Teotihuacán ist eine der eindrucksvollsten archäologischen Stätten Amerikas und liegt rund 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt. Die antike Stadt mit ihrer kilometerlangen Allee der Toten, der gewaltigen Sonnenpyramide und der Mondpyramide war einst eine der größten Metropolen der Welt. Heute zählt das weitläufige Gelände zum UNESCO-Welterbe und gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Mexikos.
Geschichte und Bedeutung
Teotihuacán entstand bereits vor der Zeitenwende und erreichte seine Blüte zwischen dem 1. und 6. Jahrhundert n. Chr. Wer die Stadt erbaute, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Auf ihrem Höhepunkt lebten hier vermutlich über 100.000 Menschen. Den späteren Azteken galt die längst verlassene Stadt als heiliger Ort – der Name Teotihuacán bedeutet sinngemäß „Ort, an dem die Götter geboren wurden”. Die monumentalen Pyramiden zeugen noch heute von dieser bedeutenden Kultur.
Tickets und Besuch
Der Eintritt zur archäologischen Zone ist vergleichsweise günstig; Tickets gibt es vor Ort. Das Besteigen der Pyramiden ist zum Schutz der Bauwerke inzwischen häufig eingeschränkt oder gesperrt – welche Bereiche zugänglich sind, kann sich ändern. Die Anreise erfolgt per Bus vom Terminal Norte, mit einer geführten Tour oder dem Auto. Parkgebühren und Führungen können zusätzlich anfallen.
Tipps für den Besuch
Komm möglichst gleich zur Öffnung am Morgen, bevor die Mittagshitze und die großen Reisegruppen eintreffen. Das Gelände ist riesig und bietet kaum Schatten – Sonnenschutz, ein Hut, Wasser und bequeme Schuhe sind Pflicht. Für die Hintergründe der Stadt lohnt sich eine Führung oder ein guter Audioguide. Plane genügend Zeit ein, um die Allee der Toten in Ruhe abzulaufen.