Prag vereint auf engem Raum gotische, barocke und mittelalterliche Pracht – kein Wunder, dass die Altstadt zum UNESCO-Welterbe zählt. Diese Top 10 bündeln die Highlights, die du bei einem ersten Besuch gesehen haben solltest – von der Prager Burg über die Karlsbrücke bis zum jüdischen Viertel. Steuere die großen Ziele früh am Tag an und lass dir dazwischen Zeit zum Schlendern durch die Gassen.
1. Prager Burg
Die Prager Burg über der Moldau ist der größte zusammenhängende Burgkomplex der Welt und Sitz des tschechischen Präsidenten. Das Areal ist frei zugänglich; für die Innenräume wie Veitsdom, Königspalast und Goldenes Gässchen gibt es Kombitickets – am besten früh kommen.
2. Veitsdom
Mitten im Burgareal ragt der gotische Veitsdom empor, die größte Kirche des Landes und Krönungs- und Grabkirche der böhmischen Könige. Die bunten Glasfenster – darunter eines von Alfons Mucha – und der Turm mit Aussicht zählen zu den Höhepunkten der Burg.
3. Karlsbrücke
Die steinerne Karlsbrücke aus dem 14. Jahrhundert verbindet Altstadt und Kleinseite. Gesäumt von 30 barocken Heiligenfiguren und flankiert von zwei Brückentürmen, bietet sie einen der schönsten Blicke auf Burg und Moldau – am ruhigsten früh morgens oder spät abends.
4. Altstädter Ring
Der Altstädter Ring ist der prächtige Hauptplatz der Stadt, umgeben von bunten Bürgerhäusern, der Teynkirche und dem Rathaus. Im Mittelalter Marktplatz, ist er heute der lebendige Mittelpunkt der Altstadt und im Advent Schauplatz eines der schönsten Weihnachtsmärkte Europas.
5. Astronomische Uhr (Orloj)
Am Altstädter Rathaus zieht die astronomische Uhr zu jeder vollen Stunde Menschenmengen an: Beim Glockenspiel ziehen die Apostel an den Fenstern vorbei. Die mittelalterliche Uhr gehört zu den ältesten der Welt; vom Rathausturm hast du zudem einen schönen Blick über die Dächer.
6. Jüdisches Viertel (Josefov)
Das ehemalige jüdische Viertel Josefov beherbergt eine der bedeutendsten Synagogensammlungen Europas, darunter die Altneu-Synagoge, sowie den alten jüdischen Friedhof mit seinen dicht gedrängten Grabsteinen. Die Stätten sind im Jüdischen Museum Prag zusammengefasst.
7. Kleinseite (Malá Strana)
Die Kleinseite unterhalb der Burg ist ein barockes Viertel aus stillen Gassen, Palästen und Gärten. Hier steht die mächtige Nikolauskirche, ein Hauptwerk des böhmischen Barock. Ein Spaziergang von der Karlsbrücke hinauf zur Burg führt mitten hindurch.
8. Wenzelsplatz
Der Wenzelsplatz in der Neustadt ist weniger Platz als breiter Boulevard – Schauplatz vieler Wendepunkte der tschechischen Geschichte. Am oberen Ende stehen das Nationalmuseum und das Reiterstandbild des heiligen Wenzel. Ringsum reihen sich Geschäfte, Cafés und Hotels.
9. Petřín-Hügel
Der grüne Petřín-Hügel auf der Kleinseite lässt sich per Standseilbahn oder zu Fuß erklimmen. Oben warten weitläufige Parks, ein Spiegellabyrinth und der Aussichtsturm im Stil des Eiffelturms mit einem der besten Panoramablicke über Prag.
10. Tanzendes Haus
Am Moldauufer setzt das Tanzende Haus einen modernen Kontrapunkt: Der geschwungene Bau von Frank Gehry und Vlado Milunić aus den 1990er-Jahren erinnert an ein tanzendes Paar. Von der Dachterrasse hast du einen schönen Blick auf Fluss und Burg.
Praktische Tipps
Plane die ticketpflichtigen Innenräume der Prager Burg sowie das Jüdische Museum mit etwas Vorlauf und steuere Burg und Karlsbrücke möglichst früh am Tag an, um den Menschenmengen auszuweichen. Ob sich der Prague Visitor Pass lohnt, hängt davon ab, wie viele Eintritte und Nahverkehrsfahrten du planst. Wer wenig Zeit hat, kombiniert Burg und Kleinseite an einem Tag und die Altstadt mit Karlsbrücke, Altstädter Ring und Josefov an einem zweiten.