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Die Alaaddin-Moschee, benannt nach ihrem Erbauer, aber besser bekannt unter ihrem Namen Yivli-Minare-Moschee ist ein islamisches Gotteshaus im Zentrum der Altstadt von Antalya. Die Moschee und ihr Minarett haben eine jahrhundertelange, wechselvolle Geschichte.

Die Geschichte der Moschee

Im Jahr 1207, direkt, nachdem die Seldschuken Antalya erobert hatten, begannen sie mit dem Bau einer Moschee namens Ulu Cami, die aber während der Herrschaft der Lusignans (1361-1371), einer französischen Adelsfamilie, bald wieder zerstört wurde. Als Ersatz wurde im Jahr 1373, am Ende der Lusignans-Herrschaft, auf den Fundamenten einer byzantinischen Kirche die Yivli-Minare-Moschee errichtet, die heute noch dort zu bewundern ist.

Das Minarett

Das freistehende Minarett der Moschee, nach dem sie auch ihren Beinamen träg, stammt noch aus der Zeit der seldschukischen Herrschaft (um 1226) und gehörte somit ursprünglich zur Ulu Cami. Durch eine Tür an der Nordseite können Besucher das Minarett betreten. 90 Stufen führen in seinem Inneren hinauf bis zum Balkon. Es ist 38 Meter hoch und weist acht charakteristische, senkrechte Furchen auf (Yivli Minare = gefurchtes Minarett), die es so aussehen lassen, als bestehe es aus acht einzelnen Säulen. Abgeschlossen wird das Minarett durch einen zylindrischen Teil oberhalb des Balkons und ein kegelförmiges Dach. Es ist aus Ziegelsteinen gemauert und ruht auf einem steinernen, quadratischen Fundament. Ein Teil des Minaretts ist mit prächtigen dunkelblauen Fliesen verkleidet.
Heute gilt das Minarett als ein wichtiges Wahrzeichen von Antalya und ein Symbol für die reiche Geschichte der Stadt.

Die Moschee

Die Moschee selbst verfügt über sechs Kuppeln, die auf Bögen ruhen, die ihrerseits von 12 Säulen getragen werden. Die Säulen sind wiederverwertete Überreste antiker römischer Bauwerke. Die Moschee ist eines der ältes Gebäude mit mehreren Kuppeln in ganz Anatolien. Weitere Bestandteile des Gebäudekomplexes sind eine Koranschule, ein Garten und zwei Mausoleen, das „Zincir Kıran Türbesi“ und das „Nigâr Hanım Türbesi“. Heute beherbergt die ehemalige Koranschule das ethnographische Museum von Antalya, das stellt unter anderem Kleidungsstücke, Küchengeräte, Stickereien und Nomadenzelte, natürlich aber auch Interessantes zur Geschichte der Moschee aus. Das Museum wurde 1974 eröffnet und ist unbedingt einen Besuch wert.