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Stockholm Pass

Go City All-Inclusive, Essentials und Einzeltickets: die Pässe für Stockholm im Vergleich

Einen städtischen Stockholm Pass gibt es nicht. Zwei Go-City-Pässe treten gegen den Einzelkauf an, und der Nahverkehr steckt in keinem von beiden. Der Vergleich mit Leistungen, Grenzen und Rechenlogik.

Das Stockholmer Rathaus (Stadshuset) mit seinem markanten Backsteinturm und goldener Krone vom Mälaren aus fotografiert.

Städtepässe & Tickets für Stockholm

Die beliebtesten Pässe und Tickets mit tagesaktuellen Preisen, direkt beim Anbieter buchbar.

Arlanda Express

Arlanda Express

Der Arlanda Express fährt nonstop zwischen dem Flughafen Arlanda und Stockholm Central. Reisezeit 18 Minuten, Abfahrt alle 12 bis 15 Minuten.

  • Zwei Stationen am Flughafen: Arlanda Norra für Terminal 5, Arlanda Södra für Terminal 2
  • Einzelfahrt oder Hin- und Rückfahrt
  • Das Ticket ist an keine bestimmte Abfahrt gebunden
  • Kinder bis 17 Jahre fahren mit einem Erwachsenen kostenlos
Stockholm Pass

Stockholm Pass

Der klassische Stockholm Pass mit über 70 Attraktionen. Sehr guter City Pass für 1 bis 7 Tage

  • Vasa-Museum
  • Skansen
  • Gröna Lund
  • Hop-on/Hop-off Bus
  • Bootstouren
Essentials Pass

Essentials Pass

Flexibler Stockholm Pass ohne Zeitdruck: du wählst 3 Attraktionen aus und kannst diese innerhalb von 30 Tagen besuchen.

  • Vasa-Museum
  • Skansen
  • Stockholmer Schloss
  • Hop-on/Hop-off Bus
  • Bootstouren
Inhaltsverzeichnis

Wer für Stockholm nach dem „Stockholm Pass" sucht, findet keine städtische Karte. Weder die Stadt noch das offizielle Tourismusbüro geben einen eigenen Attraktionspass heraus; die Marke, die deutschsprachige Reiseführer noch als Stockholm Card oder Stockholm Pass führen, läuft heute als Produkt des kommerziellen Anbieters Go City. Der Vergleich für Stockholm ist deshalb überschaubar und die Entscheidung trotzdem nicht trivial: Es geht um den All-Inclusive Pass, den kleineren Essentials Pass und den schlichten Einzelkauf. Dazu kommt in jedem Fall ein Ticket des Nahverkehrsbetriebs SL, denn den enthält keiner der beiden Pässe.

Die Stockholm-Pässe im Vergleich

Pass Dauer / Umfang Preis ab Eintritte Vorrang-Einlass Nahverkehr
Go City All-Inclusive Pass 1 bis 5 aufeinanderfolgende Tage 949 kr knapp 70 Attraktionen und Touren, beliebig oft pro Tag nicht ausgewiesen nein
Go City Essentials Pass 3 Attraktionen aus 15, 30 Tage Zeit 649 kr kuratierte Auswahl der bekanntesten Ziele nicht ausgewiesen nein
SL-Besucherticket 24 oder 72 Stunden, 7, 30 oder 90 Tage, 1 Jahr beim Herausgeber keine entfällt ja
Einzeltickets pro Besuch beim jeweiligen Haus freie Wahl, auch die Häuser ohne Pass entfällt nein

Die angegebenen Preise sind Erwachsenenpreise der jeweils kleinsten Variante. Für das SL-Ticket steht der aktuelle Tarif samt der ermäßigten Stufe auf der Seite des Verkehrsbetriebs.

Zwei Punkte fallen beim Vergleich sofort auf. Der öffentliche Nahverkehr steckt in keinem der beiden Pässe, und Go City wirbt für Stockholm nicht mit bevorzugtem Einlass. Der Pass ist ein Bezahlvorgang, keine Abkürzung an der Warteschlange vorbei: Am Eingang wird der Code in der Go-City-App gescannt, angestellt wird sich wie alle anderen auch. Einzelne Angebote der Liste verlangen sogar ausdrücklich eine vorherige Reservierung.

Go City All-Inclusive Pass

Der große Pass, das direkte Erbe der alten Marke. Er gilt 1, 2, 3, 4 oder 5 aufeinanderfolgende Tage und umfasst knapp 70 Attraktionen, Touren und Aktivitäten, die du innerhalb der gebuchten Tage beliebig oft besuchen kannst. Der Einstiegspreis liegt bei 949 kr, für Kinder von 6 bis 15 Jahren gilt ein reduzierter Tarif.

Auf der Liste stehen praktisch alle Ziele, die auf einer Stockholm-Liste landen: Vasa-Museum, Skansen, das Königliche Schloss samt Livrustkammaren, das Wikingermuseum, Fotografiska, Gröna Lund, das Nordiska Museet, das Nobel Prize Museum, das Nationalmuseum, Vrak, Tekniska, Storkyrkan und die Riddarholmskyrkan. Dazu kommen die Aussichtsplattform SkyView, die ICEBAR, das Spritmuseum, Hallwylska und Millesgården.

Der eigentliche Hebel des Passes sind aber die Fahrten. Enthalten sind die Stockholm Highlights Boat Tour, der Hop-on-Hop-off-Bus und das Hop-on-Hop-off-Boot, die Ausflugsboote nach Vaxholm und zu den Fjäderholmarna, ein Tagesausflug zur Wikingerstadt Birka sowie Drottningholm samt Bootsfahrt, Chinesischem Pavillon und Schlosstheater. Auch Artipelag, Schloss Gripsholm und Schloss Skokloster außerhalb der Stadt sind abgedeckt.

Zwei Dinge gehören dazugesagt. Ob der Pass bei Gröna Lund nur den Parkeintritt oder auch die Fahrgeschäfte trägt, weist der Anbieter nicht aus, das klärst du vor dem Besuch. Und der Umfang schwankt mit der Saison: Die Winter Boat Tour läuft erst ab Dezember, die Kanalfahrt am Rathaus und das Dansmuseet sind derzeit geschlossen. Wer im Winter reist, bekommt vom Boots- und Tourenanteil deutlich weniger, ausgerechnet vom teuersten Teil des Pakets.

Go City Essentials Pass

Die kleine Variante ab 649 kr folgt einer anderen Logik: Du wählst drei Ziele aus 15 kuratierten Angeboten und hast dafür nach dem ersten Besuch 30 Tage Zeit. Das nimmt den Zeitdruck aus der Planung und passt zu einem ruhigen Reisetempo oder zu einem Aufenthalt, bei dem Stockholm nur eine Station ist.

Wählbar sind Vasa-Museum, Königliches Schloss, Wikingermuseum, Fotografiska, Skansen, Nordiska Museet, Nobel Prize Museum, SkyView, Spritmuseum, ICEBAR, der Hop-on-Hop-off-Bus, die Stockholm Highlights Boat Tour, die Royal-Djurgården-Bootsfahrt, die Winter Boat Tour und eine Fika bei Systrarna Andersson.

Entscheidend ist, was nicht auf dieser Liste steht: Gröna Lund, Drottningholm, Storkyrkan, Vrak, Tekniska, Nationalmuseum und das Hop-on-Hop-off-Boot gibt es ausschließlich im All-Inclusive Pass. Wer den Freizeitpark oder den Tagesausflug zum Schloss fest eingeplant hat, kann mit dem Essentials Pass nicht rechnen.

Für beide Go-City-Pässe gilt dieselbe Kaufmechanik: Sie sind rein digital, ein noch nicht aktivierter Pass bleibt ein Jahr ab Kauf gültig, und stornieren kannst du ihn bis 90 Tage nach dem Kauf, solange er nicht eingelöst wurde.

Das SL-Ticket: die Lücke, die jeder Pass lässt

Stockholm liegt auf vierzehn Inseln, und das merkt man beim Gehen. Zwischen Djurgården, Södermalm, Gamla Stan und der Innenstadt pendelt man mehrfach am Tag, und dafür braucht es ein Ticket von Storstockholms Lokaltrafik, dem Verkehrsbetrieb der Region. Die Besuchertickets gibt es für 24 oder 72 Stunden sowie für 7, 30 oder 90 Tage und ein Jahr, jeweils in einer vollen und einer ermäßigten Stufe. Ermäßigt fahren Reisende unter 20 Jahren, Studierende mit schwedischem Ausweis mit SL-Logo und Personen ab 65 Jahren; Kinder unter sieben fahren in Begleitung kostenlos.

Praktisch für die Planung sind drei Details:

  • Laufzeit: Die 24- und 72-Stunden-Karten laufen stundengenau ab der ersten Nutzung, die Karten ab sieben Tagen von 00:00 Uhr des ersten Reisetags bis 04:30 Uhr nach Ablauf.
  • Fähren inklusive: Das Ticket gilt auch auf der Djurgården-Fähre (Linie 82) und den Pendelfähren 80, 84 und 89. Damit ist der schönste Weg nach Djurgården bereits abgedeckt, unabhängig von jedem Pass.
  • Kauf: in der SL-App oder auf eine grüne SL-Chipkarte, die einmalig etwas kostet und wiederverwendbar ist. Das alte SL-Access-System gibt es nicht mehr. Die Karte ist übertragbar, aber immer nur von einer Person gleichzeitig nutzbar, und Fahren ohne gültiges Ticket wird mit einer empfindlichen Kontrollgebühr zuzüglich Fahrpreis geahndet.

Wie sich Metro, Bus und Fähren im Alltag verbinden, steht in unserem Abschnitt zum Nahverkehr in Stockholm.

Lohnt sich ein Stockholm-Pass? Die Rechnung

Die Grundregel ist bei beiden Pässen dieselbe: Schreibe nur die Ziele auf, die du auch ohne Pass ansteuern würdest, prüfe, ob sie überhaupt enthalten sind, addiere die aktuellen Einzelpreise und stelle die Summe dem Passpreis gegenüber. Zwei Beobachtungen helfen dabei.

Erstens sind in Stockholm nicht die Museen die teuren Posten, sondern die Touren und Boote. Der Hop-on-Hop-off-Bus und die Highlights Boat Tour kosten einzeln mehr als jedes Museum der Stadt. Wer ohnehin eine Rundfahrt plant, verschiebt die Rechnung damit sofort zugunsten des Passes. Wer Boote und Busse für überflüssig hält, verliert genau den Vorteil, der den Preis trägt.

Zweitens rechnet sich der All-Inclusive Pass über die Dichte, nicht über die Dauer. Ein Tagespass lohnt erst, wenn an diesem Tag mehrere kostenpflichtige Ziele zusammenkommen: zwei große Häuser wie Skansen und das Vasa-Museum plus eine Bootstour oder der Bus bringen ihn nahe an die Amortisation. Liegen die Einzeltickets deiner Tagesziele zusammen über dem Passpreis, sparst du. Bei mehr Tagen sinkt der Preis pro Tag, aber nur, wenn du diese Tage auch füllst. Drei Museumstage hintereinander mit je einem Haus sind keine Passrechnung, sondern drei Einzeltickets.

Beim Essentials Pass ist die Rechnung noch einfacher: Teile den Preis durch drei und vergleiche diesen Schnitt mit den Einzelpreisen deiner drei Wunschziele. Liegen sie einzeln darüber, sparst du; liegen sie darunter, kaufst du besser einzeln. Die teuren Kandidaten aus der Essentials-Liste sind wieder Bus und Bootstour, die günstigen die kleineren Museen.

Kein Pass lohnt sich, wenn du Stockholm vor allem zu Fuß erschließt, also durch Gamla Stan, über Södermalm und am Wasser entlang. Auch nicht, wenn deine Hauptziele ABBA The Museum und das Moderna Museet heißen, denn beide sind in keinem Pass enthalten. Und nicht, wenn du pro Tag ein Haus in Ruhe ansiehst statt drei abzuhaken. In diesen Fällen kaufst du die zwei, drei Tickets einzeln, nimmst ein SL-Ticket dazu und sparst dir den Zeitdruck, den ein Tagespass erzeugt.

Welcher Pass für wen?

  • Zwei bis drei volle Sightseeing-Tage mit den Klassikern: Go City All-Inclusive Pass. Vasa, Skansen, Schloss, Rundfahrt und Drottningholm in einem Paket, und im Sommer der volle Bootsanteil.
  • Wenige große Ziele, entspanntes Tempo: Go City Essentials Pass. Drei Häuser oder zwei Häuser plus eine Tour, mit 30 Tagen Einlösefrist und ohne Tagesplan.
  • Familien mit Gröna Lund im Programm: Nur der All-Inclusive Pass deckt den Freizeitpark ab, und dort auch nur den Eintritt, soweit ausgewiesen. Kinderpreise gibt es bei beiden Pässen ab sechs Jahren, jüngere Kinder kommen vielerorts ohnehin kostenlos hinein.
  • Winterreise: Rechne den Pass ohne die Boote durch. Fällt er dann durch, nimm Einzeltickets, denn Vasa-Museum, Nordiska und Nobel Prize Museum liegen ohnehin nah beieinander.
  • Schären, Schlösser und Tagesausflüge: All-Inclusive Pass. Birka, Vaxholm, Fjäderholmarna, Gripsholm und Skokloster einzeln zu buchen ist der teuerste Weg durch dieses Programm.
  • Kunst und Bummeln: gar kein Pass. Das Moderna Museet, die freien Kirchen und die Wege über die Inseln kosten wenig bis nichts.

Was kein Pass abdeckt

Drei Posten stehen auf vielen Stockholm-Listen und in keinem Pass:

  • ABBA The Museum auf Djurgården: in keiner der beiden Go-City-Listen. Der Eintritt hängt vom gebuchten Zeitfenster ab, mit eigenen Stufen für Kinder von 7 bis 15 Jahren, Familien, Studierende und Senioren; Kinder bis sechs kommen kostenlos hinein. Der Online-Kauf im Voraus ist hier keine Formalie, sondern entscheidet über Preis und Zeitfenster.
  • Moderna Museet auf Skeppsholmen: ebenfalls in keinem Pass. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei, freitags von 18 bis 20 Uhr für alle. Montags ist geschlossen.
  • Der Arlanda Express vom Flughafen: kein SL-Produkt und in keinem Pass enthalten. Der Zug fährt alle 12 bis 15 Minuten und braucht 18 Minuten bis zum Hauptbahnhof; Kinder und Jugendliche fahren deutlich günstiger, in Begleitung eines Erwachsenentickets sogar kostenlos. Wer Zeit hat, nimmt stattdessen Bus oder Pendeltåg.

Plane also von vornherein mit zwei Posten, wenn du einen Pass kaufst: dem Pass für die Eintritte, die er wirklich abdeckt, und einem SL-Ticket für alles, was zwischen den Inseln liegt. Welche Ziele überhaupt auf deiner Liste landen sollten, zeigt unsere Übersicht der Sehenswürdigkeiten in Stockholm.

Häufige Fragen

Gibt es den Stockholm Pass noch? +
Nicht als städtische Karte. Die Stadt und das offizielle Tourismusbüro geben heute keinen eigenen Attraktionspass heraus; die früher unter dem Namen Stockholm Pass bekannte Karte läuft als Produkt des kommerziellen Anbieters Go City weiter. Zur Wahl stehen dort der All-Inclusive Pass ab 949 kr und der kleinere Essentials Pass ab 649 kr.
Ist der Nahverkehr in einem Stockholm-Pass enthalten? +
Nein, in keinem der beiden Go-City-Pässe. Metro, Bus, Tram, Pendeltåg und die Pendelfähren von SL kaufst du in jedem Fall separat, entweder als Einzelfahrt oder als Besucherticket für 24 oder 72 Stunden, 7 oder 30 Tage. Enthalten sind in den Pässen nur touristische Fahrten wie der Hop-on-Hop-off-Bus und einzelne Ausflugsboote.
Sind Vasa-Museum und ABBA The Museum im Pass enthalten? +
Das Vasa-Museum ja, in beiden Go-City-Pässen. ABBA The Museum dagegen steht in keiner der beiden Attraktionslisten und wird separat gebucht, am besten vorab mit Zeitfenster. Ebenfalls nicht enthalten ist das Moderna Museet auf Skeppsholmen, das freitags von 18 bis 20 Uhr ohnehin freien Eintritt gewährt.
Worin unterscheiden sich All-Inclusive und Essentials Pass? +
Der All-Inclusive Pass gilt 1 bis 5 aufeinanderfolgende Tage und umfasst knapp 70 Attraktionen mit beliebig vielen Besuchen pro Tag. Der Essentials Pass umfasst drei frei wählbare Ziele aus 15 kuratierten Angeboten, die du innerhalb von 30 Tagen ab dem ersten Besuch einlöst. Gröna Lund, Drottningholm, Nationalmuseum, Vrak, Tekniska und das Hop-on-Hop-off-Boot deckt nur der All-Inclusive Pass ab.
Lohnt sich ein Go-City-Pass für Stockholm? +
Er lohnt sich über die Dichte des Programms, nicht über die Reisedauer. Rechne die Einzelpreise der Ziele zusammen, die du an einem Tag wirklich schaffst, und stelle sie dem Tagespreis gegenüber. Zwei große Häuser wie Skansen und das Vasa-Museum plus eine Bootstour oder der Hop-on-Hop-off-Bus bringen einen Tagespass nahe an die Amortisation. Wer langsam reist, fährt mit Einzeltickets günstiger.