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Burgtheater

Das Wiener Burgtheater ist eine der bedeutendsten europäischen Bühnen. Es wurde 1748 an einem anderen Standort (Michaelerplatz) eröffnet und ist damit das zweitälteste Theater in Europa nach der Comédie-Française. Das neue Haus wurde 1888 eröffnet.

Neues Burgtheater an der Hofburg

Der neue Bau des Hofburgtheaters am Ring gehört architektonisch zum Historismus. Die Entwürfe stammten von Gottfried Semper (die Ähnlichkeit mit der Dresdner Semperoper ist unverkennbar) und dem Freiherrn von Hasenauer, der für die Fassade verantwortlich zeichnete. Die beiden damaligen Stararchitekten hatten bereits gemeinsam das Wiener Kaiserforum geplant. Sie nahmen unter anderem Anleihen bei der italienischen Hochrenaissance auf. Die Innenausstattung zeigt unverkennbare Reminiszenzen an den Barock.

Während der 14-jährigen Bauarbeiten zerstritten sich die Architekten. In der Folge zog sich der auch gesundheitlich angeschlagene Gottfried Semper zurück, so dass Hasenauer sein Konzept eines prachtvollen Logentheaters realisieren konnte. Die Deckengemälde stammen von Gustav Klimt, dessen Bruder Ernst Klimt sowie Franz Matsch. Sie zeigen unter anderem antike Theaterszenen, das Globe Theatre in London und eine Schlussszene aus dem Shakespeare-Drama „Romeo und Julia“. Kaiser Franz Joseph I. mochte die Bilder sehr, er verlieh den Malern das Goldene Verdienstkreuz.

Besuch im Hoftheater: Kunstwerke en gros

Bemerkenswert ist am Wiener Burgtheater die prachtvolle Fassaden- und Innenausstattung mit diversen Plastiken und Bildern. Daher ist es auch ohne Theatervorstellung einen Besuch wert. Eine Apollonstatue schmückt die Fassade über dem Mittelhaus, sie wird flankiert von den beiden Musen für Tragödie und Drama.

Über den Haupteingängen thronen Bacchus und Ariadne als Fries, an der Außenfassade sind rundum Porträtbüsten von Shakespeare, Molière, Calderon, Goethe, Schiller, Halm, Lessing, Hebbel und Grillparzer zu sehen. Ebenso befinden sich dort diverse Masken als Referenz an das antike Theater. Ergänzt werden diese Plastiken durch allegorische Darstellungen in den Seitentrakten, welche die Gefühle Liebe, Hass, Herrschsucht, Demut, Egoismus und Heroismus symbolisieren. Im Inneren finden sich Bilder der Porträtgalerie aus dem Vorgängerhaus, die für das neue, sehr hohe Wiener Burgtheater verlängert wurden.

Weitere Infos

AdresseUniversitätsring 2, 1010 Wien, Österreich
Telefon+43 1514444140
Webseitewww.burgtheater.at
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten48.2103, 16.3615