Peking vereint mehr kaiserliche Geschichte auf engem Raum als fast jede andere Hauptstadt. Diese Top 10 bündeln die Highlights, die du bei einem ersten Besuch gesehen haben solltest – von der Verbotenen Stadt über die Tempelanlagen bis zur Großen Mauer. Reserviere die großen Stätten vorab mit festem Zeitfenster und plane für die Mauer einen ganzen Tag ein.
1. Verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt war fast 500 Jahre lang der Palast der chinesischen Kaiser und ist mit rund 980 Gebäuden der größte erhaltene Palastkomplex der Welt. Heute beherbergt sie das Palastmuseum. Plane mehrere Stunden ein, buche vorab online mit Reisepass und beachte: Montags ist geschlossen.
2. Tian’anmen-Platz
Der Tian’anmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens) ist einer der größten öffentlichen Plätze der Welt und das symbolische Zentrum des modernen China – hier rief Mao Zedong 1949 die Volksrepublik aus. Rundherum liegen das Mao-Mausoleum, die Große Halle des Volkes und das Tor des Himmlischen Friedens. Sicherheitskontrollen am Eingang einplanen.
3. Himmelstempel (Tiantan)
Der Himmelstempel ist die schönste Tempelanlage der Stadt, in der die Kaiser einst um gute Ernten beteten. Die runde Halle des Erntegebets mit ihrem dreifachen blauen Dach ist eines der Wahrzeichen Pekings. Der umgebende Park ist morgens voller Einheimischer, die Tai-Chi üben oder tanzen.
4. Sommerpalast
Der Sommerpalast im Nordwesten war die kaiserliche Sommerresidenz – eine weitläufige Garten- und Seenlandschaft rund um den Kunming-See und den Berg der Langlebigkeit, mit Pavillons, dem langen Wandelgang und dem berühmten Marmorboot. Ideal für einen entspannten halben Tag fernab des Stadttrubels.
5. Große Mauer (Mutianyu / Badaling)
Die Große Mauer ist das berühmteste Bauwerk Chinas und von Peking aus als Tagesausflug erreichbar. Der Abschnitt Mutianyu ist gut restauriert, mit Seilbahn und meist weniger überlaufen; Badaling ist am einfachsten erreichbar, aber sehr voll. Festes Schuhwerk und früher Start zahlen sich aus.
6. Hutongs
Die Hutongs sind die alten, im Zickzack angelegten Wohngassen Pekings mit ihren traditionellen Hofhäusern. Rund um den Houhai-See und die Glocken- und Trommeltürme lassen sie sich gut zu Fuß oder per Rikscha erkunden – ein Blick auf das ursprüngliche, alltägliche Peking.
7. Beihai-Park
Der Beihai-Park ist eine der ältesten kaiserlichen Gartenanlagen der Stadt, direkt neben der Verbotenen Stadt. Im Zentrum liegt eine Insel mit der weißen Dagoba, einem buddhistischen Stupa. Bei schönem Wetter kann man auf dem See Boot fahren.
8. Lama-Tempel (Yonghe-Tempel)
Der Lama-Tempel ist das bedeutendste tibetisch-buddhistische Kloster der Stadt. Höhepunkt ist eine 18 Meter hohe Buddha-Statue, geschnitzt aus einem einzigen Sandelholzstamm. Der Duft von Räucherstäbchen und die betenden Gläubigen machen den Besuch zu einem lebendigen Erlebnis.
9. Jingshan-Park
Der Jingshan-Park liegt auf einem künstlichen Hügel direkt nördlich der Verbotenen Stadt. Vom Pavillon auf dem Gipfel hast du den besten Blick über die goldenen Dächer des Palastes und die Skyline dahinter – besonders schön zum Sonnenuntergang.
10. Olympiapark (Vogelnest und Wasserwürfel)
Im Olympiapark stehen die Wahrzeichen der Spiele von 2008: das stählerne Nationalstadion „Vogelnest“ und der Wasserwürfel. Abends sind beide eindrucksvoll beleuchtet. Das moderne Peking, als Gegenpol zu den kaiserlichen Stätten.
Praktische Tipps
Reserviere die ticketpflichtigen Großziele (Verbotene Stadt, Himmelstempel, Sommerpalast) vorab online mit Reisepass und festem Zeitfenster – das Tageskontingent ist begrenzt. Für die Große Mauer solltest du einen kompletten Tag und einen frühen Start einplanen. Innerhalb der Stadt kommst du mit der U-Bahn günstig und schnell voran; lade dir vorab eine Karten- und Übersetzungs-App herunter, da viele Schilder nur auf Chinesisch sind.