x

Bhutan

Dies ist das "Reich des Drachen", und dieser Bezeichnung liegt eine Legende zugrunde. Das kleine Königreich Bhutan, zu finden zwischen den gigantischen Nachbarn China und Indien, erinnert sich mit dem tibetischen Namen "Druk Yul" daran, dass bei der Eröffnung eines Klosters am Himmel ein Drache erschienen sein soll. Die Mythen spielen in Bhutan seit jeher eine wichtige Rolle, und die Mönche in den Klöstern erfahren in der Bevölkerung eine uneingeschränkte Hochachtung. Gebirgig ist dieses Land, denn die südlichen Riesen des Himalaya sind nicht fern. Einer von ihnen liegt auf dem Territorium des kleinen Landes. Der Gipfel des Kula Kangri erreicht eine Höhe von 7.554 Metern. Bhutans Hauptstadt Thimphu erfreut sich mit ihren 30.000 Einwohnern ebenfalls einer Höhenlage und befindet sich auf 2.600 Metern über dem Meer. Es sind die burgartigen Klösteranlagen und der Buddhismus, die diesem Land ihren Stempel aufdrücken.

Die größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Thimphu.

Unterkunft in Bhutan

Buche mit uns ein Hotel oder eine andere Ferienunterkunft in Bhutan. Bei unseren Partnern findest Du günstige Preise ohne Reservierungsgebühren.

Ratgeber Bhutan

Seit Generationen ist es der Buddhismus tibetanischer Prägung, der das Leben der Menschen in Bhutan bestimmt. In einem der ärmsten Länder des asiatischen Kontinents ist Je Khenpo der höchste Abt im Lande und seine Autorität reicht bis zum Palast des Königs. Der Regent zieht das Oberhaupt des Buddhismus bei seinen Entscheidungen stets zu Rate. Im Jahr 1952 öffnete sich das Land behutsam für einen Prozess von Reformen, beendete die bis dahin praktizierte Leibeigenschaft, berief erstmals eine Nationalversammlung ein und wurde Mitglied der Vereinten Nationen. Mit der neuen Verfassung bekannte sich Bhutan – nach dem Vorbild der Briten – zu einer konstitutionellen Monarchie.

Doch bei allen Bestrebungen, das Leben der Menschen zu modernisieren, blieb eines erhalten: Der Glaube an die Unfehlbarkeit der Religion und an die Notwendigkeit, jahrhundertealte Traditionen zu pflegen. So wurde in Bhutan sehr spät das Fernsehen eingeführt, und Urlauber wurden erst ab 1974 ins Land gelassen. Ganz bewusst wählte Bhutan einen anderen Weg als der Nachbar Nepal, wo der Massentourismus schon früh einsetzte und ein Run auf die majestätischen Gipfel des Himalaja begann. Im Gegensatz zu Nepal ist es in Bhutan strikt untersagt, Berge zu erklimmen. Dies verbietet nach Auffassung der Behörden die Religion. Das Glück seiner Bewohner – es sind rund 53 Millionen – liegt den Staatsvertretern seit jeher am Herzen und wurde bereits im 19. Jahrhundert in einer Art Verfassung verbrieft. Der historische Text lautete: „Wenn die Regierung keine Freude für sein Volk erzeugen kann, dann gibt es für die Regierung keinen Grund zur Existenz…“

Bhutan ist ein Königreich in den Wolken, abgeschieden vom Rest der Welt, doch die Untertanen des Regenten scheinen tatsächlich glücklich zu sein. Die Zahl der Touristen werden pro Jahr auf fünftausend begrenzt. Die Regierung erlaubt Ausländern den Aufenthalt in Bhutan nur dann, wenn sie die Tour bereits vorher geplant und bezahlt haben. Es wird eine Tagespauschale fällig, die die Kosten für den Guide, für den Transfer, für Unterkunft und Essen deckt. Eine Reise nach Bhutan beschert Wanderungen über enge Pfade, zu abgelegenen Klöstern, die sich an steile Felsen schmiegen und zu einer einzigartigen Kultur.