Rhodos-Stadt im Nordosten der gleichnamigen Insel ist berühmt für ihre außergewöhnlich gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, die seit 1988 zum UNESCO-Welterbe zählt. Hinter einer mächtigen Stadtmauer reihen sich der Großmeisterpalast der Johanniter, die kopfsteingepflasterte Ritterstraße und ein Gewirr aus Gassen, Plätzen und Geschäften. Davor liegt der lebhafte Hafen von Mandraki – an dessen Einfahrt der Legende nach einst der Koloss von Rhodos stand.
Geschichte und Bedeutung
Rhodos blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück. Die antike Stadt war für ihren Hafen und den Koloss bekannt, eines der sieben Weltwunder der Antike. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Altstadt jedoch im Mittelalter: Ab dem 14. Jahrhundert machten die Johanniter (Ritterorden vom Hospital des heiligen Johannes) die Insel zu ihrem Sitz und errichteten Palast, Stadtmauer und das Ritterviertel. Nach der osmanischen Eroberung 1522 kamen Moscheen und Bäder hinzu. Diese Schichten aus Antike, Rittermittelalter und osmanischer Zeit prägen die Altstadt bis heute.
Tickets und Besuch
Durch die Altstadt kannst du frei und kostenlos schlendern – die Gassen sind rund um die Uhr zugänglich. Eintritt zahlst du nur für einzelne Sehenswürdigkeiten, allen voran den Großmeisterpalast und das Archäologische Museum im ehemaligen Ritterhospital. Diese Stätten haben eigene, saisonal wechselnde Öffnungszeiten; im Sommer ist länger geöffnet als im Winter. Für mehrere Stätten kann sich ein Kombiticket lohnen, und für bestimmte Gruppen gibt es ermäßigte Tarife.
Tipps für den Besuch
Plane den Bummel durch die Altstadt am frühen Morgen oder am Abend, wenn Kreuzfahrt- und Tagesgäste die Gassen verlassen haben. Trag bequeme Schuhe – das holprige Kopfsteinpflaster ist anstrengend. Verbinde den Großmeisterpalast gleich mit der Ritterstraße und dem Museum, da alles nah beieinander liegt. Im Hochsommer sind Sonnenschutz und Wasser wichtig; Frühling und Herbst sind die angenehmsten Reisezeiten.