Die Haga-Kirche

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Die Hagakyrkan erhebt sich in Göteborg über den Dächern eines einstigen Arbeiterviertels. Am ersten Advent des Jahres 1859 wurde das Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben, und diese Kirche war eine der ersten in Schweden, die im neugotischen Stil errichtet wurden.

Wer sich heute in diesem malerischen Stadtteil umschaut, der gewahrt neben den historischen Häusern zahlreiche Shops und gemütliche Restaurants. Dies ist eine Region, wo sich Touristen besonders wohl fühlen. Die Einwohner von Haga hatten schon im 17. Jahrhundert an die damalige Obrigkeit den Wunsch nach dem Bau einer Kirche geäußert, doch es sollte noch rund zwei Jahrhunderte vergehen, bis sich Generationen später ihre Hoffnungen erfüllten. Durch Spenden kamen rund 150.000 Kronen zusammen.

Als Architekt wurde Adolf W. Edelsvärd gewonnen, der unter anderem beim Bau der Bahnhöfe in Stockholm und Malmö federführend war. Unter seiner Regie entstand im Göteborger Stadtteil Haga auf einer Anhöhe, die in früheren Zeiten als Steinbruch diente, eine Basilika mit drei Schiffen, einem Grundriss in der Form eines Kreuzes und  mit einem knapp fünfzig Meter hohen Kirchturm, der von einem vergoldeten Kupferdach gekrönt wird. Die Rahmen der Fenster und die Portale wurden aus einem Sandstein gefertigt, der aus Edinburgh geliefert wurde. Die Holzskulpturen, die sich um die Kanzlei gruppieren, sind den vier Evangelisten gewidmet. Im Jahr 1991 wurde die ursprüngliche Orgel durch eine amerikanische Brombaugh Orgel ersetzt. Bei ihrer Fertigung stand der norddeutsche Barock Pate. Wegen ihres Klangreichtums und der erstklassigen Akustik im Kirchenschiff finden hier immer wieder Konzerte statt.