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Nürnberg

Reiseführer | Infos & Tipps 2022

Nürnberg, das ist für viele Besucher der Christkindelmarkt. Einer der schönsten Weihnachtsmärkte zieht so alljährlich Scharen von Besuchern. Aber auch außerhalb der kalten Jahreszeit ist Nürnberg einen Besuch wert. Die Stadt bietet eine spannende Reise durch die Architekturgeschichte. Neben mittelalterlicher Architektur sind ebenso Gebäude im Stil der Renaissance, dem Barock und Rokko und des Klassizismus zu bestaunen. Aber auch die klassische Moderne, Kriegs- und Nachkriegsbauten sind erhalten geblieben. Zudem weist Nürnberg eine Vielzahl an Museen auf: Das Albrecht-Dürer-Haus widmet sich dem Leben des Malers, das Verkehrsmuseum ist das Museum der Deutschen Bahn und informiert über den Schienenverkehr und zahlreiche weitere Museen zeigen Kunstobjekte.

Die mit aktuell gut 520.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt im Bundesland sowie Freistaat Bayern ist auch die traditionsreiche Hauptstadt dessen nördlichen Landesteils Franken. Nürnberg war schon im frühen Mittelalter eine Metropole mit überregionaler Geltung. Von der glorreichen Vergangenheit zeugen so beeindruckende historische Bauwerke in der Alt- und Innenstadt wie vor allem das städtische Wahrzeichen der Nürnberger Burg. Rund um die ehemalige Kaiserresidenz liegen zu Fuß bestens zu erreichen weitere Attraktionen wie das nach dem gleichnamigen Künstler benannte Albrecht-Dürer-Haus, die Pfarrkirche St. Sebald aus dem 13. Jahrhundert als ältestes Gotteshaus Nürnbergs und der gut 5.000 m² große Hauptmarkt, wo alljährlich im Advent der berühmte „Christkindlesmarkt“ stattfindet.

Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Germanisches Nationalmuseum

Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg gehört zu den größten kultur-historischen Museen in Deutschland und im gesamten deutschsprachigen Raum. Es wurde bereits im Jahre 1852 errichtet und zählt seither zu den beliebtesten Museen seiner Art. Die Besucher erfahren alles über die Kulturgeschichte der Stadt. Das Besondere ist, dass das Museum ständig erweitert und der neuen Zeit angepasst wird. So bleibt es dauerhaft interessant und informiert die Besucher auch über die moderne Kulturgeschichte. Ein ganzer Bereich des Museum ist dem Maler Albrecht Dürer gewidmet. Besucher können auch Bilder von Rembrandt und Stoss bewundern. Faszinierend für Besucher sind auch die erste gefertigte Taschenuhr und der erste gebaute Globus, die ebenfalls im Museum ausgestellt sind.

St. Lorenz

Die Kirche Sankt Lorenz fällt jedem Nürnberg-Besucher sofort ins Auge. Ein echter Hingucker ist prunkvolle und prächtige Westfassade mit seinen herausragenden Rosetten und Statuen. Sie stammen alle aus dem 14. Jahrhundert. Die dreischiffige Basilika besitzt zudem einen mächtigen Hallenchor. Er wurde zwischen 1439 und 1477 nachträglich errichtet und ist dem Stil der Hochgotik zugeordnet. Der ursprüngliche Bau der Kirche begann schon im Jahre 1250. Charakteristisch für die gesamte Architektur sind die knapp 80 Meter hohen Türme. Im Inneren ist die Kirche St. Lorenz eine einzige Kunstausstellung. Faszinierend sind die Altäre aus dem Mittelalter und die Fenster mit den bunten Glasmalereien. Die wohl bedeutendsten Kunstwerke der Kirche sind das Tabernakel von Adam Kraft und die Verkündung von Veit Stoss.

Hauptmarkt

Der Hauptmarkt von Nürnberg gehört zu den schönsten im Süden Deutschlands. Die bunten Marktstände sind vollgepackt mit regionalen Leckereien. Von heimischen Bio-Äpfeln über frisch gebackenem Brot bis hin zu blühenden Topfpflanzen kann man hier alles kaufen, was Marktbesucher begeistert. Doch die wahre Schönheit des Hauptmarktes entfaltet sich erst zwei Tage vor dem 1. Advent. Dann verwandelt sich der Hauptmarkt in ein weihnachtliches Lichtermeer und wird zum Schauplatz des Nürnberger Christkindlmarktes. Dann duftet es nach Lebkuchen und die Besucher drängeln sich entlang der beleuchteten Buden. Unmittelbar am Hauptmarkt liegt die berühmte Nürnberger Frauenkirche. Von der Empore der Kirche spricht das Nürnberger Christkind jedes Jahr den Prolog zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes.

Burg

Die geschichtsträchtige Reichsburg thront auf einem Felsvorsprung über der Stadt. Während des Alten Heiligen Römischen Reiches war sie sehr bedeutend und nahm unter den kaiserlichen Burgen einen hohen Stand ein. Damals dienten die historischen Gemäuer als Schauplatz für die Reichsversammlungen. Im Jahre 1356 erließ Kaiser Karl IV. die sogenannte „Goldene Bulle“. Fortan wurde nach jedem Herrscherwechsel, der erste Reichstag in der Nürnberger Reichsburg abgehalten. Während der Zeit der Wanderkönige gehörte die Burg zu einer Reihe beliebter Residenzen. Zur Burg gehört der wunderschöne Burggarten, der schon Albrecht Dürer inspiriert haben soll. Während des 2. Weltkrieges wurde die Burg zerstört. Lediglich die spätgotischen und romanischen Gebäudeteile blieben unversehrt. Rudolf Esterer baute die Burg danach wieder auf.

Heilig-Geist-Spital

Das Heilig-Geist-Spital wurde zwischen 1332 und 1339 unter der Leitung von Konrad Gross errichtet. Gross war ein gut betuchter Patrizier. Er sah seine Lebensaufgabe darin Kranken, Alten und Bedürftigen zu helfen. Das Spital entwickelte sich schnell als Anlaufstelle für Notfälle und war bis zum Jahr 1500 die größte private Stiftung des Heiligen Römischen Reiches. Während des 2. Weltkrieges wurde das Spital fast vollständig zerstört. Es wurde aufwendig mithilfe von Originalteilen wieder rekonstruiert unter dem Aspekt der Denkmalpflege wieder aufgebaut. Anmutend thront es über der Pegnitz und wird heute als Altenheim genutzt. In den Anbauten befinden sich Tagungsräume und das berühmte Heilig-Geist-Spital-Restaurant. Hier kann man typische Nürnberger Gerichte, wie Rostbratwürste oder fränkische Leberknödel genießen.

Rathaus

Das Alte Rathaus von Nürnberg gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und ist ein Meisterwerk der gotischen Baukunst. Die prunkvolle Fassade erinnert an einen italienischen Palazzo. Damals wie heute dient das Rathaus der Leitung der Stadt. Seit dem Mittelalter sind hier Behörden und Ämter untergebracht. Das Rathaus kann innerhalb einer Führung besichtigt werden. Diese führt durch die historischen Räume und in die alten Gemäuer des Lochgefängnisses. Höhepunkt einer jeden Führung ist der Aufstieg in den Rathausturm. Von hier oben genießen Besucher einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und das Umland. Das ganze Jahr über finden auf dem Rathausplatz Veranstaltungen statt. Die Bänke vor dem Haupteingang laden zum Verweilen ein und von hier kann man das bunte Treiben auf dem Rathausplatz beobachten.

Unschlitthaus

Das Unschlitthaus gehörte einst zu den sieben Kornkästen der Stadt. Es wurde im Jahre 1491 von Hans Beheim dem Älteren errichtet. Der Bau ist sehr beeindruckend, da die Hauptkonstruktion aus Sandstein errichtet und direkt in den Stadtgraben hineingesetzt wurde. Der Name Unschlitt ist ein anderes Wort für Talg. Metzger aus der Gegend verkauften in dem Haus bis ins 19. Jahrhundert hinein ihr tierisches Fett. Daraus wurden Talgkerzen hergestellt. Zwischenzeitlich waren in den historischen Gemäuern auch das Eichamt und eine Schule untergebracht. Von außen besticht das Unschlitthaus mit seinen hölzernen Figuren. Das Haus steht auf dem gleichnamigen Platz und ist von vielen weiteren Fachwerkbauten umgeben.

Albrecht-Dürer-Haus

Das Albrecht-Dürer-Haus gehört zu den berühmtesten Gebäuden der Stadt Nürnberg. Hier lebte der Maler fast 20 Jahre lang und schuf viele seiner berühmten Werke. Heute ist es ein Museum und Besucher erleben auf vier Etagen alles über die Kunst Dürers. Seine Wohnstube, die Küche und sein Atelier geben Einblicke in sein Leben. Gebaut wurde das Haus bereits im 15. Jahrhundert und es ist eines der wenigen Künstlerhäuser in Europa, die in seiner Form erhalten blieben. Im Jahr 1828 wurde das Albrecht-Dürer-Haus zur Künstlergedenkstätte ernannt und war weltweit die erste ihrer Art. Das Haus wurde während des 2. Weltkrieges beschädigt, aber zügig wieder aufgebaut und im Ursprung erhalten. Mehrmals in der Woche finden Führungen unter der Leitung einer Schauspielerin statt, die in die Rolle von Dürers Frau Agnes schlüpft.

Sebalduskirche

Am Sebalder Platz, unmittelbar am Alten Rathaus liegt die Sebalduskirche, die älteste Kirche der Stadt. Sie wurde bereits im Jahr 1215 errichtet und wird der Spätromanik zugeordnet. Der ursprüngliche Bau bestand aus einer Pfeilerbasilika, die zwei Chöre besaß. Die Seitenschiffe der Kirche wurden im Jahr 1309 erweitert und fortan gehörte die Kirche zum gotischen Baustil. Während des 2. Weltkrieges wurde sie völlig zerstört und über viele Jahre hinweg wieder aufgebaut. Erst 1957 wurde sie wieder geweiht und eröffnet. Benannt wurde die Kirche nach dem Schutzpatron Sebaldus. Der Nürnberger fand hier seine Ruhe und seine Beine liegen in einer silbernen Schatulle in der Kirche.

Neues Museum für Kunst und Design

Das Neue Museum für Kunst und Design fällt durch seine moderne Architektur auf. Es liegt inmitten der Stadt Nürnberg und ist von historischen Gebäuden umgeben. Der markante Bau mit seiner geschwungenen Glasfassade wurde von dem Architekten Volker Staab entworfen und mehrmals ausgezeichnet. Eröffnet wurde das Museum im Jahre 2000.Die Sammlung des Museums beinhaltet zahlreiche Fotografien, Malereien und Bildhauereien aus der Zeit von 1945 bis heute. Die internationalen Werke beziehen sich hauptsächlich auf die Konkrete Kunst und auf Werke der geometrischen Abstraktion. Die Ausstellungsfläche von über 3000 Quadratmeter zeigt auch Werke des Design Museums in München, mit der das Museum eine Kooperation unterhält.

Henkersteg

Der Henkersteg ist eine Verbindung zwischen den beiden Shopping-Hotspots der Stadt. Er führt direkt über die Pegnitz zur Pegnitzinsel und auf die Bratwurstgasse. Heute erinnert kaum noch etwas an die blutige Vergangenheit der Brücke. Auf der Insel lebte im Mittelalter der Henker in einem für ihn extra errichteten Henkerhaus. Er gelangte über den Henkersteg in die Stadt. Früher wurden hier Männer am Galgen getötet und Frauen in der Pegnitz ertränkt. Auf der Insel lieg das Henkerhaus-Museum. Es gibt Einblicke in die traurige Vergangenheit der Stadt. Der Henkersteg gehört zu den malerischen und idyllischen Orten der Stadt Nürnberg. Im Dunkeln wird der Steg durch eine schwache Beleuchtung in Szene gesetzt und ist ein begehrtes Fotomotiv.

Handwerkerhof

Der Handwerkerhof macht Appetit. Besucher können sich dem Duft der gegrillten Nürnberger Bratwurst nicht entziehen. Hier kann man alle kulinarischen Spezialitäten der fränkischen Küche probieren. In den Weinstuben kommen nur fränkische Weine auf den Tisch. Das mittelalterliche Ambiente prägt die urigen kleinen Gassen und hinter den Fachwerkfassaden verbergen sich gemütliche Läden. Hier zeigen traditionelle Kunsthandwerker ihre Arbeit und vielen kann man sogar über die Schulter schauen. Der Handwerkerhof wurde 1971 anlässlich des Dürer-Jahres eröffnet und freut sich seither einer großen Beliebtheit. Alle Fachwerkhäuser und Gebäude wurden vor der Eröffnung unter dem Aspekt des Denkmalschutzes saniert. Einst war das Gebiet der Waffenhof der Stadt. Besonders schön erstrahlt der Hof in der Vorweihnachtszeit, wenn die Fenster und Tore beleuchtet sind.

Nürnberger Christkindlesmarkt

Jedes Jahr am Freitag vor dem 1. Advent wird der Nürnberger Christkindlesmarkt offiziell eröffnet. Das Christkind spricht auf der Empore der Frauenkirche den Prolog und dann strömen die Besucher hinein. Es duftet nach Weihnachtsgebäck, Bratwürsten und Glühwein. An 180 feierlich geschmückten Holzbuden präsentieren Händler und Kunsthandwerker ihre Ware. Laut den historischen Aufzeichnungen der Stadt wurde der Markt im Jahre 1628 erstmalig erwähnt. Historiker vermuten, dass der Markt auf die Zeit Martin Luthers zurückgeht, als auch die Bescherung der Kinder durch das Christkind begann. Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist der berühmteste Weihnachtsmarkt in Europa. Jedes Jahr kommen Besucher aus aller Welt nach Nürnberg um das einzigartige Flair zu erleben.

Tiergarten

Der Nürnberger Tiergarten besticht durch seine Artenvielfalt. Der Park bietet über 3200 Tieren aus 292 Arten ein Zuhause und ist ein Partnerzoo der Artenschutz-Stiftung. Zudem ist er an einer Vielzahl von Zuchtprogrammen weltweit beteiligt. Hier können Besucher Seelöwen beobachten oder den Eisbären bei der Fütterung zusehen. Ein Höhepunkt ist die Lagune, die eigens für die Unterbringung von Delphinen geschaffen wurde. Zum Tiergarten gehört ein Kinderzoo mit einem riesigen Spielbereich. Hier können die Kleinen nach Herzenslust toben und Tiere streicheln und füttern. Durch den Tiergarten fährt die Kleinbahn Adler, dessen Bau sich an die erste Eisenbahn erinnert, die zwischen Nürnberg und Fürth fuhr.

Wo liegt Nürnberg?

Nürnberg ist eine kreisfreie Stadt in Deutschland mit ca. 518.000 Einwohnern. Sie befindet sich im Nordwesten des Bundeslandes Bayern, ca. 151 km nördlich von der Landeshauptstadt München entfernt.

Zu Nürnberg gehören auch die ehemals selbstständigen Gemeinden Boxdorf, Großgründlach, Neunhof, Brunn, Fischbach b. Nürnberg, Katzwang, Kornburg, Markt, Worzeldorf, Wolkersdorf und Kleinschwarzenlohe.

Das Wetter in Nürnberg

Der Wetterbericht für Nürnberg am 05.10.2022: tagsüber wird durchschnittlich eine Temperatur von 14 °C erreicht, nachts kühlen die Temperaturen auf bis zu 6 °C ab.

Wetter am 06.10.2022: wolkig
17° 10°
Wetter am 07.10.2022: wolkig
19°
Wetter am 08.10.2022: wechselhaft, leichte Schauer möglich
16°
Wetter am 09.10.2022: sonnig
16°
Wetter am 10.10.2022: wechselhaft, leichte Schauer möglich
19° 10°
Wetter am 11.10.2022: wechselhaft, Schauer möglich
14° 12°

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Seen in der Umgebung von Nürnberg

Im Umkreis von 10 km gibt es die folgenden Seen:

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