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St. Michael in Fulda

Die Kirche St. Michael im hessischen Fulda ist eines der bedeutendsten Sakralbauwerke Deutschlands. Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert.

Die Michaelskirche

Die Michaelskirche in Fulda gehört zu den ältesten Kirchen in Deutschland und ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der osthessischen Stadt. Sie befindet sich auf dem Michaelsberg nördlich des Doms. Im Inneren des Gotteshauses können die Besucher Freskenmalereien aus dem Mittelalter bewundern.

Entstehung des Bauwerks

Erbaut wurde die Kirche St. Michael in den Jahren 820 bis 822 auf Geheiß des Abtes Egil (um 750-822) im Baustil der Karolinger. Als Vorbild für das sakrale Bauwerk diente die Jerusalemer Grabeskirche. Die Konzeption der Kirche übernahm Rabanus Maurus (780-856), der auch Egils Nachfolge als Abt von Fulda antrat. Ihren Namen erhielt die Kirche nach dem heiligen Erzengel Michael. Am 5. Januar 822 fand die Weihe der Michaelskirche durch Bischof Haistulph statt. Fortan diente sie auf dem ehemaligen Mönchsfriedhof als Begräbniskirche.

Es wird vermutet, dass es sich beim Originalbau um einen Rundbau mit einem Kegeldach handelte. Auf der Ostseite befand sich ein Nischenbau. Auch eine Krypta war vorhanden. Als das Gotteshaus zwischen 915 und 937 durch Kriege größtenteils zerstört wurde, erfolgte im 10. und 11. Jahrhundert sein Wiederaufbau, der die Errichtung des Westturms beinhaltete. Im 12. Jahrhundert wurde der Turm zudem mit einem Glockengeschoss versehen. Die frühere Friedhofskapelle stieg zur Kirche des Nebenklosters, der Propstei Michaelsberg, auf.

1715 bis 1716 wurde an der nördlichen Seite der Kirche die Rochuskapelle errichtet. Außerdem erfolgte die Barockisierung des Kircheninneren. Zwischen 1935 und 1938 fanden sorgfältige Restaurationsarbeiten statt.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Mauern der Kirche St. Michael durch Bombenangriffe zerstört. Bis 1948 waren die Kriegsschäden wieder beseitigt.

Ausstattung der Michaelskirche

Im Ostteil des Umgangs ist noch heute das Grab des Abtes Egils erhalten. Einen eigenen Altar oder eine räumliche Verbindung in Richtung Obergeschoss besaß die Krypta ursprünglich nicht. Getragen wird die Rundung des Obergeschosses von acht Säulen, von denen vier noch aus dem 9. Jahrhundert stammen. Eine davon soll sogar dem Gründungsbau der karolingischen Epoche angehören.

Die Fresken

Eine Sehenswürdigkeit der Kirche St. Michael stellen die Fresken im Innenraum dar. Sie werden auf das 11. Jahrhundert datiert. Dem Besucher erschließt sich beim Betreten der Michaelskirche durch eine schwere Eisentür eine warme Atmosphäre mit gelb-orangenem Licht. Am Ostende der Kapelle lässt sich noch eine erhaltene Malerei des Erzengels Michaels und weiterer Engel erkennen. Erst 1936/37 konnte diese Malerei aus dem Mittelalter freigelegt werden.

Der Altar

Rund um den Altar der Michaelskirche befinden sich acht Säulen, die die acht Seligpreisungen symbolisieren. Damit sind die ersten Worte gemeint, die Jesus während der Bergpredigt sprach. Dabei widmete sich Christus jenen, die im Leben zu kurz gekommen waren.

Die Seitenkapelle St. Rochus

Auf der Nordseite des Altars kann durch einen Rundbogen die Seitenkapelle St. Rochus eingesehen werden. In ihr befindet sich ein Barockaltar, der kunstvoll aus Holz geschnitzt wurde und gekräuselte goldene Verzierungen besitzt. Zu den Verzierungen gehört u. a. St. Rochus, der als Schutzpatron der Pestkranken Verehrung fand.

Gegenüber dem Altar ist eine Steintafel angebracht, die an die Passion von Christus erinnert. Sie stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.

Öffnungszeiten

  • Montag: 10:00–18:00 Uhr
  • Dienstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00–18:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–18:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–18:00 Uhr

Weitere Infos

AdresseMichaelsberg 1, 36037 Fulda, Deutschland
Telefon0661 1021813
Webseitewww.stadtpfarrei-fulda.de
GPS-Koordinaten50.5547, 9.6721