Der Tower of London am Nordufer der Themse gehört zu den ältesten und beeindruckendsten Wahrzeichen der englischen Hauptstadt. Die fast tausend Jahre alte Festung war im Lauf ihrer Geschichte königliche Residenz, Gefängnis und Hinrichtungsstätte, Münzprägestätte und Arsenal – und ist bis heute der Aufbewahrungsort der Kronjuwelen. Mit jährlich rund 2,5 Millionen Besuchern zählt sie zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons.
Geschichte und Bedeutung
Die Ursprünge des Tower gehen auf Wilhelm den Eroberer zurück, der nach 1066 eine Burg zur Sicherung seiner Macht errichten ließ. 1077/78 wurde sie durch den massiven White Tower ersetzt, der der Anlage ihren Namen gab. Über die Jahrhunderte wuchs der Komplex zu einer von drei Mauerringen umgebenen Festung mit zahlreichen Türmen, einer Kapelle und Kasernen. Berühmte Gefangene wie Anne Boleyn, Thomas More und die spätere Königin Elizabeth I. waren hier inhaftiert; einige wurden auf dem Gelände hingerichtet. Heute ist der Tower UNESCO-Welterbe.
Tickets und Besuch
Tickets buchst du am besten online im Voraus – das ist meist günstiger als an der Kasse und erspart dir das Anstehen. Zu den Höhepunkten zählen die Kronjuwelen im Jewel House, der White Tower mit seiner Rüstkammer und die berühmten Raben auf dem Gelände. Im Ticket enthalten sind die unterhaltsamen Führungen der Yeoman Warders (Beefeaters), die das Beste sind, um den Tower und seine Geschichten kennenzulernen.
Tipps für den Besuch
Komm direkt zur Öffnung und gehe zuerst zu den Kronjuwelen, bevor sich dort die Schlangen bilden. Plane je nach Interesse zwei bis vier Stunden ein und schließe dich gleich am Anfang einer Beefeater-Führung an. Der Tower liegt unmittelbar an der Tower Bridge, die sich gut mit dem Besuch verbinden lässt – ein Spaziergang am Themseufer rundet den Tag ab.