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Dom zu Riga

Die lettische Hauptstadt Riga erfreut sich mit den Fassaden und dem Turm des Doms über ein Wahrzeichen für die Ewigkeit. Dabei war die mächtige Kathedrale nicht immer ein Teil der Metropole, denn aus Platzmangel wurde der Dom einst außerhalb der Stadtmauern Rigas errichtet. Dem Erbauer und Förderer des Kirchenschiffs, dem Bischof Albert I., setzten die Menschen im Innenhof ein Denkmal. Immerhin ist dies die größte aller Kirchen des Baltikums, die die Wirrungen des Mittelalters überstand, und schon damals fanden um die fünftausend Gläubige Platz zwischen den bis zu zwei Meter dicken Mauern des Doms.

Neue Türme für eine alte Kirche

Verschiedene Stilrichtungen finden sich in dieser Kathedrale wieder, die im Jahr 1547 Opfer einer verheerenden Feuersbrunst wurde und den Turm vernichtete. Doch gegen Ende des 16. Jahrhunderts bekam der Dom einen neuen Turm, der mit seinen 140 Metern die Altstadt Rigas überragte. Als dessen Holz immer morscher wurde, entschloss sich die Gemeinde, einen nur noch neunzig Meter hohen Turm im barocken Stil zu errichten. An die ursprüngliche Grundsteinlegung im Jahr 1211 erinnert ein sehenswertes Glasfenster. Zu den wenigen Zeugnissen dieser Zeit zählt der Raum des Altars sowie der mit Rundbögen ausgestaltete Ostflügel.

Klangfülle der riesigen Orgel

Schnitzereien aus den Werkstätten zeitgenössischer Meister des Baltikums sind die Glanzpunkte der Kanzel und gehören zu den größten sakralen Kunstschätzen der Region. Aber auch die Orgel aus dem Jahr 1601 ist wegen ihrer außergewöhnlichen Klangfülle berühmt. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhundert erweitert durch den Ludwigsburger Orgelbauer Eberhard Friedrich Walcker, der unter König Wilhelm II. von Württemberg auch Lieferant des Vatikans war. Sie verfügt nun über 6.700 Pfeifen, 124 Register und vier Manuale. Besucher der Kathedrale von Riga lassen sich bei Konzerten – auch durch den berühmten Knabenchor des Doms – vom Klang dieser riesigen Orgel faszinieren, die zu den größten der Welt zählt. International bekannte Organisten finden dort ihre Bühne.

Ein Hahn als Symbol und Wetterfahne

Zahlreiche Hähne schmücken die Kirchtürme der Stadt Riga, doch der bronzene Hahn auf dem Turm der Domkirche dient auch als Wetterfahne, ist 86 Kilogramm schwer und einen halben Meter hoch. Zum Gesamtspektrum des Kirchenschiffs gehört das Rigaer Museum für Stadtgeschichte und Schifffahrt. Die umfangreiche Sammlung ist in 16 Sälen untergebracht und berichtet von der Historie dieser Stadt über einen Zeitraum von fast achthundert Jahren. Sehenswert ist aber auch der Kreuzgang des Doms, der im Stil der Gotik im 13. Jahrhundert entstand und eine Art Verbindung darstellte von der Bischofskirche zum benachbarten Kloster.

Zu den dort zu besichtigenden Exponaten gehören historische Grabsteinplatten, Funde archäologischer Ausgrabungen, Wappen von alteingesessenen Familien der Stadt, ein Gipsmodell des Denkmals Peter I. sowie steinerne Dekore und Kanonen. Im Dom fand unter anderem Bischof Meinhard von Segeberg seine letzte Ruhestätte. Er starb im 12. Jahrhundert.

Öffnungszeiten

  • Montag: 09:00–18:00 Uhr
  • Dienstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Mittwoch: 09:00–17:00 Uhr
  • Donnerstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Freitag: 09:00–17:00 Uhr
  • Samstag: 09:00–18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:00–18:00 Uhr

Weitere Infos

AdresseHerdera laukums 6, Centra rajons, Rīga, LV-1050, Lettland
Telefon+371 67 227 573
Webseitewww.doms.lv
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten56.949, 24.1048