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Pulverturm in Riga

Im Pulverturm von Riga,  im 17. Jahrhundert einst ein Aufbewahrungsort für Schießpulver, befindet sich heute das lettische Kriegs- und Militärmuseum.

Die Geschichte des Pulverturms

Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts, in etwa in dem Jahr 1330, wurde erstmals an der Stelle des heutigen Pulverturms eine Befestigungsanlage errichtet. Diese Anlage befand sich auf der sogenannten Sandstraße und wurde Sandtor genannt. Die gesamte Anlage umfasste 25 Türme, welche Sandtürme genannt wurden.

Erst mehrere Umbauten später, gelangte der Pulverturm zu seinem heutigen Namen. Verantwortlich dafür zeigte sich die Tatsache, dass dieser Turm als Lager für Schießpulver verwendet wurde. In dieser Zeit wurde der Turm im Kampf gegen die schwedische Armee schwer beschädigt und konnte erst 25 Jahre später erneut repariert und im Anschluss daran verwendet werden.

Doch auch in späteren Kriegen kam der Pulverturm nicht ohne Beschädigungen davon. So trafen etwa im Russland Krieg mindestens 9 Kanonenkugeln die Mauern des Turms, konnten diese allerdings nicht durchschlagen. 1916 wurde der Turm mit einem Anbau versehen, in welchem das lettische Kriegsmuseum eingerichtet wurde. Dieses wurde 1940 von den sowjetischen Besatzungsmächten geschlossen. Es dauerte bis in die 1990er Jahre, bis das Museum erneut eröffnet wurde.

Trotzt dem Beschuss von Kanonenkugeln

Der Pulverturm zeigt eindrucksvoll, wie stark die Verteidigungsanlage von Riga konzipiert wurde. Die Mauern des Turms sind bis zu drei Meter dick und konnten sogar dem Beschuss mit Kanonenkugeln standhalten. Der Turm selbst ist etwas mehr als 25 Meter hoch. Aus dieser Höhe konnten die Verteidiger sich perfekt zur Wehr setzen aber auch das umliegende Land beobachten. Der Durchmesser des Turms beträgt in etwa 14 Meter.

Das Museum im Pulverturm

In dem Anbau neben dem Pulverturm, welcher nach einem Entwurf von A. Galindom errichtet wurde, findet sich das lettische Kriegs- und Militärmuseum. Darin können stets folgende Dauerausstellungen besucht werden:

  • Ausstellung zu den lettischen Soldaten, welche während des ersten Weltkrieges gekämpft haben.
  • Die Befreiungskämpfe und die Verkündigung des lettischen Staates
  • Eine Ausstellung zur Flotte der lettischen Armee
  • Lettische Soldaten während des zweiten Weltkrieges
  • Der Weg, welcher zu den Barrikaden 1945 – 1991 geführt hatte

Damit wird die gesamte militärische Geschichte Lettlands von 1914 bis 1991 bearbeitet und dem Besucher ausgezeichnet visuell vermittelt. Zusätzlich werden gelegentlich kleinere, wechselnde Sonderausstellungen geboten.

Öffnungszeiten

  • Montag: 10:00–17:00 Uhr
  • Dienstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Mittwoch: 10:00–17:00 Uhr
  • Donnerstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Freitag: 10:00–17:00 Uhr
  • Samstag: 10:00–17:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00–17:00 Uhr

Tickets und Preise

Der Eintritt ist frei.

Weitere Infos

AdresseSmilšu iela 20, Centra rajons, Rīga, LV-1050, Lettland
Telefon+371 67 223 743
Webseitewww.karamuzejs.lv
Wikipediade.wikipedia.org
GPS-Koordinaten56.9512, 24.1087