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Bolivien

Es gibt kaum ein anderes Land auf der Welt, das einem ihrer Kämpfer für die Unabhängigkeit die Ehre angedeihen ließ, in dessen Erinnerung die Nation so zu benennen. In Bolivien ist das der Fall, und dieser Name geht zurück auf Simon Bolivar. Er war der erste Präsident des Anden-Staates und wird nicht nur in Bolivien als Nationalheld verehrt. Der Sohn einer Kreolen-Familie kam im venezuelischen Caracas zur Welt, reiste in jungen Jahren durch Europa und erlebte dort Triumph und Tragik von Napoleon Bonaparte, dessen Aufstieg zum Kaiser und er wurde nach und nach von dem Willen beseelt, die unterworfenen Völker und Länder Südamerikas von der Geißel der europäischen Besetzer zu befreien. Er fühlte sich berufen, an den Befreiungskampf teilzunehmen, weilte einige Zeit im Exil und wurde nach der Eroberung Angosturas 1821 erster Präsident Groß-Kolumbiens. Die Namensnennung Boliviens ist eine später Verbeugung vor der Leistung dieses Kämpfers für die Freiheit.

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Ratgeber Bolivien

Erschreckend lange galt Bolivien als Inbegriff für Kriminalität und Drogenhandel. Und seit der Unabhängigkeit, die nicht zuletzt Simon Bolivar im Jahr 1825 erstritt, erlebte das Land sage und schreibe zweihundert Putsche oder zumindest Putschversuche. Seit jeher ist Bolivien instabil mit einer armen Bevölkerung. Im Jahr 2009 sagte der soeben wiedergewählte Präsident Morales: „Heute wird ein neues Bolivien gegründet, mit gleichen Chancen für alle…“ Dazu sollte auch eine neue Verfassung dienen, in der Bolivien sich als Vielvölkerstaat mit 37 offiziellen Sprachen wiederfand. Doch Boliviens Hoffnung auf bessere Zeiten versandete und das Versprechen nach einem „guten Leben“ für alle, verhallte im Nichts. Gelegen zwischen den Anrainerstaaten Argentinien, Peru, Chile und Brasilien ist das Land weiterhin eines der ärmsten Länder Südamerikas.

Und doch ist es von einer faszinierenden landschaftlichen Schönheit mit den Kordilleren und ihren Gipfeln über 6.000 Metern sowie einer interessanten baumlosen Hochlandsteppe des Altiplano. Wo sich die Wüste in einer Salztonebene verliert, liegt der Salar de Uyuni, der mit 12.000 Quadratkilometern der größte Salzsee der Erde ist. Zwei Flüsse bewässern weite Teile Kolumbiens: der Rio Grande und der Rio Beni. Beide sind Quellflüsse des Amazonas. Der Staat, der keinen Zugang zum Meer hat, liegt in der tropischen Zone Südamerikas. Es ist ein Land, in dem die Tierwelt weitgehend ausgerottet ist und wo sich lediglich in den einsamen Schluchten und Hochweiden der Anden noch Pumas und Hirsche eine Nische für ihre Existenz gefunden haben. Immerhin gehört zu den Überlebenskünstlern auch der mächtige Kondor, der König der Lüfte. Quer durch den Titicacasee, dem am höchsten gelegenen schiffbaren Gewässer der Welt, verläuft die Grenze zwischen Bolivien und Peru. Der bis zu 281 Meter tiefe See war das „Heilige Meer“ der Inka und wird von zahlreichen kleinen Gebirgsflüssen gespeist.

Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, Sitz einer der ältesten Universitäten des südamerikanischen Kontinents und gilt als schönste Kolonialstadt des Landes. In dessen Altstadt wurden zahlreiche Häuser zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Hier begegnen dem Urlauber Frauen mit Faltenrock, Bowler-Hut und Stola. Sie sind noch immer in Bolivien das Synonym für Armut.