunden, du darfst ihn also nicht mit der vollen Passlaufzeit multiplizieren. Und Rabatt ist kein Eintritt: Wer die München Card mit dem City Pass in eine Zeile stellt, vergleicht zwei verschiedene Produkte.
Rechne außerdem mit realistischen Tagen. Deutsches Museum, zwei Pinakotheken und die Allianz Arena an einem Tag geht sich in München nicht aus.
Welche Ziele überhaupt auf deiner Liste stehen sollten, findest du in unserer Übersicht der Sehenswürdigkeiten in München.