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Norwegen / Oslo / Opernhaus Oslo

Eines der berühmtesten Dächer der Welt erwartet Besucher des Opernhauses in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Die Spielstätte der Norwegischen Oper ist ein moderner Bau aus Beton, Marmor, Glas und Holz. Innen wie außen hält das 2008 eröffnete Opernhaus einige Überraschungen bereit und unterscheidet sich maßgeblich von anderen Opernhäusern.

Ein Spaziergang auf dem Opernhaus

Über Jahrzehnte wurde in Oslo über den Bau eines Opernhauses diskutiert, verschiedene Standorte wurden geprüft und so ging viel Zeit ins Land, bevor am 17. Februar 2003 der erste Spatenstich feierlich vollzogen wurde. Insgesamt fielen für das architektonische Meisterwerk Kosten in Höhe von 548 Millionen Euro an, ohne Innenausstattung. Entworfen wurde das Gebäude vom norwegischen Architekturbüro Snøhetta. Das Architekturbüro fertigte bereits die Pläne für die neue Bibliothek von Alexandria in Ägypten, die sich ebenfalls durch ihre auffallende Architektur auszeichnet. Das Architektenteam schuf mit dem Opernhaus Oslo ein Gebäude, dass die Stadt bereicherte und neue Maßstäbe setzte.

Eine absolute Besonderheit des Opernhauses liegt in seinem begehbaren Dach. So ist der Bau so konzipiert, dass über Schrägen, die als Wege dienen, jeder das Dach besteigen kann. Das mit Marmor verschönerte Dach lädt nicht nur zum Spazierengehen ein, sondern hier finden sich auch unzählige Sitzplätze, sodass Besucher hier verweilen können und einen traumhaften Blick auf die Innenstadt von Oslo genießen können. Je nach Position verändert sich der Blickwinkel auf die Stadt und der Blick reicht bis zu den Hügeln und Bergen, die sich hinter der Stadt emporrecken.

Doch auch ein Spaziergang am Oslofjord ist ideal, um das Opernhaus aus einer neuen Perspektive zu betrachten, denn direkt am Hafen gelegene Gebäude ist perfekt an seine Umgebung angepasst und begeistert mit seiner klaren Linienführung in Verbindung mit vielen durchdachten Highlights, die das Gebäude zu einem außergewöhnlichen Schmuckstück werden lassen. Die Fassade ist zu 90 Prozent aus italienischem Carrara-Marmor entstanden. Je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen scheint sich der Grundton des weißen Marmors zu ändern, der perfekt mit den großen Glasfronten des Opernhauses harmoniert.

Innenarchitektur, die den Atem stocken lässt

Auch im Inneren überrascht das Opernhaus durch eine spektakuläre Gestaltung. Die Architekten arbeiteten hier gezielt mit Künstlern zusammen, sodass ein einzigartiges Design entstehen konnte. Ein besonderes Highlight ist die perforierte Wandverkleidung des Künstlers Olafur Eliasson.

Auch der Hauptsaal begeistert mit ungewöhnlichen Details. Zwar erinnert die bekannte Hufeisenform an ein klassisches Theater, aber alle anderen Details unterscheiden sich von klassischen Opernhäusern. So lässt sich im Hauptsaal unter anderem, der durch Pae White designte Hauptvorhang bewundern. Bei einem Blick nach oben lässt sich der zentrale Kronleuchter bewundern. Dieser besteht aus handgefertigten Glasstäben, die durch LED beleuchtet werden. Im Gesamtbild wirkt der Kronleuchter fast schon mondartig und unterstreicht die besondere Atmosphäre des Hauptsaals. Grundsätzlich wurde bei der Gestaltung der Säle auf ein wundervolles Holzdesign gesetzt, wie es kein anderes Opernhaus aufweist. Auch der gezielte Einsatz von Holz ist perfekt gelungen, denn dieses verleiht den Sälen ein ganz besonderes Flair.

Doch das Opernhaus Oslo ist nicht nur in Sachen Optik hervorragend gelungen, sondern auch die Akustik in den Räumen ist hervorragend, sodass es sich lohnt eine der Aufführungen der norwegischen Oper zu besuchen.

Weitere Infos

Webseiteoperaen.no
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten59.9073, 10.7531