UNESCO-Welterbestätten in der Türkei

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In der Türkei gibt es 19 ganz besondere Orte, die von der UNESCO als Welterbestätten anerkannt wurden. Diese umfassen sowohl Kultur- als auch Naturstätten und zeichnen sich durch ihre einzigartige Bedeutung für die Kultur, Geschichte und Natur des Landes aus. Von der prähistorischen Stätte von Göbekli Tepe, der ältesten bekannten Tempelanlage der Welt, bis zur osmanischen Architektur von Istanbul und Bursa - auf dieser Seite stellen wir euch alle Welterbestätten vor.

Nationalpark Göreme und Felsendenkmäler von Kappadokien

Der in der einzigartigen Vulkanlandschaft Kappadokiens gelegene Nationalpark Göreme ist berühmt für seine Felsformationen und die darin gebauten unterirdischen Städte und Kirchen. Die fantastischen Felsformationen, die durch Erosion über Millionen von Jahren entstanden sind, bieten ein außergewöhnliches und faszinierendes Panorama. Die Felsenkirchen mit ihren prächtigen Fresken aus dem 9. bis 11. Jahrhundert zeugen von der byzantinischen Kunst jener Zeit.

Große Moschee und Krankenhaus von Divriği

Diese beiden Bauwerke in der östlichen Provinz Sivas sind Meisterwerke der islamischen Architektur des 13. Jahrhunderts und berühmt für ihre einzigartigen und aufwendigen Steinmetzarbeiten und Dekorationen. Das Krankenhaus gilt als eine der ältesten medizinischen Einrichtungen der Welt.

Historische Bereiche von Istanbul

Istanbul, die einzige Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, ist reich an historischen und kulturellen Schätzen. Zu den UNESCO-Welterbestätten in Istanbul gehören die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast und der Große Basar, um nur einige zu nennen. Diese Stätten spiegeln die vielfältige Geschichte der Stadt wider, die vom Byzantinischen Reich über das Osmanische Reich bis zur modernen Türkei reicht.

Hattuşa: Hauptstadt der Hethiter

Die Ruinen von Hattuşa, nahe der modernen Stadt Boğazkale, sind die Überreste der Hauptstadt des Hethiterreiches, das im 2. Jahrtausend v. Chr. herrschte. Die gut erhaltenen Ruinen, darunter Tempel, Paläste und eine beeindruckende Stadtmauer mit Löwentor, geben einen Einblick in diese wenig bekannte, aber bedeutende antike Zivilisation.

Nemrut Dağ

Auf dem Gipfel des Nemrut Dağ im Südosten der Türkei liegt ein königlicher Grabhügel, umgeben von riesigen Steinstatuen, die König Antiochos I. von Kommagene und verschiedene griechische und persische Götter darstellen. Die Stätte, die für ihre atemberaubenden Sonnenauf- und -untergänge bekannt ist, bietet einen faszinierenden Einblick in die synkretistische Kultur des Königreichs Kommagene im 1. Jahrhundert vor Christus.

Hierapolis-Pamukkale

Die antike Stadt Hierapolis und die Kalksinterterrassen von Pamukkale sind ein spektakuläres Natur- und Kulturdenkmal. Die Terrassen von Pamukkale, die durch die Ablagerung von Kalkstein aus Thermalquellen entstanden sind, erscheinen wie ein strahlend weißer, gefrorener Wasserfall. Die auf den Terrassen erbaute Stadt Hierapolis enthält gut erhaltene Ruinen eines römischen Theaters, eines Nymphäums und einer Nekropole.

Xanthos-Letoon

Xanthos und Letoon, im Südwesten der Türkei in der Provinz Antalya gelegen, waren bedeutende Städte der antiken lykischen Zivilisation. Die Ruinen, darunter eindrucksvolle Felsengräber, Inschriften und Tempel, geben einen wertvollen Einblick in die Kultur, den Glauben und die Sitten der Lykier.

Tipp: Von den beliebten Badeorten bei Antalya ist diese Welterbestätte gut im Rahmen eines Tagesausflugs zu erreichen.

Die Stadt Safranbolu

Die Stadt Safranbolu im Norden der Türkei ist berühmt für ihre gut erhaltenen osmanischen Häuser und architektonischen Strukturen. Sie bietet ein lebendiges Bild des städtischen Lebens im Osmanischen Reich vom 13. bis zum 20. Jahrhundert.

Archäologische Stätte von Troja

Troja im Nordwesten der Türkei ist eine der berühmtesten archäologischen Stätten der Welt. Die Ruinen der Stadt, die neun verschiedene Phasen menschlicher Besiedlung vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die römische Zeit aufweist, sind eng mit den Helden des Trojanischen Krieges aus Homers Ilias verbunden.

Selimiye-Moschee und ihre Sozialeinrichtungen

Die Selimiye Moschee in Edirne, entworfen von dem berühmten osmanischen Architekten Sinan, ist ein Meisterwerk islamischer Architektur. Mit ihrer hohen, eleganten Kuppel und den feinen Verzierungen verkörpert sie den Höhepunkt der osmanischen Architektur des 16. Jahrhunderts.

Neolithische Stätte von Çatalhöyük

Çatalhöyük in der Südtürkei ist eine der ältesten und am besten erhaltenen neolithischen (steinzeitlichen) Siedlungen der Welt. Die aus zwei Hügeln bestehende Stätte enthält gut erhaltene Häuser, Wandmalereien und andere Artefakte, die einen einzigartigen Einblick in das Leben der ersten sesshaften menschlichen Gemeinschaften geben.

Bursa und Cumalikizik: die Wiege des Osmanischen Reichs

Bursa und das nahe gelegene Dorf Cumalikizik sind wichtige Orte in der Geschichte des Osmanischen Reiches. Bursa, die erste Hauptstadt des Reiches, beherbergt viele bedeutende osmanische Gebäude, darunter Moscheen, Basare und Hamams (türkische Bäder). Cumalikizik, ein traditionelles osmanisches Dorf mit charakteristischen Holzhäusern, bietet einen Einblick in das ländliche Leben der Osmanen.

Pergamon und seine vielschichtige Kulturlandschaft

Pergamon in der Westtürkei war in hellenistischer, römischer und byzantinischer Zeit eine bedeutende Stadt. Die Stätte umfasst eine Akropolis mit einem berühmten Theater, einem Altar, einer Bibliothek und einem Heiligtum für den Heilgott Asklepios.

Kulturlandschaft Festung von Diyarbakır und Hevsel-Gärten

Die mächtige Festung von Diyarbakir im Südosten der Türkei und die angrenzenden Hevsel-Gärten sind ein Symbol für die reiche Geschichte und Kultur der Region. Die auf einem Felsen über dem Tigris gelegene Festung ist für ihre beeindruckenden Mauern aus schwarzem Basalt bekannt, während die Hevsel-Gärten eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Stadt mit Nahrung und Wasser spielten.

Ephesos

Die antike Stadt Ephesus, in der Nähe der modernen Stadt Selçuk, war eine der größten Städte der griechischen und später der römischen Welt. Sie ist berühmt für ihre gut erhaltenen Monumente, darunter das große Theater, die Celsus-Bibliothek und der Tempel der Artemis, eines der sieben Weltwunder der Antike.

Archäologische Stätte von Ani

Die Ruinen von Ani an der türkisch-armenischen Grenze sind die Überreste einer mittelalterlichen Stadt, die als "Stadt der 1001 Kirchen" bekannt ist. Trotz jahrhundertelanger Vernachlässigung sind noch viele beeindruckende armenische Kirchen, Kathedralen und Paläste zu sehen.

Aphrodisias

Aphrodisias in der Westtürkei war eine bedeutende antike griechische Stadt, die der Liebesgöttin Aphrodite geweiht war. Die Stätte beherbergt zahlreiche gut erhaltene Gebäude wie ein Theater, ein Stadion und einen Tempel sowie ein Museum mit vielen beeindruckenden Marmorstatuen.

Göbekli Tepe

Göbekli Tepe im Südosten der Türkei ist eine der ältesten bekannten archäologischen Stätten der Welt. Die monumentalen Steinkreise, die auf etwa 9600 bis 8800 v. Chr. datiert werden, zeigen, dass es bereits in der Jungsteinzeit komplexe religiöse Rituale und monumentale Architektur gab.

Arslantepe

Arslantepe in der Osttürkei ist eine bedeutende archäologische Stätte mit Siedlungen aus der Bronze- und Eisenzeit. Besonders hervorzuheben sind die gut erhaltenen Palastruinen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., die wertvolle Einblicke in die frühe städtische und staatliche Organisation der Region bieten.