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Petrin Turm

Im malerischen Prager Stadtteil Malá Strana findet sich der 318 m hohe Petrin Hügel mit dem Petrin Turm. Der Turm verleiht dem Stadtteil einen Hauch von Paris, denn er wurde einst dem Pariser Eiffelturm nachempfunden. Heute zählt der Petrin Turm zu den beliebten Sehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt. und ermöglicht bei gutem Wetter einen einzigartigen Blick auf die Stadt.

Eine Idee wird verwirklicht

1889 schaute die ganze Welt nach Paris und wer es sich leisten konnte, versuchte in diesem Jahr, die Pariser Weltausstellung zu besuchen. Besonders der berühmte Eiffelturm begeisterte die Besucher der Weltausstellung. Auch zahlreiche Tschechen machten sich auf den Weg in die französische Hauptstadt und ließen sich von dem außergewöhnlichen Bauwerk beeindrucken. Nach diesen Eindrücken wurde beschlossen ein ähnliches Wahrzeichen für die Stadt Prag zu erschaffen.

Aufgrund der Idee wurde ein Verein zum Bau eines Aussichtsturms gegründet und kurz darauf erhielt der Verein ein Grundstück für das Projekt von der Stadtverwaltung. Für die 1:5-Nachbildung des Eiffelturms wirkte die für 1891 geplante Landesjubiläumsmesse beschleunigend. So wurde das Projekt im Jahr 1890 in den Fokus gestellt und es wurden die benötigten Mittel aufgetrieben. Im März 1891 wurde bereits mit den Bauarbeiten begonnen. Die Pläne für den vom Eiffelturm inspirierten Aussichtsturms stammen vom Architekten Vratislav Pasovský und den Ingenieuren František und Julius Souček.

Bereits am 20. August 1891 konnte die Eröffnung gefeiert werden. Verbaut wurden 175 Tonnen Eisen. Anders als sein Vorbild zeigt sich der Petrin Turm mit einer Achtecksform. Die Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 52 m und der Turm selbst weißt eine Höhe von 63,5 m auf. Um die Aussichtskabine zu erreichen, mussten die Besucher 299 Stufen erklimmen. Ein weiteres festliches Ereignis fand am 19. Dezember 1891 statt, als der Turm erstmals mit elektrischem Licht beleuchtet werden konnte.

Ein Besuch auf dem Petrin Turm

Heute haben Besucher die Wahl, wie sie die Aussichtsplattform erreichen möchten. Unter anderem fährt von der Straßenbahnhaltestelle Újezd eine Seilbahn auf den Petrin Berg. Wer den Berg auf traditionelle Weise erwandern möchte, muss mit einem 45-minütigen Fußweg rechnen. Dies lohnt sich jedoch, da die Umgebung sehr idyllisch ist. Von 1999 bis 2002 wurde eine Restaurierung des Petrin Turms durchgeführt. Hierbei wurden die alten Wendeltreppen durch zwei neue Holztreppen ausgetauscht und es wurde ein neuer Aufzug installiert, um älteren Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen den Besuch der Aussichtskabine zu ermöglichen. Auch der frühere Aussichtsbalkon wurde in einen Wandelgang umgewandelt, sodass auch Rollstuhlfahrer problemlos die atemberaubende Aussicht über Prag genießen können.

Wer den Petrin Turm besucht, um die tolle Aussicht über die Stadt und die reizvolle Landschaft Böhmens zu genießen, kann dies zudem mit einem Besuch des Spiegel-Irrgartens verbinden. Diese Sehenswürdigkeit wurde ebenfalls im Rahmen der Prager Jubiläumsmesse im Jahr 1891 erbaut worden und lag ursprünglich nahe der Industriepalastecke. Bereits im Jahr 1893 wurde der Bau auf den Petrin Berg umgesiedelt, wo er heute als zweite Sehenswürdigkeit Touristen aus aller Welt begeistert. Während der Petrin Turm vom Pariser Eiffelturm inspiriert wurde, ist der Irrgarten durch den Spiegelirrgarten des Wiener Praters inspiriert.

Weitere Infos

AdressePetřínské sady 633, 118 00 Praha 1-Malá Strana, Tschechien
Telefon+420 775 400 052
Webseitewww.prague.eu
GPS-Koordinaten50.0835, 14.3951