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Norwegen / Oslo / Naturhistorisches Museum

Das Naturhistorische Museum in Oslo gibt es bereits seit dem Jahr 1814. Es ist nicht nur das älteste, sondern auch das größte seiner Art in Norwegen. Es liegt mitten im Herzen von Oslo und wird in die folgenden drei Bereiche unterteilt: das Geologische Museum, das Zoologische Museum und der Botanische Garten.

Naturhistorisk Museum

Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, denn hier werden Pflanzenproben, Tierpräparate, Steine​​, Mineralien, Fossilien sowie Meteoriten untersucht und beherbergt. Dazu gehört ein Originalstein vom Mond, der von Mitgliedern der Crew Apollo 17 mitgebracht wurde.

Auch Vogelliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Die sehenswerte Vogelsammlung beinhaltet mehr als 100,000 Objekte, die für die Wissenschaft erhalten wurden. Darunter vollständige Häute, Skelette, Knochen, Eier, Blut und DNA für molekulare Analysen.

Darwinius-Fossil „Ida“

Zu den Hauptattraktionen des Museums gehört das kostbare Darwinius-Fossil „Ida“ in der Dauerausstellung „Stones and Bones“. Hierbei handelt es sich um einen kleinen lemurenähnlichen Primaten aus dem Eozän. Gefunden wurde das außergewöhnlich gut erhaltene Fossil im Jahr 1983 bei Darmstadt in der Grube Messel.2007 kaufte sie das Museum für rund 750.000 US-Dollar einer Privatsammlung in Wyoming ab.

Die Überreste des Primatenweibchens sind rund 47 Millionen Jahre alt und wurden von dem norwegischen Wissenschaftler Jørn H. Hurum intensiv untersucht. Beeindruckend ist auch das Skelett des Tyrannosaurus, das sich hier aus nächster Nähe erleben lässt.
Sehenswert sind auch die lebensechten Kopien eines Vogelfelsens sowie eines Biberdamms. Darüber hinaus erwartet die Gäste eine internationale Ausstellung, die Teile der arktischen Tierwelt bis hin zu Schimpansen und Okapis in afrikanischen Regenwäldern präsentiert.

Pflanzenvielfalt erleben

Etwa 35.000 Pflanzen und 7.500 Pflanzenarten umfasst die Sammlung, die sich auf 15 Hektar verteilt.
Die zwei Ausstellungsgewächshäuser Palmehuset und Victoriahuset stellen mit ihren gigantischen Wasserlilien aus dem Amazonas und vielen weiteren exotischen Pflanzen ein echtes Naherholungsgebiet für die Einwohner der Stadt dar.
Die Pflanzen im „Großmutter-Garten“ wurden von alten Gärten im südöstlichen Norwegen zusammengetragen. Dieser Teil des Gartens wurde speziell für Demenzkranke entwickelt, denn bekannte Gerüche, nostalgische Bänke und andere traditionelle Elemente sollen Trost spenden und das Gedächtnis verbessern.

Das Café Handwerk bietet regionale und biologische Speisen. Alterativ veranstaltet man sein eigenes Picknick auf einer dafür gekennzeichneten Wiese.
Zu den Besonderheiten gehören die thematischen Gärten wie zum Beispiel der Wikinger-Garten, in dem Kinder mehr über die Nahrungsvorlieben und natürlichen Ressourcen der Wikinger erfahren können.
Regelmäßig finden hier Veranstaltungen wie Märkte oder andere Aktivitäten wie das Einfärben von Pflanzen oder Schnitzereien statt. Am 25. August wird der Wikinger-Tag zelebriert.
Charakteristisch sind zudem die Skulpturen aus Weideholz, die im Mai 2014 errichtet wurden. Zu den größten und imposantesten Exemplaren zählt Moe’s Weidebank. Doch auch der „Apfel der Erkenntnis“ im Kräutergarten, die Pilzansammlung im südlichen Ende des Gartens oder die Schafherde haben sich als beliebtes Fotomotiv erwiesen.

Eröffnung des Klima-Hauses

Eine spannende Erweiterung für die Kommunikation der Klima- und Umweltforschung ist das Klima-Haus. Hier sollen Diskussionen, Exhibitionen sowie Filmvorführungen stattfinden. So erfährt man zum Beispiel mehr über Wege zum Klimaschutz beizutragen oder darüber wie das Wetter entsteht. Ein weiterer fest eingeplanter Bestandteil der Anlage ist ein Gewächshaus.

Weitere Infos

Webseitewww.nhm.uio.no
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten59.9201, 10.771