Das Museo del Prado in Madrid ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt und das Herzstück des „Goldenen Dreiecks der Kunst“ entlang des Paseo del Prado. Seine Sammlung umfasst europäische Malerei vom 12. bis ins frühe 19. Jahrhundert – mit weltberühmten Werken von Velázquez, Goya, El Greco und Hieronymus Bosch. Wer sich für die Kunstgeschichte Spaniens interessiert, findet hier eine Dichte an Meisterwerken wie kaum anderswo.
Geschichte und Bedeutung
1819 als königliches Museum eröffnet, gründet sich der Prado auf die jahrhundertealten Sammlungen der spanischen Krone. Die enge Bindung an den Hof erklärt den außergewöhnlichen Bestand an spanischer Malerei, ergänzt durch flämische und italienische Werke, die die Habsburger und Bourbonen zusammentrugen. Zu den ikonischen Bildern zählen „Las Meninas“ von Velázquez, Goyas „schwarze Gemälde“ und der „Garten der Lüste“ von Bosch.
Tickets und Besuch
Das Standardticket kostet ab etwa 15 €; mit einem Online-Ticket sparst du die Schlange an der Kasse. In den letzten zwei Stunden vor Schließung (Mo–Sa) und der letzten Stunde am Sonntag ist der Eintritt kostenlos – dann ist der Andrang allerdings groß und eine Reservierung nicht möglich. Studierende und Senioren erhalten Ermäßigungen. Ein Audioguide oder Übersichtsplan hilft, die Höhepunkte gezielt anzusteuern.
Tipps für den Besuch
Komm werktags am Vormittag zur Öffnung, wenn es am ruhigsten ist und du die Gratis-Stunden mit ihrem Andrang umgehst. Konzentriere dich beim ersten Besuch auf die großen Namen – Velázquez, Goya, Bosch –, statt alles sehen zu wollen. Große Taschen müssen in die Garderobe. Der Prado lässt sich gut mit dem nahen Thyssen-Bornemisza-Museum und dem Reina Sofía zu einem Kunsttag verbinden.