Oude Kerk Amsterdam

Weit zurück zu den Ursprüngen Amsterdams geht, wer das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt besucht. Die Oude Kerk findet er im De Wallen-Viertel.

Im 13. Jahrhundert befand sich hier ein Friedhof mit eine winzige Kapelle aus Holz. Damals war Amstelredam ein kleines Fischerdorf. Mit dem Zuzug der Adelsfamilie van Amstel, dem Bau des Kasteel van Amstel und der Errichtung von Dämmen wurde in der zweiten Hälfte des 13.Jahrhunderts bereits ein Steinbau anstelle der hölzernen Kapelle errichtet und dem heiligen Nikolaus geweiht. Im 15. Jahrhundert entstand die Nieuwe Kerk, die Krönungskirche der niederländischen Könige.

Die Oude Kerk wurde als imposante Hallenkirche mit drei Schiffen ausgeführt und gilt als erste Kirche dieser Bauart in den Niederlanden. Bis ins 16. Jahrhundert erfolgten Erweiterungsarbeiten, unter anderem der Anbau der Sebastianskapelle.

Im 16. Jahrhundert wurde die Inneneinrichtung der Kirche durch Bilderstürmer weitestgehend zerstört und für den protestantischen Gottesdienst umgestaltet.

In der Kirche befinden sich die Grabstätten von etwa 10.000 Amsterdamer Bürgern, darunter die der Ehefrau Rembrandts, Saskia, und die von Kiliaen van Rensselaer, eines der Gründer von New York.

In den fünfziger Jahren wurde die Oude Kerk wegen Baufälligkeit geschlossen. Nach umfangreichen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen konnte das Gotteshaus ab 1999 wieder regulär genutzt werden. Neben den Gottesdiensten gibt es ein umfangreiches kulturelles Programm, das von Konzerten bis zu wechselnden Ausstellungen reicht.